
(Torri Xutu // Blaue Grotte // Haġar Qim Park — San Anton Garden)
Als nächstes Stand ein Tagesausflug in den Süden Maltas auf dem Plan. Dieser führte uns zuerst zum „Torri Xutu“. Dies ist ein ehemaliger Wachturm in der Nähe des Dorfes „Wied iż-Żurrieq“, den man theoretisch auch besteigen kann…
Leider war er gerade geschlossen als wir da waren. So haben wir uns halt einfach nur so umgesehen, was auch toll war. Natur, tolle Farben und eine grandiose Aussicht…egal wo man gerade steht. Der Turm liegt an einer Straße die natürlich auch ein paar Ess- und Trinkgelegenheiten etc. beherbergt.
Danach gings ein wenig der Straße nach zur blauen Grotte, die wir uns „nur“ von oben vom Aussichtspunkt, dem Viewpoint in Zurrieq, aus angeschaut haben… atemberaubend schön. Man hat einen super schönen Ausblick über das Meer, auf eine sehr beeindruckende Felsformation und eben auch auf die blaue Grotte. Sie ist ca. 40 Meter hoch und beeindruckt mit einem riesigen Eingangsbogen.
Man kann sich die Grotte übrigens auch von nahem ansehen. Da sie allerdings ausschließlich über die Bucht von Wied-iz-Zurrieq aus zu erreichen ist – also nur über’s Wasser – muss man halt einen Bootsausflug machen.
Wir waren natürlich auch nach Malta um ganz ganz alte Steine zu sehen. ;-) Und so mussten wir einfach zu den Tempelanlagen von „Ħaġar Qim“ (übersetzt „Stehende Steine“) und Mnajdra. Die Tempelanlagen sind gut erhalten, gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und sollen zwischen 3600 und 3200 v. Chr. entstanden sein.
Vor der Außenanlage ist ein kleines, nett gestaltetes Museum und man kann sich einen 4D-Film ansehen, der z. B. Ausschnitte der Ausgrabungszeiten zeigt. Ich persönlich hatte mir mehr von dem Film versprochen, man kann auf ihn meiner Meinung nach auch verzichten.
Nach dem Museum geht es über einen kurzen Fußweg zum 1. Tempel („Ħaġar Qim“). Danach geht es über einen etwas längeren Weg, aber gut angelegten Fußweg, ein Stück näher zur Küste zum 2. Tempel („Mnajdra“). Es ist schon sehr beeindruckend was die Menschheit vor so vielen Jahrtausenden alles gebaut hat. Sie Lage ist traumhaft: einsam, inmitten der freien Natur und dem blauen Meer zugewandt.
Seit ein paar Jahren werden die Steine – oder die Besucher? – durch riesige Schutzdächer vor der Witterung geschützt. Sieht nicht wirklich schön aus, aber so läuft man – vor allem im Sommer – nicht ausschließlich in der sengenden Sonne rum.
Übrigens gibt es in den Tempelanlagen auch den größten Stein der je für einen Tempel auf Malta verwendet wurde. Er ist 4 Meter hoch, 7 Meter lang, 60 cm dick und 20 Tonnen schwer.
Ein Tag mit vielen toller Eindrücken ging zu Ende. Unsere gute Bekannte, die auf der Insel lebt und mit uns zusammen diesen Ausflug unternommen hat, hat uns zusätzlich mit vielen Informationen versorgt.
Den Abend haben wir mit einen leckeren Cocktail und Abendessen im Hotel beendet.
Wobei, so ganz beendet war der Abend dann doch noch nicht. Wir lagen schon im Bett, als es draußen knallte und es immer mal wieder hell wurde. Zu unserer Urlaubszeit auf Malta fand das alljährliche Internationale Feuerwerksfestival statt. Feuerwerke haben auf den Inseln Maltas eine große Tradition und gehen bis in das 16. Jahrhundert – die Ära des Malteserordens – zurück. In rund 35 Feuerwerksfabriken auf Malta und Gozo werden noch heute mit großem Stolz und viel Leidenschaft Feuerwerkskörper für die lokalen Patronatsfeste hergestellt.
Und für uns vollkommen unvorbereitet fand das Feuerwerk dort bei uns in der Bucht einen Tag eher statt, da die Wettervorhersage für den nächsten Tag nicht gut war. Folge dessen konnten wir auch nur ein paar Handyfotos machen.
Am nächsten Tag wollten wir nicht ganz so viele alte Steine gucken und haben uns für einen Spaziergang durch den öffentlichen Teil des „San Anton Garden“, dem Park des Amtssitzes des Präsidenten (Eintritt ist frei), welcher umgeben von Villen und Wohnhäusern ist. Dieser befindet sich in Balzan bzw. Attard, oder auf der Grenze dieser beiden Gebiete…ich bin mir da nicht ganz sicher.
Da wir ja wieder mit dem Bus unterwegs waren, kommt man ja nicht immer genau an der Sehenswürdigkeit an. So mussten wir auch diesmal erst noch ein Stück zu Fuß gehen und da entdeckt man ja immer wieder dies und das. Diesmal haben kamen wir zum Beispiel in Balzan noch an der Pfarrkirche vorbei. Diese ist aus dem Jahre 1706 und hat einen einzelnen Glockenturm neben sich stehen. Leider konnten wir nicht rein.
Nun zu unserem eigentlichen Ausflugsziel.
Im „San Anton Garden“ findet man verschiedene Pflanzen- und Baumarten aus der ganzen Welt und an der Nordwestseite einen kleinen Schildkrötenbrunnen. Der Park ist eine richtige Oase, auch wenn an manchen Stellen durchaus mal etwas repariert werden könnte.
Man schlendert hin und her, entdeckt immer wieder eine Vielzahl von Blumen und aus der ganzen Welt stammende alte Bäume, etliche Skulpturen, Springbrunnen oder aber auch unterschiedliche Tiere (Enten, Schwäne, Hühner etc.) und schließlich haben wir Rast bei den Schildkröten gemacht.
-> Hier geht’s mit dem nächsten Teil unserer Malta-Reise weiter (07).
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