Zürich im Oktober 2019

Zürich im Oktober 2019

Einfach mal in die Schweiz, einfach mal nach Zürich, dort einfach mal einen Freund besuchen und einfach mal zu einem Eishockey-Auswärtsspiel. Für all das benötigt man nur ein paar Tage. Also: gesagt – getan.
Angefangen hat es eigentlich im Januar 2019 als ein befreundeter Schweizer Eishockey-Fan uns besuchen kam und sich mit uns zusammen das DEL-Wintergame in Köln angesehen hat. Leicht daher sagte er sowas wie „ihr könnt mich ja auch mal besuchen kommen“ und „hey dann kommt ihr in Zürich auch mal mit zum Eishockey“ und ähnliches. Tja und dann haben wir darüber nachgedacht. Als dann der neue Spielplan für die Saison 19/20 rauskam, bot sich da eine klasse Möglichkeit. Also haben wir uns im Oktober ein paar Tage in ein Hotel in Zürich eingebucht.

Die Autofahrt nach Zürich verlief problemlos bei bestem Wetter, nur das Auffinden des Hotels war ein wenig schwierig. Dank Baustelle kam man nur über Umwege dort hin. Letztendlich haben wir es geschafft, und am frühen Nachmittag konnten wir uns frisch machen und uns häuslich einrichten. Wir waren in einen B&B-Hotel untergekommen. Das Zimmer war sauber, nett eingerichtet und es war alles da was man so brauchte.

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Dank Internet kann man sich heutzutage ja bestens in seiner Umgebung orientieren. Das Wichtigste: Wo ist die nächste Haltestelle für Bus/Bahn um in die Innenstadt von Zürich zu kommen? Dank der immens hohen Preise für ein Hotelzimmer, hatten wir uns nämlich etwas außerhalb einquartiert. Die nächste Haltestelle war ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt und so sind wir losgezogen. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert übrigens hervorragend in Zürich und das auch noch zu einem vernünftigen Preis. So fuhren wir mit der Tram direkt ins Zentrum und wir konnten uns – bei Sonnenuntergang – einen ersten Überblick über den Zürichsee und die wichtigsten Bauwerke verschaffen. Kurz gesagt: Toll! Es gibt ganz viele Schwäne und man sieht die Alpen… hach…

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Am späten Abend waren wir mit unserem Freund zum Abendessen (ich habe vorzügliches Cordon Blue gegessen) verabredet. Und da haben wir auch die Ausmaße des Hauptbahnhofs kennengelernt (genau dort haben wir uns getroffen). Puh… das ist schon fast eine eigene Stadt.

Für den nächsten Tag (ein Samstag) war Sightseeing angesagt und abends dann ein Eishockeyspiel der „ZSC Lions“ in Zürich. Unser Frühstück haben wir übrigens gegenüber vom Hotel in einer Einkaufsmall zu uns genommen. Dort ist die Migros (großer Supermarkt mit allem drum und dran) und da kann man sehr gut frühstücken!
Danach wieder ab in die Tram (Übrigens wenn man mit der Tram unterwegs ist, sollte man mal ganz hinten einsteigen und den „Druckknopf“ am Boden betätigen… damit wird nämlich die hintere Glocke der Tram betätigt.) und bei bestem sonnigen Wetter den Zürichsee einfach mal wirken lassen. Wissen die Einheimischen eigentlich wie gut sie es haben??

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Wir sind also auf und ab geschlendert und sind dann durch die Gassen der Stadt gelaufen. Man sieht immer irgendwas tolles und natürlich durften die Kirchen nicht fehlen… Sankt Peter mit dem größten Kirchturmziffernblatt… Fraumünster… Großmünster… etc.

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Wie überall kommt man auch in Zürich nicht immer kostenlos in diese Bauwerke, aber dann schaut man halt nur von draußen. Was übrigens kostenlos ist, ist das Trinkwasser aus den zahlreichen Brunnen in der Stadt. Das ist eine tolle Sache. Einfach mal ausprobieren, eiskalt und lecker. Trotz warmen Wetter mussten wir uns natürlich eine Tasse Heiße Schokolade bei Sprüngli gönnen (hey, wir waren schließlich im Land der Schokolade!). Lecker!

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Am frühen Nachmittag schnell nochmal ins Hotel, etwas ausruhen und fertig machen für die Abendunterhaltung. Wieder los mit der Tram Richtung Stadion. Vorher musste der Magen natürlich gefüllt werden. Und was soll ich sagen, diesmal wurden wir wieder nicht enttäuscht. In der „Metzgerhalle“ habe ich mir leckeres Rösti mit Tomate und Raclettekäse bestellt.

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Gut gestärkt ging es dann wenige Minuten zu Fuß zum Stadion der „ZSC Lions“. Ruck zuck waren wir drin und schauten uns neugierig um. Also der „Fanshop“ ist sehr klein und zu dem was wir in Düsseldorf kennen echt ein Witz. Ansonsten Hut ab. Anders als bei uns gibt es eine sehr große Getränkeauswahl und viele Sitzmöglichkeiten um in Ruhe noch etwas zu essen. Wir trafen uns in der Hallen-Bar mit einem Kumpel unseres Freundes (der am nächsten Tag auch mit zum Auswärtsspiel unserer DEG wollte). Ja und dann ging es los. Das Stadion ist recht groß und die ZSC Lions zeigen eine echt tolle Pregame-Show.

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Das Spiel war unterhaltsam und es war ein toller Abend mit wirklich netten Leuten. Um noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, sind wir zügig nach Spielende wieder ins Hotel.

Am nächsten Tag – ein Sonntag  – ging es dann zusammen mit zwei Schweizern Richtung Schwarzwald, nach Schwenningen. Dort angekommen gab es ein vorzügliches Mittagessen in einem griechischen Restaurant. Und unsere beiden Schweizer haben bei der Rechnung geradezu gelacht, was ein Spottpreis… in der Schweiz ist halt alles viel teurer.

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In Schwenningen haben wir uns dann ein recht zähes Spiel zwischen den „Schwenninger Wild Wings“ und unserer DEG angesehen. Puh, es ging bis ins Penaltyschießen.

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Wir hatten aber alle unseren Spaß und haben dort tatsächlich noch einen besonderen Fan getroffen. Und zwar den Stan. Ein Plüsch-Schwan der seine Eishockey-Jungs intensiv unterstützt und sich mal mit unserem Günni (der DEG-Fan-Giraffe) treffen wollte. Lustige Angelegenheit. Wen man über die sozialen Medien alles so kennen lernen kann.

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Am nächsten Tag war wieder Sightseeing angesagt. Bei traumhaften Wetter haben wir eine Rundfahrt über den Zürichsee gemacht. Wenn man die richtige Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr hat, sind die Schiffe inklusive. Das war echt toll und entspannend.

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Weiter ging es danach dann wieder kreuz und quer durch die Stadt. Wir hatten uns im Vorfeld zwar Einiges vorgenommen wo wir überall hin wollten… aber wie das dann so ist, irgendwie lassen wir uns dann doch mehr so durch die Stadt treiben.

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Wir haben uns natürlich auch einen heißen Kakao bei Sprüngli (beim ersten Mal waren wir im Hauptbahnhof, diesmal in der Einkaufsstraße) genehmigt, welcher so richtig mit kleinem Silbertellerchen serviert wurde.

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Was auch sehr lohnenswert ist, ist eine Fahrt mit der Seilbahn Rigiblick. Man fährt mit einer Standseilbahn auf den Zürichberg und oben kann man einen tollen Ausblick auf die Stadt, den See und das Umland genießen.

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Ansonsten gibt es einfach überall in der Stadt etwas zu entdecken. Kirchen, alte Gemäuer, Brunnen, witziges, lustiges, Skulpturen, Geschäfte und und und. Abends waren wir dann wieder mit unserem Freund zum Abendessen verabredet. Um es vorweg zu nehmen: Es wurde recht edel! Wir sind mit ihm zusammen mit der Bahn zum/auf den Uetliberg gefahren. Man kann da nicht bis ganz oben fahren, da muss man sich schon noch ein wenig körperlich betuen. Macht ja nix, ein wenig Natur schadet nie. Oben angekommen hat man einen tollen Ausblick auf Zürich und Umgebung… Wir bekamen den Sonnenuntergang mit dazu. Herrlich.

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Dann ging es ins Restaurant „Uto Kulm“. Es gehört der gehobenen Klasse an. Was ich sehr positiv fand, man kann in ganz normalen Klamotten da auftauchen und man wird trotzdem wie „König Kunde“ behandelt. Wir wurden an unseren Tisch geführt und dann mussten wir uns entscheiden. Was von den vielen tollen Sachen wollten wir essen?? Wir haben uns fürs Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti entschieden. Genau wie der komplette Service war auch das Gericht erstklassig und super lecker. Auch der Nachtisch war alleine schon ein Highlight für die Augen. Leider weiß ich nicht mehr was es genau war. Es sah auf alle Fälle toll aus und war lecker.

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Rundum ein gelungener Abend (Die Höhe der Rechnung verschweigt man besser, aber da geht man ja schließlich auch nicht jeden Tag hin.). Als Abschluss gab es noch Zürich bei Nacht mit Vollmond.

Am nächsten Tag wurde wieder ein anderer Teil der Stadt erkundet. Und zwar ging es in Richtung „Prime Tower“ und zum Viadukt, dort sind viele kleine Lädchen und Restaurants in den Bögen der Eisenbahnbrücke untergebracht. Auch sollte man sich die Gassen drumherum etwas genauer anschauen. Auch dort kann man nette Dinge finden, wie zum Beispiel die Gasse der schwebenden Regenschirme. Ich hatte sie mir zwar etwas imposanter vorgestellt, aber trotzdem ganz interessant.

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Ja und zur Feier des Tages (es war mein Geburtstag) sind wir in den 35. Stock des Prime Towers gefahren. Der Zugang dorthin geht nicht über den Haupteingang, sondern über einen seitlichen Eingang. Ist aber ausgeschildert und man benötigt auch keine Reservierung. Oben angekommen wird man je nachdem was man essen und/oder trinken will im Restaurant platziert. Da wir uns nur einen Cappuccino genehmigen wollten, bekamen wir einen schönen Platz auf einer Art gemütlichen Bank und konnten durch die Bodentiefen Fenster den Ausblick genießen.

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Auch hier zählt eher „man gönnt sich ja sonst nix und man macht das ja nicht jeden Tag“. Die ganze Atmosphäre im Restaurant war schon beeindruckend, aber das ging auf den Toiletten weiter… Ich nutze ja jede Chance um aufs Klo zu gehen und manchmal – so wie hier – lohnt es sich, eine Kamera mitzunehmen. Sehr stilvoll.

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Nachmittags ging es dann mit einem Snack wieder an den Zürichsee zu den Schwänen. Es gibt genügend Platz um sich irgendwo hinzusetzten, z.B. wie wir direkt aufs Mäuerchen am See.

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Unser spätes Mittagessen/frühes Abendessen haben wir in der Rheinfelder Bierhalle zu uns genommen. Vom Ambiente her ein normales Restaurant bzw. Kneipe ohne Schnick Schnack, aber mit sehr gutem Essen. Auch die Portionen der Gerichte waren recht groß. Gut gestärkt ging es dann wieder ins Hotel, um den restlichen Nachmittag bei Regen mit Kofferpacken zu verbringen.

Zürich ist echt eine Reise wert und wir haben bei weitem nicht alles gesehen. Aber Achtung: Die Schweiz und Zürich ganz besonders ist teuer, also bei Preisschildern etc. nicht erschrecken.

Eine Bildauswahl vom Hotel und Zürich am Abend (1. Tag)

Eine Bildauswahl vom Sightseeing (2. Tag)

Eine Bildauswahl vom Eishockey in Schwenningen (3. Tag)

Eine Bildauswahl von der Bootstour (4. Tag)

Eine Bildauswahl vom Sightseeing (4. Tag)

Eine Bildauswahl der Rigiblick Bahn (4. Tag)

Eine Bildauswahl vom Uetliberg (4. Tag)

Eine Bildauswahl vom Viadukt und PrimeTower (5. Tag)

Eine Bildauswahl vom Sightseeing (5. Tag)

Tanja

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