24. Mai bis 31. Mai 2025
Direkt um die Ecke von unserer Ferienwohnung befand sich die Grube Samson.
Hört sich irgendwie lustig an, aber…
Dort wurden von 1521 bis 1910 vor allem Silbererze gefördert. Der Samson zählte lange zu den tiefsten Bergwerken der Welt. Und dort steht die weltweit einzige noch betriebsbereite „Fahrkunst“.
Beeindruckend sind auch die beiden Wasserräder, das 9 m hohe Kehrrad von 1820 und das 12 m hohe Kunstrad. Das heutige Gebäudeensemble ist das letzte komplett erhaltene Bergwerk des historischen Oberharzer Erzbergbaus. Seit 2010 gehört die Grube Samson als Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Ganze befindet sich in einem relativ unspektakulären Gebäudekomplex – in dem sich zudem auch ein kleines Museum befindet – nahe einem Sportplatz.
Die „Fahrkunst“ war mir vorher überhaupt kein Begriff. Die Fahrkunst diente lange Zeit zur senkrechten Personenbeförderung in Bergschächten. Nachdem ich das gesehen hatte, musste ich mal wieder sagen: Irre, was die Menschen sich früher alles haben einfallen lassen. Abenteuerlich, aber es funktioniert.
Bei der Führung haben wir viel interessante Dinge gehört und auch gesehen, inklusive einer kleinen kurzen Tour durch einen Stollen bei der wir unterhalb des Gebäudes im Wald wieder ans Tageslicht kamen.

Im Harz gibt es bekanntlich Berge. Nicht irre hoch, aber hoch genug um nicht unbedingt zu Fuß hoch gehen zu wollen.
Also haben wir die Variante gewählt „ganz gemächlich hinauf auf den Berg schweben“.
Das kann man mit der Burgseilbahn (Sessellift) in Bad Lauterberg machen. Direkt im Ort in einer Seitenstraße ist die recht unscheinbare „Talstation“.

Oben angekommen gibt es ein tolles Lokal mit gigantischer Aussicht und leckerem Essen/Trinken zu einen guten Preis und super freundliches Personal. Da kann man wirklich gut verweilen. Und da wir „faul“ waren , ging es natürlich mit dem Sessellift auch wieder runter ;-)
Einen Ausflug ins Nachbarbundesland haben wir auch unternommen. Und zwar nach Quedlinburg, welches in Sachsen-Anhalt liegt und ist Welterbestadt.


Die historische Innenstadt ist wirklich sehenswert und einen Besuch wert. Leider gab es zum Beispiel an der „Stiftskirche St. Servatii Dom“ eine große Baustelle und man hätte tatsächlich Eintritt zahlen müssen um in den Dom zu kommen. Auch hat es leider mehrfach geregnet.
Aber dann muss man sich halt unterstellen oder irgendwo einkehren, sprich es war auch in diesem Städtchen wieder mal Zeit für Kuchen.


Auf dem Rückweg ging es zur Rappbodetalsperre.

Die Rappbodetalsperre ist eine von 1952 bis 1959 errichtete, aus Talsperre, Wasserwerk, Wasserkraftwerk und Stausee bestehende Stauanlage im Harz. Zudem gibt es auch viel Action… Die längste Hängebrücke Deutschlands, einen Aussichtsturm, die größte Seilrutsche Europas etc..
Wetterbedingt haben wir nur die Aussicht und ein Softeis genossen.
An einem regenfreien Tag rief der nächste Berg. Also auf zum Wurmberg… den wir aber auch wieder mit der Seilbahn erklommen. Dieser ist weit mehr als einfach nur ein Berg. Er ist mit knapp über 971 Metern der höchste Gipfel Niedersachsens.

Also mit der Gondel nach oben (auch hier war das Waldsterben sehr präsent), dort ein wenig umherspaziert und dann noch hoch auf den Turm. Das war allerdings wirkliche Abzocke für nix. Der 360°-Panoramablick war zwar da, aber da es rundherum nur Glasscheiben gab, war das wegen den Spiegelungen sehr schlecht und es war zudem mega warm da oben, wegen fehlender Lüftung. Dann gab es noch ein „Highlight“ einen Glasboden… Also da passten maximal vier Füße drauf. Alles in allem, den Besuch des Turms kann man sich sparen! Ansonsten ist es da oben auf dem Berg wirklich sehr schön. Vor allem kann man schön um den See herum spazieren. Der See dient als Speichersee für die Schneeerzeugung.
Für den nächsten Ausflug ging es nach Sachsen-Anhalt in das hübsche Städtchen Wernigerode. Ein wirklich schöner historischer Stadtkern mit ganz vielen bunten Fachwerkhäusern.
Kurzentschlossen sind wir in Wernigerode mit der Bimmelbahn hoch zum Schloß gefahren. Während der Fahrt bekommt man noch so 3-5 Touristeninfos mitgeteilt und dann kann man sich oben am Schloss im Trubel umsehen. Je nach Wetterlage ist es halt leider durchaus voll. Das „Innenleben“ des Schloßes haben wir nicht besichtigt, man hätte nämlich noch nichtmals fotografieren dürfen. Nach einem kleinen Rundgang und viel Aussicht ging es mit der Bimmelbahn wieder runter in die City.
Und dann war unser Urlaub auch schon wieder vorbei.
Auf dem Rückweg haben wir in dem tollen Restaurant an dem BS-Ost-Autohof noch ein ausgiebiges Frühstück zu uns genommen.







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