Ludwigs Abenteuer – Folge 100

Nach einer ungewöhnlich langen Anreise, bei der mich der Schweizer Zoll einige Tage in seinen Fängen behalten hat, kam ich endlich bei meiner nächsten Gastgeberin Stärneschyn in Täuffelen am Bielersee in der Schweiz an. Sie war kurz zuvor noch im Skiurlaub gewesen und ich hatte mich gedanklich auf schneebedeckte Landschaften eingestellt.

Begrüßt wurde ich von meiner Gastgeberin und von drei ihrer Mitbewohner – zwei Teddys und ein Elch. Alle hatten dann sofort festgestellt, dass ich durch die lange Reise ziemlich ausgehungert war, und deshalb gab es erstmal die ein oder andere Stärkung für mich. Anschließend habe ich mich warm angezogen – unter anderem mit einem selbstgestrickten Schal von Stärneschyn – und war bereit für ein erstes Abenteuer im Schnee. Allerdings… es war gar kein Schnee da. Winter in der Schweiz und kein Schnee? Das hatte ich nicht erwartet. Aber Stärneschyn meinte, dass der Schnee während meines Besuchs bestimmt noch kommen würde. Also wieder raus aus den warmen Klamotten und im Sonnenschein und bei gut erträglichen Temperaturen zu einem kleinen Ausflug nach Aarberg. Wir haben uns das kleine Städtchen mit sehenswerten Fassaden und einer tollen Holzbrücke angeschaut und ich habe es genossen, nach zwei Wochen wieder etwas herumtoben zu können.
Nach ein paar Segel-Trockenübungen, Blumenbewunderung und einer ersten Bekanntschaft mit der Nachbarskatze ging es wieder zu Stärneschyn nach Hause. Dort habe ich ein paar Fische entdeckt und gleich Lust auf Planschen bekommen. Gesagt getan… Planschen und anschließendes Chillen zum Ausklang des Anreisetages.

Am nächsten Tag stand nachmittags eine kleine Radtour nach Hagneck zum Stauwehr auf dem Programm. Bei bestem Wetter konnten wir dort für einige Fotos posieren und unterwegs ergaben sich viele Gelegenheiten zum Klettern, Hüpfen, Herumturnen und Aussicht genießen. Und ein Wildbienenhotel haben wir auch noch entdeckt.

Abends sind wir dann noch mit dem Bus nach Murten zum Lichtfestival gefahren. Wir haben alle über die vielen Lichtbilder gestaunt und haben einen sehr netten Abend verbracht.

Tags drauf ging es wieder mit dem Fahrrad auf Tour. Dieses Mal zum Hagneckkanal. Am Entenweiher war viel los – die Gänse und Enten waren sehr aktiv. Unterwegs haben wir ein Feld mit Winterlauch entdeckt. Ich war überrascht, wie intensiv der geduftet hat. Und Gelegenheiten zum Klettern haben wir unterwegs natürlich auch wieder gefunden. Egal ob Baumstämme oder Landmaschinen, klettern geht immer.

Wieder zuhause gab es was Warmes zum Trinken und anschließend habe ich mich mit einigen Büchern und den Mitbewohnern von Stärneschyn beschäftigt. Einige von ihnen waren sehr an meinen Abenteuergeschichten interessiert.

Der nächste Tag war trotzt des schönen Sonnenaufgangs leider ziemlich verregnet. Deshalb haben wir es uns erst vor dem Fernseher gemütlich gemacht und uns Skirennen angeschaut.

Nachmittags waren wir zwar noch unterwegs, aber nur im Auto war es trocken. Deswegen habe ich mir die Gegend auch lieber von dort aus angesehen. Unter anderem kamen wir an einem sehr ungewöhnlich aussehenden Wasserturm vorbei.

Zum Glück hatte sich der Regen nicht lange halten können. Schon am nächsten Tag war das Wetter wieder gut und einem Ausflug nach Neuenstadt auf die andere Seite des Bielersees stand damit nichts im Wege.

Neuenstadt haben wir dann zu Fuß erkundet. Ich hätte gerne einen Roller genutzt, der Verleih hatte aber geschlossen. Daher konnte ich die heißen Maschinen nur durchs Fenster bewundern. Aber auch auf den eigenen Füßen bzw. Tatzen sind wir gut herumgekommen und haben einiges gesehen. Tolle Gassen, interessante Tore, einen Wasserkanal, Statuen, hübsche Gebäude und sogar eine fliegende Hexe gab es zu sehen.

Am nächsten Morgen war es ziemlich kalt und Reif hatte sich ausgebreitet. Aber der von mir herbeigesehnte Schnee ließ weiter auf sich warten. Stärneschyn hatte für diesen Tag einen Ausflug nach Lüscherz, Erlach und Le Landeron – drei Orte am Bielersee – eingeplant. In allen Orten gab es schöne Plätze, um an den See zu gehen und das sonnige, aber auch stürmische Wetter zu genießen. Aber auch in den Städtchen war es sehr nett. Und das Schloss Erlach machte aus der Ferne auch den Eindruck, als sei es ein angenehmes Plätzchen.
Zwischendurch haben wir in der Sonne ein kleines Picknick gemacht und uns für den Rest des Tages gestärkt.

Da Stärneschyn zwischendurch auch noch andere Dinge zu erledigen hatte als sich um einen Gastlöwen zu kümmern, habe ich eine zweitägige Chillpause eingelegt und nur zwischendurch ein bisschen bei der Hausarbeit geholfen. Aber auch einem Reiselöwen tun ja mal ein paar ruhige Tage ganz gut zwischen den Abenteuern.

Nach zwei Tagen Pause war dann wieder ein Ausflug angesagt. Es ging nach Murten an den Murtensee, wo wir ja schon zu Beginn meines Besuchs zum Lichtfestival waren. Vom See aus ging es über einige Treppenstufen hinauf in den Ort und durch viele enge Gassen. Im Zentrum des Städtchens angekommen haben wir Gabriela getroffen, die auch auf Twitter aktiv ist. Mit ihr sind wir gemeinsam an den See gegangen und haben einige Zeit nett miteinander geplaudert.

Auf dem Rückweg nach Täuffelen habe ich die Gegend mal wieder Schnee abgesucht. Aber noch immer war nichts in Sicht.

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug nach Balsthal gemacht. Von weitem konnten wir einen Blick auf die Burg Falkenstein werfen. Dann ging es nach Büren an der Aare, wo wir kurz verweilt haben. Anschließend haben wir uns noch das Wehr in Port angeschaut, bevor es wieder zurück zu Stärneschyn nach Hause ging. Dort habe ich dann noch einige Lektionen in Berndeutsch bekommen. Man muss sich ja als guter Gast schließlich auch auf die Sprache der Gastgeber einlassen.

Die letzten beiden Tage meines Besuchs waren dann leider sehr vernebelt, sodass an Ausflüge nicht zu denken war. Deshalb haben wir die Zeit dann einfach gemütlich zuhause verbracht, bevor es so langsam daran ging, wieder Abschied voneinander zu nehmen.

Leider hat sich bis zu meiner Abreise keine Schneeflocke blicken lassen. Sehr schade, aber leider hat man da ja keinen Einfluss drauf.

Vielen Dank an meine Gastgeberin für die schöne Zeit.


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Kategorie(n): Ludwig

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