Ludwigs Abenteuer – Folge 111 – Teil 2

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Also…jetzt werde ich euch von den weiteren Ausflügen auf Malta berichten. Zuvor muss ich aber noch kurz erwähnen, dass ich die Schreibweise der besuchten Orte teils ein wenig anpassen muss. Die maltesische Sprache hat einige Buchstaben im Alphabet, die man auf der gewohnten deutschen Tastatur vergebens sucht. Aber ich bin überzeugt, dass diese kleine Anpassung den Erzählungswert der Abenteuer nicht schmälern wird. Los geht es…

Hagar Qim Tempel und Mnajdra Tempel:
Hagar Qim ist einer der fünf großen Tempelkomplexe von Malta. Er ist etwa 5.000 Jahre alt und befindet sich auf einem Hochplateau über dem Meer im südwestlichen Teil der Insel. Er verfügt über ein Besucherzentrum mit Museum, dass Big Turtler und ich natürlich auch besucht haben.
Ganz in der Nähe sind dann noch die Überreste des Doppeltempels von Mnajdra zu bewundern. Diese Bauwerke sind schon fast 6.000 Jahre alt.
Auf unserm Weg zurück in die Zivilisation kamen wir dann noch am Hamrija Tower vorbei. Er ist eine Befestigungsanlage aus dem 17. Jahrhundert und entstand unter der Herrschaft des Johanniterordens.

Mdina:
Unser Ausflug nach Mdina haben wir mit einem Besuch von Howard Gardens begonnen, der an der Stadtgrenze zwischen Rabat und Mdina gelegen ist. Anschließend sind wir dann hinein nach Mdina, wo mir Big Turtler eine sehr interessante Geschichtsstunde zur Entwicklung von Mdina gegeben hat. Ich habe dabei gelernt, dass Mdina als Festung Malet von den Phöniziern gegründet, von den Römern zur Festungsstadt Melita ausgebaut, von den Arabern erobert und in Mdina umbenannt und die heutigen Befestigungen von den Normannen vollendet wurden. 1530 wurde Mdina nach der Übernahme durch die Ritter des Johanniterordens zur Hauptstadt von Malta gemacht, bevor es 1571 von Valletta als Hauptstadt abgelöst wurde.
Was für eine bewegte Geschichte für diese Stadt!
In Mdina gibt es übrigens die meistfotografierte Telefonzelle Maltas – eine typisch britische Telefonzelle.

Ganz im Norden von Malta:
Unsere Tour ganz in den Norden der Insel hat uns zuerst zum St. Agatha’s Tower geführt. Er ist ein Wach- und Signalturm, der auch Red Tower genannt wird. Von dort aus hat man einen tollen Blick über den Norden der Insel und auch bis zur Insel Gozo, die auch zu Malta gehört, hat.
Vom Red Tower aus ging es durch das Naturschutzgebiet Foresta 2000. Hier wurde kurz vor der Jahrtausendwende ein Gebiet von rund 23 Hektar mit einheimischen Bäumen und Sträuchern wieder aufgeforstet, denn Wälder sind auf der maltesischen Insel fast gänzlich verschwunden. Ackerbau und Viehzucht sind daran schuld…
An einem riesigen Kaktus vorbei ging es für uns weiter Richtung Meer zur Ghadira Bay. Direkt am Meer befindet sich das Tunnara Museum. Hier bekommt man anschaulich gezeigt, wie bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts fast von Land aus Thunfische gefangen wurden. Direkt hinter dem Museum befindet sich Big Turtlers „Posier-Stein“. Hier kommt Big Turtler mit seinen Besuchern hin, um ein schönes Erinnerungsfoto mit dem Meer im Hintergrund zu machen.
Der Weg führte uns anschließend an Feldern und Ställen vorbei auf die andere Seite der Insel – Malta ist an dieser Stelle ziemlich schmal – nach Popeye Village. Dieses Dorf war 1980 Drehort für das Musical Popeye und wurde anschließend zu einem kleinen Themenpark umgebaut. Während meines Besuchs war der natürlich wegen Corona geschlossen. Aber wir konnten wenigstens auf das Dorf herabschauen und die tolle Aussicht von unserem Platz aus genießen.
Letztendlich sind wir noch ein bisschen an der Anchor Bay entlang, um die Natur zu genießen. Und zum krönenden Abschluss wurden wir noch mit einem herrlichen Sonnenuntergang belohnt.

Marsaxlokk und Paola:
Marsaxlokk ist ein altes Fischerdorf im Süden der Insel und auf Grund der geringen Entfernung quasi ein Nachbarort von TurtleTown. Dort sind wir ein bisschen durchs Dorf gebummelt, haben die Parish Church of our Lady of Pompei gesehen und haben waren anschließend noch am kleinen Hafen des Ortes.
Mit dem Bus sind wir dann in das nur wenige Kilometer entfernte Städtchen Paola gefahren, wo die größte Kirche Maltas, die Parish Church of Christ the King, steht. Sie ist im Vergleich zu vielen anderen Kirchen noch relativ jung: seit 1936 genutzt, seit 1959 fertiggestellt und seit 1967 geweiht.
Zum Abschluss unseres kleinen Ausflugs haben wir auf dem Kirchplatz von Paola den wohl furchtbarsten Weihnachtsbaum der Welt gesehen. Um eure Augen nicht zu schädigen, gibt es kein Foto davon.

Malta Aviation Museum:
Der Besuch im Malta Aviation Museum war eigentlich so gar nicht geplant. Wir waren mit dem Bus unterwegs zum Mdina Glass Park, um uns dort ein wenig umzuschauen. Wegen einer Baustelle ist unser Bus eine andere Strecke gefahren und als wir in Attard ausgestiegen sind, um den Glass Park zu suchen, haben wir durch Zufall die Hangars des Malta Aviation Museum entdeckt. Spontan haben wir uns zu dem Besuch entschieden und wurden auch freundlich empfangen. Die Mensch hat wegen uns sogar ein ermäßigtes Kinderticket bekommen. Da soll mal einer sagen, dass Plüschies nicht beliebt seien.
In den Hangars gab es dann viele verschiedene größere und kleinere alte Flugzeuge zu bestaunen. In das Cockpit einer BAC 1-11 durften wir sogar hineinkrabbeln und für Fotos posieren.
Zum Abschluss des Besuchs haben wir uns im Air Battle of Malta Memorial Hangar noch einen interessanten und lehrreichen Film angeschaut.

Zufallsausflug nach Siggiewi:
Der Zufall führte uns nach Siggiewi. Zufall? Ja genau – aber Zufallsausflüge nach Turtler-Art unterliegen auch einer gewissen Planung. Und das geht so: Man steigt in TurtleTown in einen der Busse nach Valletta. Wenn jemand anderes in Il-Blata I-Bajda auf Stopp drückt, steigt man aus und geht zur Haltestelle 3 und nimmt den nächsten Bus bis zu dessen Endstation. Drückt niemand auf Stopp, fährt man bis Bombi und dort ab Haltestelle 4 oder 4a mit dem nächsten Bus weiter. Einfach, oder? Auf diese Weise sind wir in Siggiewi gelandet.
In Siggiewi haben wir uns zunächst die Kirche des Heiligen Nikolaus angeschaut und sind dann zum The Limestone Heritage Park and Gardens gegangen. Leider war der nur von außen zu bewundern, da er wegen Corona geschlossen war. Dann sind wir noch an einem Eselgehege vorbeigekommen und haben die Bewohner freundlich gegrüßt. Anschließend ging es mit dem Bus wieder zurück – zielstrebig ohne Zufallsprinzip.

Spaziergang an der Promenade von Sliema:
An Valletta schließt sich im Nordwesten Sliema an. Dort sind wir an der Promenade in Richtung San Giljan entlangspaziert. Man sieht dort auch einige Salzpfannen, die sind aber nicht so schön wie in TurtleTown. Nachdem wir uns den Torre di San Giuliano – den Wachturm der Stadt Sliema – angeschaut haben, sind wir zum Independence Garden weiter und haben da auch ein bisschen geguckt. Anschließend hat mir Big Turtler noch eine riesige Katze gezeigt, die auf einem Hausdach steht.

Xemxija Hill Heritage Trail:
Der Xemxija Heritage Trail ist ein Wanderweg im Norden von Malta, der an 20 historischen und naturhistorischen Stationen vorbeiführt. Es gibt unter anderem eine alte römische Straße, Wohnhöhlen mit Wandritzereien, eine Imkerei aus römischen Zeiten, den mit über 1.000 Jahren ältesten Johannisbrotbaum der Insel, Tempelreste, Reste eines alten Farmhauses, ein Strafgrab aus der Zeit 500 vor Christi und die mysteriösen Karrenspuren – ein bislang ungelöstes archäologisches Rätsel – zu sehen. Zwischendurch kann man immer wieder die Aussicht genießen und einfach ein bisschen verweilen.

Dingi Cliffs:
Die Dingi Cliffs befinden sich auf der Westseite von Malta. Die Anreise mit dem Bus erfordert mehrfaches Umsteigen, aber man kommt hin…
Man kann an den Dingi Cliffs entlangspazieren und immer wieder die Aussicht genießen. In dieser Gegend findet man auch den höchsten Punkt der Insel – 253 Meter über dem Meer. Kein Wunder, dass es hier auch eine Radarstation zur Überwachung des Flugverkehrs gibt. Aber nicht nur dieses moderne Bauwerk gibt es dort. Man kommt auch an der Kirche der Heiligen Maria Magdalena, den Resten einer Siedlung mit Kornspeichern aus der Bronzezeit und einem Steinbruch mit den für Malta typischen Limestones vorbei.
Nach einem ausgedehnten Spaziergang haben wir wieder einen Bus geentert und sind nach TurtleTown zurückgefahren.
Die Dingi Cliffs haben wir dann auch noch ein zweites Mal besucht, um dort den Sonnenuntergang zu genießen.

Skorba Temples:
Die Skorba Temples – zwei megalithische, also aus großen Steinen bestehende, Tempelstrukturen – befinden sich am Stadtrand von Mgarr im nördlichen Teil der Insel. Einige der Bauwerke gehören zu den ältesten auf Malta.
Von den Skorba Temples aus sind wir dann noch zu den Hagrat Temples gegangen, die sich Mitten in Mgarr befinden.

Buskett Woods and Gardens:
Die Buskett Woods and Gardens sind das einzige erhaltene Waldgebiet auf der maltesischen Insel mit einer Größe von etwa 30 Hektar. Es wurde einst von Rittern als Jagdrevier angelegt. Dort befindet sich auch der Verdala-Palast – ein früheres Jagdschloss, das heute die Sommerresidenz des Präsidenten ist.

Leider geht auch der längste Besuch dann irgendwann dem Ende entgegen. Und so musste ich mich dann nach zweieinhalb Monaten von Big Turtler, seiner Gang, der Menschin und den anderen Gästen – Hannes und Reisepony & Zuppi – verabschieden und meine Weiterreise antreten.

Es war eine fantastische Zeit mit vielen Abenteuern und Erlebnissen. Vielen Dank dafür und bis bald – der nächste Besuch in TurtleTown ist bereits für 2022 geplant.


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Kategorie(n): Ludwig

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