Ludwigs Abenteuer – Folge 19

Nach meinem Besuch in Düsseldorf ging meine Reise weiter in den Hohen Norden der Republik. Genauer gesagt in die nördlichste kreisfreie Stadt, die Deutschland zu bieten hat. Flensburg! Mein Gastgeber dort war Bernd Fim.

Wie ich es eigentlich schon gewohnt bin, gab es nach meiner Ankunft erst einmal eine sehr herzliche Begrüßung. Erfreulicherweise hat mich DHL dieses Mal auch sehr schnell transportiert. Die Reiseetappe dauerte nur einen Tag. Trotzdem haben wir noch schnell eine kleine Inventur gemacht, um zu sehen ob denn auch alle meine Souvenirs und natürlich auch mein Reisebegleiter Leo die Reise wohlbehalten überstanden haben.
Da ich selbst auch ein guter Gastgeber sein kann, habe ich meinen neuen Freund – die quietschvergnügte grüne Werder-Ente – zu mir ins Reisekistchen eingeladen. Ich habe dann auch schon ganz leise ins Ohr geflüstert bekommen, was mich in den nächsten Tagen so an Abenteuern erwarten würde.

Am nächsten Tag durfte ich dann zuerst mit in die Hochschule Flensburg. Dort habe ich gezeigt bekommen, wie man im „Audiolabor“ Audiofiles bearbeitet. Das sieht auf den ersten Blick alles ganz schön kompliziert aus mit den vielen Knöpfen und Reglern. Nach ein bisschen Übung durfte ich dann sogar einige Audiofiles anhören und entscheiden, ob sie für die weitere Verwendung freigegeben werden können. Und – natürlich!!! – habe ich auch die Chance genutzt, im Tonstudio mal richtig ordentlich ins Mikrofon zu brüllen. Das hat Spaß gemacht! Ob ich diese Tonaufnahme vielleicht irgendwann noch bekomme, um sie auf der Homepage einzubinden??

Nach der Arbeit im Audiolabor ist Bernd Fim mit mir in die Stadt gegangen, um mir ein bisschen was von Flensburg zu zeigen. Als erstes durfte ich dort einen einheimischen Löwen – den originalen Idstedt-Löwen – kennenlernen. Aber der Kerl steht immer an derselben Stelle – da bin ich doch lieber ein Reiselöwe! Die Berliner haben übrigens auch einen Idstedt-Löwen. Aber nur eine Kopie! Hier in Flensburg steht das Original.
Natürlich ging es dann auch relativ zügig zum Hafen, Bei schönstem Wetter haben wir uns da die Schiffe und die Replik eines alten Hafenkrans angeguckt und natürlich auch einfach das allgemeine Treiben beobachtet. Bernd Fim hat mir dann auch noch schnell die nördlichste Fischbude in Deutschland gezeigt.
Nachdem wir noch am Maskenbrunnen waren ging es dann wieder zu Bernd Fim nach Hause. Nach dem langen Tag war dann auch eine ordentliche Stärkung fällig.

Am nächsten Tag ging es dann erst wieder zur Hochschule. Da konnte ich bei der Arbeit schon ganz gut helfen. Bernd Fim war sogar ein bisschen erstaunt, wie schnell ich neue Sachen lerne…
Nachmittags wollte Bernd Fim dann einen kleinen Snack mit mir essen. Da es in Flensburg am Hafen nur diese Fischbrötchen gibt, hat er sich was viel Besseres ausgedacht. Wir sind über so eine Grenze gefahren, die ich bislang nur im Reisekistchen, auf dem Schiff oder im Flugzeug überquert habe. Eigentlich ziemlich unspektakulär diese Grenze, denn ruck zuck waren wir auf einmal in Dänemark. Wir sind nach Kollund gefahren, wo es direkt am Meer die angeblich besten Hot Dogs der Welt gibt. Also die waren wirklich total lecker. Aber ob es die besten der Welt sind kann ich noch nicht bestätigen…dafür muss ich erst noch weiter herumkommen und andere Hot Dogs probieren!
Mit voll gefuttertem Bauch ging es dann wieder nach Flensburg und ich habe mich ziemlich schnell ins Reisekistchen verdrückt. Während meines Aufenthalts bei Bernd Fim hatte ich übrigens eine ganz spezielle „Werder-Decke“. Sehr schön grün und kuschelig.

Am nächsten Tag, es war übrigens schon wieder Freitag, sind wir nochmal ein bisschen durch Flensburg. Bernd Fim hat mir die Flens-Arena am Lars-Christiansen-Platz gezeigt, wo die Handballer der SG Flensburg-Handewitt ihre sportliche Heimat haben. Danach sind wir in die Dolleruper Destille und haben uns angeschaut wie Rum destilliert wird. Und es wurde nicht nur geguckt. Wir durften auch ein paar dieser hausgemachten Köstlichkeiten probieren. Was danach war weiß ich nicht mehr…ich bin erst am nächsten Morgen wieder in meinem Reisekistchen aufgewacht.

Samstags sind wir dann schon früh morgens losgefahren. Ich wusste gar nicht wo es hingehen sollte. Es war eine Überraschung. Natürlich war ich die ganze Zeit gespannt aus dem Fenster geschaut um zu sehen, ob ich erraten kann wo es hingeht. Es ging zum Beispiel über den Nord-Ostsee-Kanal und durch den Elbtunnel. Aber ich habe es dann doch erst erfahren, als wir am Ziel angekommen waren. Unser Reiseziel war Neuharlingersiel an der ostfriesischen Küste.
In Neuharlingersiel war an diesem Wochenende die Kutterregatta. Da haben wir uns natürlich lange aufgehalten und uns die ganzen Kutter angeschaut. Wir konnten uns dabei viel Zeit lassen, denn wir sind ja nicht wieder am selben Tag nach Flensburg zurückgefahren.

Am Sonntag wurde dann erstmal ein bisschen länger geschlafen und mittags gegrillt. Anschließend haben wir die Gegend ein bisschen erkundet. Wir sind über die Felder spaziert und ich durfte ein wenig auf den großen Strohballen toben.
Später waren wir dann noch an und in der Seriemer Mühle. Die war an diesem Tag sogar richtig im Betrieb und ich durfte ein bisschen bei der Arbeit mithelfen. So konnte ich mir ein Bild davon machen, wie schwer es früher für die Müller war, aus Getreide Mehl zu mahlen.

Montags sind wir dann nach Esens gefahren. Das ist nur ein paar Kilometer von Neuharlingersiel entfernt. Dort gibt es ganz viele Bären. Der Bär ist auch das Wappentier der Stadt, da es der Geschichte nach im Mittelalter einmal ein Bär war, der dafür gesorgt hat, dass eine Belagerung der Stadt aufgegeben wurde.
Wir haben uns einige der vielen Bären in der Stadt angeschaut. Aber einen Löwen haben wir dabei auch noch entdeckt!
In Esens habe ich auch ein kleines Reisesouvenir geschenkt bekommen. Eine Münze, die wir selber an einem großen Kasten geprägt haben. Ein tolles Erinnerungsstück für meine kleine Souvenirsammlung.

Nachmittags waren wir wieder zurück in Neuharlingersiel. Da durfte ich mir unter anderem noch die Walrippenbrücke anschauen, deren Geländer tatsächlich aus echten Walrippen bestehen. Dann hat mir Bernd Fim noch die Sache mit den Sieltoren erklärt. Die werden bei Sturmflut geschlossen, damit das Wasser nicht ins Landesinnere gelangen kann. Dann waren wir noch bei einem Stockanker aus dem 16. Jahrhundert und bei einer Robbenskulptur des Künstlers Hösti. Zum Abschluss dieses Ausflugtages sind wir anschließend auch nochmal ein bisschen an den Strand gegangen.
Also dieses Neuharlingersiel ist ja nicht wirklich eine Weltstadt, aber es gibt trotzdem ganz schön viel zu bestaunen!
Abends wurde dann schon mein Reisekistchen vorbereitet, denn am nächsten Tag war ja schon wieder Ab- und Weiterreise angesagt.

Bevor mich Bernd Fim am letzten Tag ins Reisekistchen gesetzt und zur Post gebracht hat, haben wir noch einen Ausflug nach Wittmund gemacht. Dort haben wir das historische Kreishaus und den Jan-Schüpp-Brunnen angeschaut und der Innenstadt einen Besuch abgestattet. Dort gibt es auch die Hands of fame. Handabdrücke und Autogramme von Prominenten, die in Ton gebrannt wurden. Also ist das hier quasi der ostfriesische Walk of fame.
Nach dem Spaziergang durch Wittmund war dann aber auch langsam die Zeit zum Abschiednehmen gekommen.

Und damit war die Besuchswoche bei Bernd Fim auch schon wieder vorbei. Aber es gab für mich mal wieder viel zu erleben. Ostsee und Ostfriesland bei einem Besuch – nicht schlecht, was?

Da im Bericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Auf meiner Abenteuerkarte könnt ihr euch auch übersichtlich anschauen, wo mich meine Reise bisher hingeführt hat und welche weiteren Zielorte bereits geplant sind.
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Kategorie(n): Ludwig

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