Ludwigs Abenteuer – Folge 109

Von Moormerland aus ging es weiter nach Rathenow. Nach nur einem Tag war ich schon da und wurde zügig von meinem Gastgeber BlackDog aus meinem Reisekistchen befreit. Da sich das Wetter sowohl an meinem Ankunftstag als auch in den Tagen danach von seiner regnerischsten Seite gezeigt hat, war an Ausflüge nicht wirklich zu denken. Daher habe ich die Gelegenheit genutzt, und von meinen bisherigen Abenteuern erzählt.

Nach drei Tagen konnten wir zum ersten Mal ohne Taucheranzug raus. Wir haben eine kleine Radtour durch ein Naturschutzgebiet unternommen und BlackDog hat mir die Landschaft in seiner Heimat gezeigt.

Der regenfreie Tag war fürs erste ein nur ein kurzes Intermezzo. Wir mussten danach weitere vier Tage warten, bis wieder an einen Ausflug zu denken war. BlackDog ist mit mir zum Rathenower Weinberg, einem Erholungspark, der vor fast 15 Jahren Teil einer Landesgartenschau war, gefahren. Dort haben wir uns unter anderem den Bismarckturm angeschaut. Ganz in der Nähe des Turms liegt ein schöner großer Granitfindling. Der hat mir so gut gefallen, dass ich ihn gerne als Reisesouvenir mitgenommen hätte. Aber BlackDog hat mich davon überzeugt, dass er die Kapazität meines Reisekistchen vermutlich gesprengt hätte.
Bei wiedereinsetzendem Regen haben wir uns in eine Kantine geflüchtet und haben uns einen Snack zum Mittagessen gegönnt. Anschließend ging es mit dem Bus zurück zu BlackDog nach Hause.

Zwei Tage später sind BlackDog und ich mit der Bahn nach Berlin gefahren. Genauer gesagt nach Spandau. Dort haben wir uns die Zitadelle und die Schleuse an der Havel angeschaut. Die Zitadelle ist ein wirklich beeindruckendes Bauwerk.

Als wir dann nach unserem Spaziergang zu Zitadelle und Schleuse wieder im Bahnhof Spandau waren, ist was Schreckliches passiert! Ich bin froh, dass ich euch das jetzt überhaupt selbst berichten kann. Aus einem nicht mehr rekonstruierbaren Grund bin ich BlackDog aus der Tasche gefallen. Durch den Sturz bin ich kurz ohnmächtig geworden und nachdem ich wieder zu mir kam, war BlackDog weg – er hatte von meinem Sturz nichts mitbekommen. Wegen der starken Kopfschmerzen durch den Aufprall bin ich dann nochmal bewusstlos geworden. Nach dem Aufwachen war um mich herum alles dunkel und ich hatte keine Ahnung, wo ich war. Stunde um Stunde verging – und langsam habe ich tatsächlich Angst bekommen. Ich habe mir die schlimmsten Szenarien ausgemalt – nie wieder nach Hause zu meinen Menschen und meinen Freunden, keine Reisen mehr, keine Abenteuer. Das war wirklich ein gruseliger Gedanke.
Nach zwei langen und angsteinflößenden Tagen wurde es plötzlich hell. Ich war an einem Informationsschalter im Bahnhof und ich wurde an eine mir unbekannte Frau überreicht. Sie stellte sich als Marlen vor und sagte, dass BlackDog sie geschickt habe, um mich zu suchen. Während meiner Bewusstlosigkeit war ich wohl am Informationsschalter abgegeben worden und in dieser dunklen Schublade abgelegt worden.
Da BlackDog zwischenzeitlich krank geworden war, konnte ich erstmal nicht zu ihm zurück. So habe ich eine ganze Woche bei Marlen verbracht und mich von dem Schrecken erholt. Nachdem BlackDog dann wieder soweit gesund war, um mich abzuholen, musste ich aber schon die Weiterreise im Reisekistchen antreten.

Das war ein Abenteuer der ganz besonderen Art. Und ich bin ganz ehrlich – das muss ich nicht noch einmal haben. Ich werde meine Gastgeber in Zukunft noch öfter dazu drängen, mir mein Sicherheitsgeschirr anzulegen und mich so vor Stürzen und Verlusten zu bewahren.
Letztendlich bin ich einfach nur froh und dankbar, dass meine Reisen weitergehen können.


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Ich halte euch wie immer auf dem Laufenden.
Auf meiner Abenteuerkarte könnt ihr euch auch übersichtlich anschauen, wo mich meine Reise bisher hingeführt hat und welche weiteren Zielorte bereits geplant sind.
ALLE Fotos von meinen bisherigen Abenteuern könnt ihr hier anschauen.
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Kategorie(n): Ludwig

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