Ludwigs Abenteuer – Folge 108

Der nächste Besuch meiner Reise hat mich zu Die Mim nach Moormerland in Ostfriesland geführt. Eigentlich hatte ich eine andere Etappe vorgesehen, aber Die Mim hatte sich meinen ursprünglich vorgesehenen Gastgebern abgesprochen und ist für diese eingesprungen, um mich auf eine kleine Tour in ihrem Bully mitzunehmen.

Nach meiner Ankunft in Moormerland bin ich erstmal bei einem Nachbarn gelandet, der das Paket mit meinem Reisekistchen und mir angenommen hat. Aber schon kurze Zeit später hat Die Mim mich dann übernommen und befreit. Nach der Begrüßung wollte ich dann schonmal im Tourbus probesitzen. Dieser Wunsch wurde mir wie selbstverständlich erfüllt.

Bis zum Beginn der Tour waren noch ein paar Tage Zeit. Die ließ sich aber leicht überbrücken. Zum Beispiel durfte ich Fiete, ein freundliches Pferd, kennenlernen. Bereitwillig habe ich geholfen, Fiete zu füttern und seinen Stall auszumisten. Die Mim war erstaunt, dass ich diese Aufgaben problemlos erledigen konnte. Aber schließlich war das nicht mein erster Arbeitsbesuch in einem Stall. Zur Belohnung durfte ich nach getaner Arbeit auch eine Runde mit ausreiten. Das war dann natürlich der Höhepunkt des Zusammentreffens mit Fiete.

Die Mim hat übrigens auch einen großen Garten, in dem man sehr gut relaxen kann. Außerdem gibt es dort viel zu entdecken. Beim Klettern auf die Bäume habe ich sogar ein Spechtloch gefunden, dass dringend inspiziert werden musste.

Die Mim arbeitet an der Hotline eines Online-Shops. Ich durfte sie natürlich auch dorthin begleiten, und bei ihren Gesprächen mit den (potenziellen) Kunden lauschen. Ich muss schon sagen…bei so einem telefonischen Kundenkontakt muss man manchmal ganz schön geduldig sein. Ich hätte den ein oder anderen Anrufer wohl eher angebrüllt, wenn ich das gedurft hätte.

Und dann sollte es mit dem Bully auf Reisen gehen. Es wurde alles Notwendige eingepackt und dann ging es los. Und zwar ohne zu wissen, wo wir uns in den nächsten Tagen überall aufhalten würden. Nur der grobe Ablauf der Tage war vorher klar – eine Etappe fahren, den Bully abstellen, ausgiebige Spaziergänge machen und danach für den jeweils nächsten Tag wieder Energie sammeln.

Die Mim hat den Bully zuerst auf die A31 gesteuert. Diese Autobahn hat sogar einen Spitznamen: „Ostfriesenspieß“. Witzig, oder? Schon nach kurzer Zeit waren wir in Renkenberge angekommen, wo wir in Sichtweite der ehemaligen Transrapid-Strecke unser Lager aufgeschlagen haben. Wobei „Lager aufschlagen“ eigentlich nur „Parken“ bedeutet.

Am nächsten Morgen ging es dann zuerst weiter zu einer Vogelaussichtsplattform am Großen Moor bei Uchte. Hier haben wir den Blick über die Moorlandschaft schweifen lassen, bevor es dann weiter Richtung Stadthagen ging. Dort haben wir uns ein wenig umgesehen und auch einen Abstecher zum Schloss gemacht. Von dort aus haben wir dann Kurs Richtung Harz genommen. Übernachtet haben wir auf einem Hügel im Wald.

Weiter ging es dann über Seeburg zur Burg Bodenstein und anschließend zur Kapelle der Einheit, bis wir in Wanfried unseren nächsten Übernachtungsplatz gesucht und gefunden haben.

Von Wanfried aus ging es weiter nach Mühlhausen, wo wir einen Frühstücksstopp eingelegt haben. Danach vorbei bzw. durch den ehemaligen Truppenübungsplatz Friedrichslohra bis nach Hainrode an der Westlichen Hainleite. Da ist man dann tatsächlich irgendwo im nirgendwo und kann einfach ein bisschen die Seele baumeln lassen. Oder aber man holt sich kalte Füße bzw. Tatzen beim Wassertreten. Denn so ein Kneipp-Becken mit kaltem Wasser haben wir an diesem Tag auch entdeckt und natürlich getestet.

Den nächsten Morgen haben wir vor der Weiterfahrt noch für einen ausgiebigen Spaziergang genutzt. Dann ging es weiter – bis zu einem Anruf vom Nachbarn von Die Mim. Dem ging es nicht gut und Die Mim hat dann spontan beschlossen die Tour abzubrechen und wieder nach Hause zu fahren. Aber während wir dann schon wieder auf dem Weg nach Moormerland waren, kam ein weiterer Anruf und es gab Entwarnung vom Nachbarn. Also haben wir die Tour doch fortgesetzt. Nach diesem Schreck mussten wir uns erstmal stärken und sind in einem Autohof eingekehrt, in dem es viele wirklich leckere Sachen gab. Dann ging es weiter zum Grabschützer See.

Bevor es dann am nächsten Tag nach Arneburg weiterging, haben wir erst noch einen Spaziergang entlang des Naturlehrpfads am Grabschützer See gemacht und sind dann noch schnell für einen Abstecher nach Gerbisdorf gefahren. Dort steht ein riesiges Schaufelrad aus der Zeit des Braunkohletagebaus.
Um uns in Arneburg die Zeit zu vertreiben wollten wir mit der Fähre über den Fluss übersetzen. Aber der Fährmann kam nicht. So habe ich halt einfach ein bisschen Zeit in der Fähre verbracht, ohne dass sie gefahren ist.

Als wir am nächsten Morgen weiterfahren wollten, haben wir bemerkt, dass wir eine Reifenpanne am Tourbus hatten. Natürlich hatten wir kein Ersatzrad im Gepäck. Also mussten wir bei einem lokalen Reifendealer für Ersatz sorgen. Das hat nochmal einen Tag gedauert, sodass wir zu einer weiteren Nacht in Arneburg gezwungen wurden. Aber es gab schlimmeres als an diesem idyllischen Ort noch etwas Zeit zu verbringen.
Nachdem dann nach der zweiten Nacht in Arneburg das neue Rad montiert wurde haben wir uns auf die Rückreise nach Moormerland gemacht und dort unsere einwöchige Bustour beendet.

Am nächsten Tag sind Die Mim und ich nach Aurich gefahren. Dort haben wir einen anderen Twitterer, den Kro, und seine Frau getroffen. In einem Café haben wir gemeinsam ein bisschen Zeit verbracht und miteinander geschnackt, wie man in Ostfriesland so schön sagt.
Zum Abendessen hat mich Die Mim dann noch in ein Restaurant in Aurich ausgeführt, wo wir fürstlich gespeist haben.

An meinem letzten Besuchstag war dann noch ein Einkaufsausflug in die Niederlande angesagt. Die niederländische Grenze ist von Moormerland aus nicht weit entfernt, da kann man schonmal zum Shoppen zu den niederländischen Nachbarn fahren. In Nieuweschans haben wir einen großen Supermarkt besucht und unseren Einkaufswagen ordentlich gefüllt. Und natürlich durfte auch der Besuch einer Fischbude nicht fehlen.
Auf dem Rückweg nach Moormerland haben wir dann noch einen Abstecher nach Leer gemacht und den Nachbarn von Die Mim besucht, der dort im Krankenhaus gelegen hat. Ich bin mir sicher, dass ich ihn ein bisschen aufmuntern konnte.

Und dann war mein Aufenthalt bei Die Mim auch schon wieder vorbei und ich musste im Reisekistchen die nächste Etappe meiner Reise antreten…


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Kategorie(n): Ludwig

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