Ludwigs Abenteuer – Folge 101

Aus der Schweiz ging es für mich dann weiter in den hohen Norden von Deutschland – nach Kiel. Da war ich ja mittlerweile schon einige Male, aber es ist immer wieder schön, auch an bekannte Orte zurückzukehren und Freunde wiederzusehen. Dieses Mal ging es wieder zu Numpsie und Eventi; bereits zum vierten Mal. Bevor wir unser Wiedersehen feiern konnten, musste ich allerdings noch zwei Tage bei einer Nachbarin verbringen, die das Paket mit meinem Reisekistchen angenommen hatte. Zum Glück gab es bei ihr selbstgebackene Kekse – die Versorgung war also sichergestellt.

Und dann nach zwei Tagen habe ich plötzlich meinen Freund Eventi gehört. Ich konnte gar nicht so schnell reagieren denn schon saß er zur Begrüßung mit in meinem Reisekistchen. Nachdem Numpsie uns mit meinem Gepäck in ihre Wohnung gebracht hatte und auch sie mich herzlich begrüßt hat, habe ich mich mit Eventi erstmal eine ganz Zeit lang über die vergangenen Wochen und Monate ausgetauscht. Wir hatten beide zwischenzeitlich wieder viel erlebt.

Das Highlight meines aktuellen Besuchs bei Numpsie sollte ein Trip zu ihrer Familie nach Spanien werden. Bis dahin hatten wir aber noch ein paar Tage Zeit, also stand einigen kleineren Abenteuern in Kiel nichts im Weg.

An einem Tag sind wir in den Botanischen Garten gegangen. Bei bestem Wetter haben wir die Schaugewächshäuser besucht. Dabei haben wir viele Bereiche erkunden können, wie zum Beispiel das Tropengewächshaus mit dem „Baum der Reisenden“, der hat mir natürlich ganz besonders gut gefallen hat. Wir waren auch im Nebelwaldhaus, wo wir Schildkröten beobachtet haben, dem Subtropenhaus und dem Gewächshaus: Trockengebiete Amerikas mit den stacheligen Kakteen. Die waren zwar sehr hübsch, aber eben auch sehr pieksig. Da war das Haus der Trockengebiete Afrikas schon ein wenig einladender. Im Mangrovenhaus war es besonders schön, dort haben wir uns auch ausgiebig umgesehen. Irgendwo in den hohen Bäumen hat eine Grille oder ein ähnliches Insekt sehr lautstark etwas über die „Königin der Seerosen“ erzählt, aber leider kann ich nicht „Zirkadisch“ und konnte so nicht verstehen, was Sie alles rumgezirpt hat.

Da der Botanische Garten zur Universität von Kiel gehört, habe ich natürlich auch etwas über das Wachstum und die Fortpflanzung von Pflanzen gelernt. Wissbegierig wie ich nun mal bin, habe ich mir alles ganz genau angesehen.

In den Misteln habe ich leider keine Löwendame gefunden, der ich ein Küsschen hätte geben können, aber lustig war es trotzdem, darin herumzuturnen.

Wir haben uns dann noch die Aquarien angesehen und ich konnte mich mit den Fischen und den anderen Meerestieren ein wenig über die Weltmeere unterhalten, die ich bereits bereist habe.

Als wir am nächsten Tag in die Kieler Innenstadt gefahren sind, musste ich an meinen letzten Besuch bei Numpsie während der Kieler Woche denken. Da waren überall Futterbuden und man konnte sich ganz schön den Bauch vollschlagen. Und dieses Mal – nichts! Keine einzige Futterbude. Wie überleben die Menschen hier außerhalb der Kieler Woche?
Im Kieler Rathaus fand eine Ausstellung zum Thema „Umweltschutz“ statt und ich habe mir kopfschüttelnd angesehen, wieviel Plastikmüll produziert wird und die Meere verseucht. Das war echt deprimierend. Danach haben wir uns nochmal das Opernhaus angesehen und wir sind durch den Hiroshimapark spaziert. Die Friedensbotschaft hat uns gut gefallen. Zu guter Letzt habe ich an diesem Tag noch entdeckt, wo man hingehen muss, wenn man eine Beamtenlaufbahn einschlagen möchte.

Da Numpsie zur Trauzeugin ernannt wurde, sind wir an einem Tag mit Eventi und dem Brautpaar nach Tellingstedt gefahren. Dort ist ein sehr bekanntes, großes Brautpaarausstattergeschäft.

Wir haben da gleich mal aussortiert, was für die Braut auf keinen Fall in Frage kommt und haben sie sehr fachmännisch beim Brautschuhkauf beraten. Nach 6 Stunden (in Worten: SECHS Stunden) war das Brautoutfit zusammengestellt und alle glücklich. Nur Eventi hat die Augen etwas verdreht und hofft seitdem, dass Numpsie nicht auch noch auf dumme Ideen kommt Smilie: ;-)

Nach der anstrengenden Brautmodenschau sind wir dann des Vortages ging es dann einen Tag später zum Sport und Wellness. Das hatten wir uns redlich verdient. Besonders im Caldarium (der Farblichtsauna) und im Schwimmbad war es sehr gemütlich.

Bevor es endlich auf die Reise nach Spanien ging, haben wir uns noch mit Sabine auseinandergesetzt. Sabine, der Sturm, der das Wochenende fast ganz Deutschland in Atem hielt. Aber das war für uns ja nur ein bisschen püsterich, da mir ja allemal sturmerprobt sind.
Also hinein ins Sicherheitsgeschirr und ab zum Fördedampferanlegesteg in Düsternbrook – einem Stadtteil von Kiel –, um uns dort ein wenig gegen den Wind zu stemmen. Da ich von dort aus den Leuchtturm Friedrichsort sehen konnte, wollte ich natürlich auch noch gerne sehen, wie es dort am Strand aussieht. Also sind wir nach Friedrichsort gefahren und haben uns dort den Wind um die Ohren pusten lassen. Das war sehr lustig, weil wir wirklich sehr gegen den Wind ankämpfen mussten.
Wieder zu Hause ging es ans Koffer packen, denn montags sollte es losgehen nach Spanien.

Am 10.02. sollten wir eigentlich am Nachmittag von Hamburg nach Madrid fliegen und von dort aus weiter nach Almeria. Nun ja, mit Sabine hatten wir ja schon Bekanntschaft gemacht und obwohl am Nachmittag in Hamburg bestes Wetter war, kam unser Flieger nicht (das kennen wir ja eigentlich nur von DHL oder der Deutschen Bahn). So haben wir also sechs Stunden (oder anders gerechnet eine Brautmodenauswahl) am Hamburger Flughafen ausgeharrt, bevor es dann doch noch am Abend nach Madrid ging. Da wir dort erst um 23.15 Uhr gelandet sind, mussten wir die Nacht in Madrid verbringen. Obwohl wir schon sehr müde waren, haben wir trotzdem den Flughafen von Madrid bewundert. Eine tolle Architektur. Wir wurden dann in ein Hotel gebracht, wo wir dann endlich um 1.00 Uhr nachts ankamen und todmüde ins Bett geplumpst sind. Um 5.15 Uhr wurden wir schon wieder geweckt und zum Flughafen zurückgebracht. Puh, das war echt zu früh. Naja, um 09.20 Uhr ging die Reise weiter nach Almeria, wo wir bei strahlendem Sonnenschein ankamen und mit einem Leihwagen weiterfuhren nach Roquetas de Mar.

Da Numpsie in Roquetas de Mar ihren Papa, der schon etwas älter ist und nicht mehr so fit wie wir anderen, besucht hat, haben wir dort hauptsächlich ein paar ruhige Tage verbracht. Wir haben einen 67. Geburtstag gefeiert mit Fischessen am Meer und einen 80. Geburtstag mit Rippchenessen und anderen Leckereien.
Wir waren viel am Strand, wo wunderbare Klettermöglichkeiten für mich waren und ich sogar auf eine Palme geklettert, um mir einen Überblick über den Ort zu verschaffen. Zur Meerseite hin bestand leider keine Chance, Marokko am Ende des Horizonts zu entdecken?
Da es zu dieser Jahreszeit an der Küste von Almeria sehr oft stürmt, haben auch wir drei Tage Sturm gehabt, allerdings bei super Sonnenschein. Da hat das Schaukeln am Strand mit Blick auf die Wellen besonders viel Spaß gemacht.
Eigentlich wollte ich ja gern in den Pool von Numpsies Papa, aber selbst der hatte ordentlich Dünung bei dem Wind und außerdem war das Wasser noch sehr kalt.
Von unserem Apartment aus hatten wir einen tollen (fast) Rundumblick. Wir haben auf die Sierra Gador und die Alpujarras mit der schneebedeckten Sierra Nevada im Hintergrund sehen können und auch teilweise auf das Meer. Zum Meer waren es nur etwa zehn Minuten zu Fuß und in den Bergen waren wir mit dem Wagen innerhalb von ca. 40 Minuten. Ein idealer Standort.

An einem Tag haben wir Opa und seine Schwester ins Auto verfrachtet und sind in die Berge gefahren, schließlich hatte Numpsie mir versprochen, dass wir uns die Mandelblüte ansehen würden. Am Meer war es an diesem Tag sehr stürmisch und bedeckt. Da war es perfekt, in die Berge zu fahren. Dort hatten wir zwar auch keinen wolkenlosen Himmel, aber auch das hat ja seinen Reiz.
Wir sind in Roquetas de Mar gestartet und haben dann eine Rundtour gemacht: Roquetas, Enix- El Machal de Anton Lopez – Alhama de Almeria – Alicun – Insticion – Canjayar – Padules – Beires – Fondon – Laujar de Andarax – Alcolea – Darrical – Berja – Dalias- El Ejido – Vicar- Roquetas.
Wir haben nicht überall angehalten, sind aber ganz gemütlich die Strecke gefahren und haben in den Bergen an verschiedenen Punkten Rast gemacht. Insgesamt waren es ungefähr 190 Kilometer Fahrtstrecke.
Wir haben noch blühende Mandelbäume gefunden und auch andere blühende Pflanzen entdeckt, die wir in dieser kargen Gegend gar nicht erwartet hätten.
In Vicar haben wir eine Nachbildung des berühmten Löwenbrunnen aus der Alhambra in Granada entdeckt.

Am Hafen von Roquetas gibt es die kleine alte Festung Santa Anna mit Leuchtturm. Dort habe ich versucht, wie Baron Münchhausen auf der Kanonenkugel davonzufliegen – hat aber nicht funktioniert. Dafür habe ich aber ein tolles Wandbild von einem Tiger entdeckt.
Unweit des Hafens ist eine kleine Promenade wo es viele Outdoor Sportgeräte gibt, die haben Eventi und ich getestet. Der Test war allerdings nur kurz, denn dann haben wir uns doch lieber die Badesachen geschnappt und haben usn auf den Weg zum Meer gemacht (die Strände sind hier sehr breit). Zur Dämmerung haben wir dann noch ein wenig an der Promenade relaxt.

In Roquetas Ciudad haben wir die Stierkampfarena besucht, in der heutzutage aber keine Kämpfe mehr stattfinden. Dort finden jetzt Veranstaltungen wie Konzerte und Ausstellungen statt. Die Stierfiguren haben uns ein wenig an Berlin erinnert, wo der Berliner Bär in verschiedenen Musterungen und Farben in der ganzen Stadt zu finden ist. So ähnlich ist es mit dem Stier an der Stierkampfarena. An der Arena gab es einen riesigen Spiel- und Spaßbereich. Da konnte ich wieder ein bisschen schaukeln. Vor der Stierkampfarena gibt es noch einen wunderschönen Brunnen, der mit Seefahrerbildern verziert ist und von schönen, jungen Mädchen getragen wird.
Anschließend waren wir noch am Theatro von Roquetas. Einem sehr modernen Gebäude, das uns beeindruckt hat. Leider konnten wir keine Vorstellung besuchen, aber von außen war es auch sehenswert und außerdem war das Wetter auch viel zu schön, um drinnen zu sitzen.

In Roquetas de Mar gibt es dicht am Strand einen Miniatur-Vergnügungspark für Kinder. Da habe ich natürlich auch herumgetobt. Dort steht ein Wahrzeichen von Roquetas, ein King Kong. Ich habe mich gefragt, warum er mit dem Rücken zum Meer steht. Wahrscheinlich mag er wohl keinen Gegenwind. Das andere Wahrzeichen ist ein großes Marmorherz. Schaut man hindurch, sieht man von der einen Seite das Meer und von der anderen Seite die Berge.

Es gibt in Roquetas eine Freiluftkirche. Hier finden im Sommer die Gottesdienste draußen statt. Jeden Tag bzw. abends kommen Menschen her, die der Madonna Blumen hinlegen und beten. Wir haben uns die Freilichtkirche abends angeschaut. Die Madonnenfigur ist wirklich hübsch.

Mit dem Roquetren sind wir leider nicht gefahren, aber dafür waren Eventi und ich ja stets Beifahrer bei Numpsie, wenn sie mit uns durch den Ort gekurvt ist.

Donnerstags ist in Roquetas immer Markt, und da haben wir uns mit frischen Obst und Gemüse eingedeckt. Alles sonnengereift und unglaublich günstig. Vor allem die Erdbeeren waren schon sehr lecker und so haben wir dann auch jeden Tag welche gegessen. Himmlisch!
Mit Eventi habe ich auch Churros probiert. Churros sind ein Fettgebäck und damit echte Kalorienbomben. Aber das ist egal. Die gehören zu jedem Marktbesuch dazu. Schließlich haben wir uns ja auch ab und zu im Naschiladen ein paar Sweets gegönnt.

Dann war die Zeit in Spanien auch schon wieder vorbei. Am 24.02. mussten wir schon um 5.00 Uhr los zum Flughafen von Almeria. Dort war um diese Zeit gähnende Leere. Der Flughafen ist sehr klein und unsere Maschine war die erste die starten sollte. Erst als wir schon durch den Sicherheitsbereich waren hat das Café geöffnet. Wie gut, dass wir zumindest einen kleinen leckeren Snack dabei hatten.
Wir sind dann zum Sonnenaufgang in Richtig Madrid gestartet und hatten eine wunderbare Sicht auf Almeria, den Hafen und sogar Aquadulce. Hätte der Flieger dann nicht Richtung Sierra abgedreht, hätten wir noch Roquetas von oben sehen können.
In Madrid sah es dann schon wieder ganz anders aus. Hier hatten alle Geschäfte geöffnet und nachdem ich mich an einem Serranoschinken-Sandwich gestärkt hatte blieb sogar noch Zeit für eine Krallen-Maniküre. Danach wurde wieder die Naschitüte geplündert. Wir wollten ja nicht unnötig mit Ballast rumschleppen Smilie: ;-)
Wir hatten schon auf dem Hinflug gesehen, wie schön der Flughafen ist. Besonders lustig fanden wir die Toilettenbewertungsanlage. Außerdem haben wir noch Geschäfte mit Namen entdeckt, die uns schmunzeln ließen aber auch ein Oho entlockten. Immerhin hieß ein Geschäft „Loewe“. Aber letztendlich hat mir der Serranoschinkenladen definitiv am besten gefallen.
Nachmittags sind wir dann bei strömendem Regen in Hamburg gelandet und haben uns gefragt, was wir eigentlich hier wollen. Einige Zeit später waren wir dann auch wieder in Kiel.

Schon am nächsten Tag ging es wieder zum Wellness, die vom Flug verspannten Glieder wieder geschmeidig bekommen. Beim anschließenden Spaziergang haben wir dann eine Büste von Carl Löwe entdeckt. Er war Kantonist und Komponist und ist 1869 in Kiel gestorben. Von Ihm ist unter anderem der Titel „Odins Meeresritt“ – falls den jemand kennt.
Wir sind dann wieder an der Kieler Promenade langspaziert und haben wieder mal ordentlich nasses Fell bekommen. Aber wir konnten ein Kampfmittelbeseitigungsteam bei der Arbeit in der Förde beobachten. Das war spannend und das nasse Fell wert.
Am Seesoldatendenkmal bin ich wieder ein wenig rumgeklettert, bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht haben.

Am nächsten Tag waren wir dann in einem Haribo-Laden – in Erinnerung an Spaniens Naschiladen. Dort habe ich mir eine große Tafel Marabou Schokolade ausgesucht, die ich gerne als Reiseproviant mitnehmen wollte, aber ich musste dann doch eingesehen, dass die einfach nicht ins Reisekistchen passen würde.
Weil das Wetter einfach nicht besser werden wollte, sind wir noch nach Neumünster gefahren und dort habe ich einen tollen überdachten Spielplatz entdeckt. Ich konnte klettern, rutschen und habe festgestellt, dass es auch bei strömendem Regen irre Spaß macht, zu schaukeln.
Ich habe danach noch ein Lindt Outlet-Geschäft entdeckt und habe dort ein Lindtkugelbad genommen. Die Verkäuferinnen haben sehr gelacht. Dann bin ich noch ein bisschen Karussell gefahren und anschließend haben wir uns bei einem Kakao und Mandelhörnchen aufgewärmt, bevor es wieder nach Hause ging.

Am 27. hatte Numpsie Geburtstag und wir sind zur Feier des Tages ins Wirtshaus gegangen. Dort gab es ein zünftiges Mahl und Eventi und ich haben richtig zugeschlagen. Danach waren wir – zumindest kurzzeitig – pappensatt und sehr müde. Eigentlich wollten wir alle noch über den Kieler Umschlag, der am 27. eröffnet hatte, aber leider war schon alles zu, als wir aus dem Wirtshaus kamen.
Zuhause hat Numpsie dann noch eine kleine Showeinlage mit Einhorn und einem Geburtstagsküsschen bekommen. Das hat Sie sehr gefreut.

Am nächsten Tag sind wir dann aber bei gutem Wetter zum Kieler Umschlag, dem ältesten Volksfest in Kiel, gefahren. Dort habe ich gleich das Piratenschiff geentert, welches auf dem Asmus-Bremer-Platz vor Anker lag. Kapitän Flunker, der Pirat der Herzen (wie er sich selber nennt), hat mich erblickt und wir haben uns gleich angefreundet. Er war sehr beeindruckt, was ich so alles auf meinen Reisen erlebe.
Anschließend habe ich ein paar Buddelschiffe bewundert und eine leckere Pilzpfanne als Vorspeise verputzt.
Wie immer hat es mir gut gefallen, dass man zwischen den Häusern hindurch die großen Schiffe sehen kann, so als wären Sie direkt in der Stadt. Also mussten wir erstmal wieder zum Wasser…
Das Kunstwerk „Windspiel“ kurz vor dem Fährterminal erinnert mich sehr an meine Reisen und deshalb habe davor mal schnell posiert. Und immer, wenn ich das Hafenbürogebäude sehe, muss ich lachen, weil es so windschief ist. Es passt zu Kiel.
Bevor wir weiter über den Umschlag gebummelt sind, waren wir noch schnell in der Stadtgalerie und haben uns ein paar Kunstwerke angesehen. Unter dem Motto „Das zweite Leben der Dinge“ hatten Schüler dort ihre Werke ausgestellt. Das Dromedar fanden wir besonders lustig. Ein Pferd aus alten Gegenständen sah auch toll aus, ist aber schon lange dort in der Ausstellung.
Auf dem Weg zum Handwerkerzelt auf dem Holstenplatz sind wir dann dem Altbürgermeister Asmus Bremer und seinem Gefolge begegnet. Ich wurde auch gleich von der Magd entdeckt und freudig winkend gegrüßt. Wir haben dann Asmus und seinem Gefolge gelauscht, wie Sie auf der kleinen Bühne das Kieler-Umschlag-Lied gesungen haben. Den Refrain habe ich schnell drauf gehabt und mitgebrüllt.
Dann haben wir natürlich noch dem Shanty Chor zugehört und mächtig mitgeschunkelt zu den alten Seemannsliedern.
Auf dem Handwerkermarkt habe ich den Schmied beim Schmieden und seine Frau beim Wolle spinnen beobachtet. Auf dem Markt waren auch seltsame Gestalten hinter Glas zu sehen. Das kleine Holz(riesen)rad aus dem Jahr 1645 war schon toll. Dass es so etwas zu der Zeit schon gab, hat uns fasziniert.
Wir haben dann noch ein paar Ziegen und Esel besucht, die ebenfalls zum Umschlag da waren und mit den lustigen, langfelligen Poitou-Eseln habe ich mich gleich auf Anhieb verstanden.
Am nächsten Tag sind wir nochmal zum Umschlag gegangen und waren dort auf dem Mittelaltermarkt. Da haben wir das Elixier der Freundschaft entdeckt. Aber so etwas brauche ich ja eigentlich gar nicht. Ich bin ja ein sehr aufgeschlossener und lieber Löwe, der keine Probleme hat, neue Freundschaften zu knüpfen. Ich habe dann noch mit Eventi auf einem sehr alten, handbetriebenen Kettenkarussell geschaukelt und den Nachtwächter gemimt. Natürlich haben wir auch den Met probiert, der von einer holden Maid angepriesen wurde.

Am Folgetag haben wir dann den letzten größeren Ausflug meines Besuchs gemacht. Numpsie musste zwar erst noch arbeiten, aber das ging ganz fix und so sind wir noch an die Nordsee gefahren – nach Husum. Dort habe ich etwas über die Sturmflut gelernt und auch, was ein Norddeutsches 2-Gänge-Menü ist, nämlich ein Bier und ein Fischbrötchen. Natürlich haben wir dann auch gleich so ein Menü genossen.
Im Nationalpark-Haus habe ich dann die verschiedenen Meeresvögelstimmen gelernt und auch, wie die Krabben aufs Brötchen kommen. Am großen Aquarium habe ich schnell Freundschaft mit den Muscheln geschlossen und ihnen und dem Seestern von meinen Abenteuern auf den Meeren und an Land erzählt. Erst hatten die Muscheln ja etwas Angst, aber dann haben sie fasziniert zugehört und selbst die Seeigel waren begeistert. Sogar die Flundern sind aus ihrem Meeresbodenversteck gekommen und haben geschaut, wer da so tolle Geschichten erzählt.
Nach dem Besuch im Nationalpark-Haus gab es dann noch ein Fischbrötchen. Ich habe heftig die Glocke geläutet, um klarzustellen, dass es ganz lecker war. Gleich danach gab es noch ein großes Eis und fürs erste waren wir einigermaßen satt.
Husum ist ein sehr schöner kleiner Ort mit zauberhaften alten Häusern, die in rot und blau angestrahlt wurden.
Abends hat Numpsie Eventi und mir aus Theodor Storms Meistererzählungen vorgelesen. Das passte super zu dem Tag an der Nordsee.

Die letzten zwei Tage meines Besuchs haben wir dann ruhiger angehen lassen. Am 01.03. sind wir nochmal ein bisschen durch die Stadt gelaufen und wir haben hübsche Kirschblüten entdeckt. Leider hat es immer wieder geregnet, aber so sind wir in den Genuss eines schönen Regenbogens gekommen. Da es uns dann aber doch zu nass war, sind wir einfach Eis essen gegangen.

Am 02.03. musstest ich so langsam wieder meine Sachen packen und mich von meinen Freunden verabschieden. Eventi hat mir zum Abschied einen Kompass geschenkt, damit ich immer wieder zu Ihm und Numpsie nach Kiel aber auch nach Hause zurückfinde, egal wo ich gerade bin. Ist das nicht lieb von ihm?

Einen Tag später ging es für mich dann weiter Richtung England.


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Kategorie(n): Ludwig

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