Eine Woche ging es in diesem Mai für uns nach Bayern in die Berge, ganz in die Nähe von Garmisch und der Zugspitze. Die Wettervorhersage war nicht so toll… aber erstens kann man am Wetter eh nix machen und zweitens “lügt” der Wetterbericht oft und es wurde tatsächlich besser als erwartet.
Da wir uns über Österreich unserem Urlaubsquartier genähert haben, haben wir den Plansee bestaunen dürfen. Dieser liegt in Tirol und ist der zweitgrößte See Österreichs. wir haben ein paar Fotostopps gemacht und die Aussicht einfach genossen.
Dann ging es zügig weiter nach Farchant. Farchant ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen und liegt zudem in der Region Zugspitzland.
Wir haben diesen Ort als schön und recht ruhig empfunden, wobei wir jetzt auch nicht zur Hochsaison dort waren.
Wir hatten uns in eine Ferienwohnung am Randes des Ortes einquartiert, wo wir vom Balkon aus freie Sicht auf die Zugspitze hatten… wenn diese nicht gerade von Wolken eingehüllt waren.
Bei der Auswahl es Lokals für unser erstes Abendessen im Urlaub haben wir direkt einen Glücksgriff gelandet. Im Gasthof “Alter Wirt” konnte man super essen und bei entsprechendem Wetter auch im Biergarten sitzen.
An unserem ersten Abend sah man nicht nur die Einheimischen auf ihren Traktoren nach Hause fahren oder eben die Einheimischen am Stammtisch, nein man konnte auch eine Gruppe Kühe beobachten. Diese gingen recht selbstbewusst und zielsicher mitten über die Hauptstraße von der Weide zurück in den Stall. Natürlich mit viel “Muuuuh” und Gebimmel der Glocken, die die Kühe in Bayern halt um den Hals hängen haben. Richtig idyllisch.
Bei gutem Wetter wollten wir auf jeden Fall auf die Zugspitze. In der Neben- bzw. Zwischensaison muss das gut geplant werden. Denn wie wir wussten hatte die Zugspitze – wegen Wartungsarbeiten – nicht an allen Tagen auf. Der erste echte Urlaubstag, der Sonntag, versprach sehr gutes Wetter.
Man konnte die Tickets einen Tag vorher schon online kaufen, was uns aber wegen dem Wetter zu unsicher war. Also morgens ab nach Garmisch und Tickets organisieren. Dann in Ruhe fertig frühstücken und Sachen packen.
An diesem Tag war die Gondelbahn geschlossen, dafür aber die Zahnradbahn geöffnet. Dies bedeutete aber auch gleichzeitig, dass die Fahrt hoch auf den höchsten Berg Deutschlands wird dauern… so ca. 1,5 Stunden. Die Hälfte der Strecke ist schön, da fährt man durch die Natur und hat viel zu gucken. Dann wird es dunkel, da es durch den Berg nach oben geht. Oben angekommen und schon sah man sich sehr vielen Menschen gegenüber, da hatten wohl einige die gleiche Idee wie wir. Und es war warm! Die Zugspitze ist mit 2962 m ü. NHN der höchste Gipfel Deutschlands (den Deutschland sich übrigens mit Österreich teilt), aber kalt war es nicht wirklich. Wenn man nicht gerade im Schatten stand oder im tauenden Schnee saß, hätte man gut in kurzer Hose und T-Shirt dort rumlaufen können.
Was soll ich sagen?? Der Ausblick war gigantisch.
Was den An-/Ausblick vielleicht etwas unschön gemacht hat, war der ganze Saharastaub der da auf dem Schnee lag…
Man konnte viel rumlaufen, was essen & trinken und natürlich mit einer Gondel bis wirklich ganz nach oben fahren. Dort wo auch das Gipfelkreuz ist und der Deutsche Wetterdienst zu finden ist. Theoretisch kann man dort auch die Grenze nach Österreich überschreiten. Was leider an diesem Tag aber nicht möglich war, da die Österreicher auf ihrer Seite irgendeine Feuerwehr-Veranstaltung hatten.
Nach Garmisch haben wir auch einen Ausflug gemacht. Der Tag fing regnerisch an und auch bei unserem Stadtbummel sollten wir immer mal wieder Bekanntschaft mit dem Regen machen.
Wir sind durch das Städtchen geschlendert, haben uns den Kurpark angesehen, sind in den ein oder anderen Laden reingegangen und natürlich auch in eine Kirche. Besonders “da unten” sind die Kirchen innen ja immer sehr prunkvoll. Wir haben uns die Pfarrkirche St. Martin angesehen… wirklich sehr prunkvoll.
Zum Glück gibt es an Läden nicht nur die üblichen Verdächtigen, die es in jeder Stadt gibt. Zum Beispiel der Seifenladen “die Seifensieder”….toll, oder auch die vielen Souvenirläden wo es z.T. wirklich allerhand tolle Dinge zu entdecken gibt.
Gestärkt haben wir uns erst mit einem wirklich leckeren Milchkaffee bei “Pano”. Dort war auch die Toilette echt speziell. Immer wenn ich kein Handy dabei habe, ist das Klo sehenswert…so ein Mist. Das Waschbecken war hinter dem Klo. Also wirklich dahinter, man konnte nicht drumherum laufen sondern man musste sich über das Klo beugen um an das Waschbecken zu kommen.
Am späten Nachmittag haben wir dann noch lecker im “Hofbräustüberl” gegessen.
Zum Thema essen: Mit dem Gasthof in unserem Ort hatten wir ja echt Glück, leckeres Essen, nette Bedienung etc.. Aber das italienische Restaurant “Pizzeria Vesuvio” ist echt nicht zu empfehlen. So schlecht habe ich noch nie bei einem Italiener gegessen. Keine frischen Champignons in den Nudeln, schlecht gewürzt und einfach nicht gut.
Ach und Wetter… ja das hatten wir. Den größten Teil der Zeit hatten wir tatsächlich gutes Wetter. Es war warm, die Sonne schien und es gab ein paar hübsche Wolken. Aber wir hatten auch sintflutartigen Regen und Gewitter mit Stromausfall. Gewitter in den Bergen ist ja auch nochmal etwas spezieller… Wenn man irgendwo sicher im Trockenen sitzt, kann man sich das durchaus ansehen. Richtiges Wetterleuchten, plötzlich sind die Berge wieder da, die eigentlich von den Wolken verschluckt wurden.
Nicht weit von unserer Ferienwohnung entfernt gab es die Kuhfluchtwasserfälle. Zu denen haben wir uns an einem Vormittag aufgemacht.
Man muss sagen der Weg dort hin war echt gut…breit genug und am Anfang mit reichlich Bänken. So konnte man alle paar Minuten stehen bleiben und den Blick schweifen lassen. Toll sah das dort aus. Wir sind nicht bis ganz nach oben gewandert. Irgendwann kam eine Brücke und danach hätte man relativ steile Treppen nach oben nehmen müssen.
Da ich es mit den Knieen habe, haben wir darauf verzichtet. Aber auch an der Brücke konnte man schon einiges der Wasserfälle sehen. Eine wirklich lohnenswerte Wanderung, mit vielen Möglichkeiten eine Pause einzulegen.
Eine ganz tolle Sache ist es, einfach mal hoch oben auf dem Berg zu frühstücken. Genau das haben wir getan. Wir sind auf den Wank (1780 m ü. NHN) hoch und haben oben lecker gefrühstückt. Eigentlich gibt es da Kombitickets… Gondelfahrt inklusive Frühstück. Die kann man aber nur online einen Tag vorher kaufen, was bei uns leider nicht funktioniert hat. Also sind wir morgens so hoch. Und es hat sich sowas von gelohnt. Bei bestem Wetter haben wir auf der Sonnenalm ein reichhaltiges und leckeres Frühstück zu uns genommen. Auch das Personal war super nett.
Das ganze dann eben mit einem tollen Panoramablick auf die Berge. Später am Tag sind wir dort dann auch nochmal eingekehrt und haben uns einen Kaiserschmarrn gegönnt.
Ansonsten kann man dort auch viel wandern/spazieren gehen. Da ist auch ein einfacher und harmloser Rundweg dabei. Man kann sich aber auch einfach auf einem der Bänke nieder lassen und den Gleitschirmfliegern zu schauen.
Auch einen Ausflug zum Tegernsee haben wir unternommen. Wir waren bei der “Naturkäserei Tegernsee” in Kreuth und haben dort eine liebe Person endlich persönlich kennengelernt, die wir durchs Internet vor vielen Jahren kennengelernt haben. Wir haben natürlich auch die Käserei besichtigt (es gibt öffentliche Führungen), interessante Dinge erfahren (danke an Sepp, der die Führung sehr unterhaltsam gemacht hat) und später ein bisschen im Laden eingekauft, da uns die gereichten Probierhäppchen sehr gut geschmeckt haben. Man kann dort übrigens auch einfach mal so ein Päuschen machen und was leckeres essen und trinken.
Da wir schonmal da waren, haben wir auch einen Abstecher direkt an den See zur Stadt Tegernsee gemacht. Hübsch dort.
An unserem letzten Urlaubstag waren wir dann noch am Eibsee. Der liegt direkt am Fuße der Zugspitze und kann theoretisch komplett umrundet werde. Diese Wanderung war uns dann doch zu anstrengend.
So sind wir nur ein Stückchen gelaufen und haben dabei ausgiebig die Natur und die tolle Farbgebung des Sees bewundert. Echt faszinierend.
Zur Belohnung haben wir dann noch direkt am See was Leckeres gegessen.
Übrigens hatten wir an unserer Ferienwohnung sehr nette Nachbarn. 3 Hühner und 6 total süße Schafe.
Insgesamt kann man sagen, es war sehr schön. Die Wohnung war schön, die Gegend war toll und man konnte viel unternehmen.
Diese Reise haben wir nachträglich auf FindPenguins getrackt:
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