Reisebericht USA 2012 – Teil 2 – Los Angeles → „Calico” Ghost Town → Laughlin

Reisebericht USA 2012 – Teil 2 – Los Angeles → „Calico” Ghost Town → Laughlin

Tag 2 – Sonntag 26.08.2012

Jetzt sollte unsere Reise endlich so richtig losgehen. Den Abend vorher hatten wir vereinbart, uns gegen 7 Uhr zu treffen. Da die Hotelzimmer ohne Frühstück gebucht waren, war unsere erste Anlaufstelle an diesem Morgen „Randy’s Donuts“.
Der ein oder andere hatte sich auf dem Zimmer schon einen Becher Kaffee gegönnt und hatte jetzt halt nur noch Hunger. In den Hotelzimmern gibt es überall meist so 1-Tassen-Kaffeemaschinen… ganz praktisch, wenn sie nicht irgendeinen Defekt haben, wie die in unserem Zimmer. Ich musste die Maschine 4x anwerfen, bis mein Becher voll war. Naja, so kommt wenigstens keine Langeweile auf. Dafür schmeckte er aber recht gut.

Kaffeemaschine

Zurück zu „Randy’s Donuts“… Der Laden ist wie ein kleiner Kiosk mit einem riesigen Donut auf dem Dach und zusätzlich mit zwei Drive-In-Schaltern.
Bei der Auswahl die es dort gibt, kann man sich nur schwer entscheiden was man denn nehmen soll… und das beste: Diese Donuts sind wahnsinnig lecker!! Wir haben 1 Karton mit 12 unterschiedlichen genommen. Direkt dort auf dem Parkplatz wollten wir die guten Teile aber nicht verspeisen, sondern uns etwas außerhalb von Los Angeles ein Rastplätzchen suchen.

Randy’s Donuts
Auch für die unter uns, die Großstädte gewöhnt sind… Los Angeles ist riesig. Es dauert eine Ewigkeit bis die Ausläufer der Stadt enden. Und die Autobahnen nehmen auch ganz andere Dimensionen an. Das heißt, es gibt da nicht 2 Spuren in eine Richtung, nein nein… die Amerikaner haben da schon etwas mehr zu bieten. 4 Spuren in Großstädten mit einem wilden Gewusel sind normal. So hat man durchaus manchmal den Eindruck, dass man sich auf einer 12-spurigen Autobahn mit mindestens noch mal 6 Auf- und Abfahrten befände.
Da es keinerlei Rastplätze gab, sind wir einfach irgendwo rausgefahren und haben dann am Straßenrand – mitten im Nirgendwo – gehalten um unseren Hunger zu stillen.

Gut gestärkt  ging es nun in Richtung der „Calico“ Ghost Town. Die Gegend bis dort hin wurde schon immer karger und die Temperaturen kletterten auch immer weiter nach oben. Willkommen in der Wüste, willkommen in den Weiten der USA.

Calico

Die Ghost Town liegt in den Hügeln und zeigt den Touristen, wie die Städte früher mal waren. Mit viel Liebe aufgebaut und hergerichtet, dafür muss man dann allerdings auch 8$ (ca. 6 Euro) Eintritt zahlen. Es lohnt sich aber, es ist sehr schön anzusehen und wenn man will, kann man auch schon die ersten Souvenirs kaufen. Den Parkplätzen nach zu urteilen, werden dort durchaus Menschenmassen erwartet. Was uns aber zum Glück erspart blieb. Vielleicht kommen die Massen erst nachmittags.
Es wurde immer wärmer und wir waren froh, uns morgens doch schon für luftige kurze Sommerklamotten entschieden zu haben.

Da die Mittagszeit gekommen war, meldet sich der Hunger und wir fanden „Peggy-Sue‘s 50’s Diner“. Als wir reinkamen, hatten wir schon die Befürchtung, dass wir keinen Platz bekommen würden. Es war Sonntag und irgendwie waren alle Einheimischen dort vor Ort. Wir wurden in eine Wartereihe gereiht und bekamen nach ca. 10 Minuten einen gemütlichen Platz zugewiesen. Die Bedienung war nett, das Essen lecker und die gesamte Atmosphäre war urig und schön.

Peggy-Sue‘s Diner - aussen

Gut gesättigt ging die Fahrt weiter nach Laughlin. Endlich sahen wir wieder Häuser und nicht nur Gegend. Auf dieser Etappe fuhren wir von Kalifornien nach Nevada. Man merkte es sogar an den Straßen… kaum waren wir in Nevada, wurde die Qualität der Straßen schlagartig besser.
Laughlin ist eine Casino-Stadt am Colorado River. Da wir unser Nachtlager in einem dieser Casino-Hotels aufschlagen sollten, hatten wir auch keine Mühe dieses zu finden. Die Zimmer im „Aquarius Casino Resort“ waren groß und angenehm und wir konnten nicht nur aufs Parkdeck sondern auch teilweise auf den Colorado River schauen.
Mittlerweile merkte man ganz deutlich, dass wir in der Wüste angekommen waren… wir hatten so knappe 110°F (43°C). Trotzdem – und im Auto hatten wir ja Klimaanlage –  machten wir uns auf den Weg, einen Supermarkt zu finden. Nach langem Suchen fanden wir endlich einen und konnten dort dann direkt mit der nächsten Suche beginnen. In den USA ist es nämlich unheimlich schwierig, Mineralwasser mit Kohlensäure zu bekommen.
Um für den nächsten Tag gerüstet zu sein, wurde unser cooler Minivan auch direkt das erste Mal betankt. Auch dies ist etwas anders als man es von Deutschland her gewohnt ist. In den USA bezahlt man in den meisten Fällen direkt an der Zapfsäule, z.B. mit Kreditkarte. Man steckt also die Kreditkarte in den Automaten und kann tanken.
Zurück am Hotel wollten wir uns ein wenig die Füße vertreten und am Colorado River entlang spazieren. An sich eine tolle Idee… es war schon dunkel und die Atmosphäre mit der ganzen Beleuchtung war schon toll, aber leider gab es auch Mengen von nervenden Insekten. Was witzig war, es gab dort am Wegesrand einige Stinktiere, Katzen und Ähnliches.
Im Casinobereich unseres Hotels gab es einen Subway, bei dem wir unseren Hunger stillen konnten und dann haben wir noch einen Dollar in einen Spielautomaten gesteckt (und leider keinen Jackpot gewonnen). Danach war es auch schon wieder an der Zeit, in die Betten zu verschwinden.

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Tanja

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