Kurztrip nach Budapest

Kurztrip nach Budapest

Anfang September ging es mittags von Düsseldorf mit dem Flieger nach Budapest, wo wir mit einer leichten Verspätung landeten. Zügig kamen wir zu unseren Koffern und standen 15 Minuten später am Taxistand. Um ein Taxi am Flughafen zu ergattern, muss man erstmal zu einem Häuschen… dort teilt man mit wo man hin will, bekommt eine Quittung und ein wartender Taxifahrer kümmert sich um einen. Trotz Sprachschwierigkeiten ging das alles problemlos und wir kamen wohlbehalten an unserem Hotel (“Queen’s Court Hotel & Residence” ) an. Der Hoteleingang ist im Hof – welcher sehr schön gestaltet war.
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An der Rezeption sind wir nett empfangen worden und schon ging es zu unseren Suiten. Ja wir hatten Suiten gebucht…..es war zwar nicht ganz so wie wir es uns vorgestellt hatten (im Internet sah das anders aus und war auch anders beschrieben), aber die Zimmer waren groß, sauber und freundlich eingerichtet. Der Blick aus den Fenstern hatte etwas von „über den Dächern von Budapest“.
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Die Räumlichkeiten die wir gemeinsam nutzen konnten (Küche, Wohnzimmer und Balkon) waren soweit okay, nur hätten wir nicht kochen können, da das Gas abgestellt war. Nach kurzer Besichtigung und Verschnaufpause ging es frisch und munter zu Fuß zur nächsten Hauptstraße um ein Restaurant fürs Abendessen zu finden. Plötzlich fanden wir uns zufällig vor dem berühmten „Cafehaus New York“ wieder.
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Dieses wollten wir uns eh mal anschauen… warum nicht jetzt und es mit einem Abendessen verbinden?? Reingehen und es sich ansehen sollte man auf jeden Fall. Es ist sehr prunkvoll und pompös. Echt toll… und es gibt sogar Live-Pianomusik. Die Bedienung war sehr nett und das Essen war lecker. So konnten wir kurz vor 24 Uhr gestärkt und geschafft in unsere Betten fallen.

Wir hatten zwar ursprünglich unsere Zimmer nicht mit Frühstück gebucht, haben uns am nächsten Morgen aber umentschlossen… was auch eigentlich eine gute Entscheidung war, denn es gab alles und es war gut. Gestärkt wollten wir als erstes zur Donau. Also ging es zur nächsten U-Bahn-Haltestelle – wo wir ein Gruppen-Tagesticket kauften (wir waren ja zu viert) – und fuhren los. Vom Wetter her war es zwar noch sehr bedeckt, aber es war trocken und mild.
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Wir schauten uns um, machten die ersten Fotos z.B. von der „kleinen Prinzessin“ (eine Bronzestatue die auf dem Geländer zum Donauufer sitzt) und schlenderten dann Richtung Kettenbrücke. Irgendwie erinnert mich die Brücke genau wie das Parlamentsgebäude ein wenig an London… wobei einen Budapest so insgesamt eher an Wien erinnert. Wie so viele andere Touristen, gingen wir über die Brücke zum anderen Flussufer um dort dann mit der Standseilbahn den Berg raufzufahren.
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Einen Blick auf diese Bahn sollte man sich nicht entgehen lassen, genauso wenig wie eine Fahrt damit… wenn man sich hinstellt und in die richtige Richtung schaut, hat man auch aus der Bahn heraus eine tolle Aussicht.
Oben angekommen kann man weiter die tolle Aussicht auf die Stadt genießen. Den Burgpalast, der direkt an der Standseilbahn gelegen ist, schauten wir uns von draußen ausgiebig an… und wanderten langsam zur Fischerbastei. Diese könnte auch aus einem Märchen entsprungen sein, mit ihren vielen Türmchen.
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Ein Teil der Fischerbastei ist nur gegen Eintrittsgeld zu begehen… dies kann man sich aber sparen, da ein paar Meter weiter alles frei zugänglich ist. Wenn man sich dort oben aufhält, kommt man natürlich auch an der Matthiaskirche vorbei die ein wunderschönes buntes Dach hat. Wir hatten Glück und konnten uns das laute Glockengeläut anhören, welches lang und sehr beeindruckend war. In unseren Reiseführern hatten wir gelesen, dass es dort oben die älteste Konditorei (Ruszwurm Cukrászda) von Budapest gibt und die Kuchen etc. sehr lecker sein sollten. Also haben wir die Adresse gesucht und dachten, wir könnten bei einem lecken Stück Kuchen den Füßen eine Pause gönnen. Leider sind wir enttäuscht worden. Die Konditorei war zwar ganz nett eingerichtet (wie in einem alten Wohnzimmer von der Oma), aber es war sehr klein und eng. Zudem war die Bedienung sehr unfreundlich. Wir hatten uns noch nicht ganz hingesetzt und 5 Sekunden in die Speisekarte geschaut, da wollte sie die Bestellung schon aufnehmen und ist dann griesgrämig wieder verschwunden. Leider war vieles von der Karte nicht da und wir mussten uns mehrfach umentscheiden. Die Gebäckstücke die wir uns dann ausgesucht hatten waren okay aber nun wirklich nichts besonderes. So machten wir uns auf den Weg zurück zur Bergstation der Standseilbahn. Direkt davor konnten wir uns noch den Wachwechsel des militärischen Wachpersonals ansehen.
Nachdem wir wieder unten waren, sind wir über die Kettenbrücke zurück auf die andere Flussseite gelaufen und sind von dort dann mit der Straßenbahn zum Parlament gefahren. Die Straßenbahnen in Budapest sind sehr altertümlich… sehen gemütlich aus und man fühlt sich in der Zeit zurück gesetzt. Wegen einer Großbaustelle konnten wir leider nicht ganz ans Parlamentgebäude ran. So sind wir also in einem großen Bogen drumherumgelaufen und sind dann in die nächste U-Bahn-Station. Nach ausgiebigem Studium sind wir zur Synagoge (zweitgrößte der Welt) gefahren. Diese haben wir uns allerdings nur von draußen angesehen, denn irgendwie hatte keiner wirklich Lust sich dort anzustellen. Also haben wir davor nur eine kleine Verschnaufpause gemacht und den weiteren Ablauf geplant. Von dort sind wir erst etwas durch die Straßen gebummelt und sind dann nochmals zum Cafe New York. Gestärkt durch einen Milchshake haben wir uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht. Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es am frühen Abend zum Abendessen. In Fußnähe zum Hotel befand sich eine „Restaurant-Meile“ (“Liszt Ferenc tér” ). Wir hatten vorher schon davon gelesen… und wirklich reihten sich eine Menge Restaurants verschiedener Art aneinander. Nach einem Rundgang  (es ist eine Art Platz… in der Mitte gibt es eine kleine längliche Grünanlage und an beiden Seiten gibt es eine Art Strasse auf der sich eigentlich nur Restaurants und Cafes befinden.) haben wir uns für eins entschieden und haben neben einem leckeren Radler auch gut gegessen. Da das Wetter ja sehr gut war, saßen wir natürlich draussen… Nachdem es irgendwann dunkel war, war es Zeit um zum Donauufer aufzubrechen und sich Budapest bei Nacht anzusehen. Unter anderem ist die Burg wunderschön beleuchtet und man kann tolle Fotos machen. Spät und geschafft ging es dann nur noch ins Bett.

Der nächste Tag fing mit einer gemütlichen Stärkung beim Frühstück im Hotel an, um dann gut gelaunt zur nächsten U-Bahn-Station zu laufen. Da wir zur Markthalle an der Freiheitsbrücke wollten, mussten wir unterwegs noch von der U-Bahn in eine Straßenbahn umsteigen. Zum Glück alles gut erreichbar ohne große Warterei. Die zentrale Markthalle ist ein sehr schönes altes Gebäude und im Inneren gibt es eigentlich alles zu kaufen. Frisches Obst und Gemüse gibt es  in rauen Mengen, aber auch Kunsthandwerk und Souvenirs werden – meistens in der zweiten Etage – angeboten. Die Halle ist echt riesig und man kann gut seine Zeit dort verbringen. Alleine die Berge von Obst und Gemüse sind sehenswert.
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Bei schönstem Wetter führte uns unser Weg im Anschluss über die Freiheitsbrücke ans andere Flussufer. Die Brücke macht einiges her, besteht sie doch aus einer Art Gitterkonstruktion mit vielen Verzierungen und hübschen Details.
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Als Tourist braucht man schon eine ganze Weile um über diese Brücke zu kommen… es gibt an jeder Ecke etwas Neues und Anderes an der Konstruktion zu sehen. Und der Ausblick in alle Himmelsrichtungen ist auch nicht zu vernachlässigen. Zum Beispiel konnten wir einen tollen Blick auf die auf einem Hügel stehende Freiheitsstatue werfen.
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Auf der anderen Seite angekommen, wanderten wir den Gellértberg etwas hoch und machten am St. Stephans-Denkmal eine kleine Pause. Von hier hat man einen wundervollen Blick z.B. auf die gerade überquerte Freiheitsbrücke. Ein paar Schritte entfernt befindet sich die in den Felsen gehauene Felsenkapelle.
Direkt gegenüber  auf einer weiteren Anhöhe, bestaunten wir das Gellért-Bad. Ein Thermalbad, welches von außen (aber wohl auch von innen) sehr stilvoll und pompös ist.
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Am Flußufer ging es dann Richtung Elisabethbrücke und weiter zur Kettenbrücke. Auf dem Weg dorthin konnten wir noch mal schöne Bilder vom Parlament machen. Ein Stück hinter der Kettenbrücke sind wir dann wieder in die U-Bahn gestiegen um uns unter der Donau wieder auf die andere Seite bringen zu lassen. Dort haben wir uns dann auf den Weg zur St. Stephans-Baslilika gemacht. Ein sehr schönes Gebäude mit einem tollen langgezogenen Platz davor. Auch innen sehr beeindruckend… wie prunkvolle Kirchen im Inneren halt so sind.
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Wir waren viel gelaufen und so hat uns unser Hunger dann zu einer Mittagspause verleitet. Im Café Gerbaud ließ es sich draußen im Biergarten super bei einem leckeren Getränk und gutem Essen aushalten. Bei der Gelegenheit muss man auch mal zur Toilette gehen, so hat man die gute Gelegenheit sich das Café von innen anzuschauen. Auch wieder sehr alt und ehrwürdig – wie so vieles in Budapest. Dann war noch ein wenig Shoppen und Bummeln angesagt bevor es zum Hotel ging und wir uns abends noch eine leckere Pizza gegönnt haben. So waren wir gut gestärkt um am nächsten Vormittag wieder zurück nach Düsseldorf zu fliegen.

Tanja

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