Ludwigs Abenteuer – Folge 91

Von Bad Hersfeld aus bin ich in meinem Reisekistchen zum wiederholten Mal nach Kiel – zum dritten Besuch bei Numpsie – gereist. Mein letzter Besuch bei ihr liegt fast genau ein Jahr zurück, und ich konnte damals einige Tage der Kieler Woche mit ihr gemeinsam erleben. Da mir das so gut gefallen hatte, hat sie mich frühzeitig zur Kieler Woche 2019 wieder eingeladen. Und zwar so, dass ich dieses Mal während der gesamten Dauer der Kieler Woche vor Ort sein konnte (Achtung: hier verbirgt sich ein Wortspiel für Insider!).

Nach meiner Ankunft ging es erstmal mit Numpsie zur Arbeit, wo ich von einem freundlichen Einhorn begrüßt wurde. Abends wurde mir dann auch schnell das Programmheft für die Kieler Woche präsentiert, damit ich in Ruhe aussuchen konnte, welche Veranstaltungen wir denn so besuchen wollten.

An den letzten Tagen vor der Kieler Woche konnte man in Kiel natürlich schon überall die Vorbereitungen beobachten. Bühnen und Stände wurden aufgebaut bzw. standen schon da, und viele interessante Schiffe haben festgemacht. Unter anderem war auch das Schwesterschiff der Gorch Fock – die Eagle der US Coast Guard – in Kiel.

Ein kleines bisschen Zeit blieb noch zur Erholung, die ich mit meinem Freund Eventi dazu genutzt habe, ein kleines Wellness-Programm zu genießen. Insbesondere meine Mähne hatte wieder einmal ein bisschen Pflege nötig. Die leidet auf meinen Reisen doch sehr und sollte für die Events der Kieler Woche natürlich in Bestform sein.
Bei einem Caravan Händler hat mich Numpsie auf die Idee gebracht, doch mal mit meinen Menschen und Günni auf diese Art zu reisen. Aber ich glaube, dass ist nichts für meine Menschen…

Und dann startete endlich die Kieler Woche 2019. Und wir waren täglich dabei. Wir haben Konzerte besucht, uns die Stände angeschaut, Schiffe von innen und von außen besichtigt, waren beim Night Glow, und haben selbstverständlich viele Qualitätstests an den Fressbuden vorgenommen.

Gleich zu Beginn der Kieler Woche sind wir zu einem Konzert gegangen. Und ich kann euch sagen: wenn laute Musik gespielt wird, dann geht Eventi ab wie Sau (huch…schon wieder ein Wortspiel). Davon habe ich mich gleich anstecken lassen und habe so richtig schön mitgerockt. Zum Glück gab es in den folgenden Tagen dann noch reichlich weitere Konzerte, bei denen ich mich nach Herzenslust austoben konnte. Leider war aber bei einigen Konzerten auch ziemlich viel Publikum da, sodass es ein großes Gedränge gab. Da wir uns das nicht antun wollten, haben wir gelegentlich ein bisschen abseits gestanden und der Musik zugehört. Oder wir sind einfach weiter gezogen und haben eine andere der ungefähr 20 Bühnen besucht.

Im vergangenen Jahr gab es beim Night Glow wegen des starken Windes ja nur ein abgespecktes Programm ohne die großen Heißluftballone. Dieses Jahr hat das Wetter zum Glück mitgespielt. Ich hatte mich auch im Vorfeld schon sehr auf dieses Event gefreut und deswegen gehörte es für uns natürlich zum absoluten Pflichtprogramm der Kieler Woche. Nach dem Night Glow mit den Ballonen gab es noch ein großes Feuerwerk und wir haben einen Lichtbus entdeckt, der mir auch sehr gefallen hat. Zum Ausklang des Abends habe ich am Lagerfeuer noch ein bisschen von meinen Reisen berichtet.

Schon zu Beginn der Kieler Woche haben Numpsie, Eventi und ich an einer Regattabegleitfahrt teilgenommen. Wir sind ganz dicht an den großen Fährschiffen und den Seglern vorbeigefahren und konnten alles gut bestaunen. Dann durfte ich sogar noch in den Maschinenraum und auf die Brücke unseres Bootes, um mich dort auch noch umschauen zu können. Das war wie immer sehr interessant. Als Schiffskapitän habe ich mich ja schon auf verschieden großen Schiffen und Booten versuchen dürfen.
Auf der Fahrt haben wir auch den Leuchtturm von Friedrichsort gut sehen können.

Zwischen den verschiedenen Ausflügen zur Kieler Woche gab es für mich auch die Gelegenheit, ein paar seglerische Trockenübungen zu machen. Numpsie hat mir dafür ein passendes Segelschiff zur Verfügung gestellt.

Beim Tag der offenen Tür auf dem Marinestützpunkt haben wir den Einsatzgruppenversorger BONN – das größte Schiff der deutschen Marine – besichtigt. Ein sehr sympathisches Schiff; es hat schließlich einen Löwen in seinem Wappen. Auch auf der BONN durfte ich natürlich die Brücke besichtigen bevor wir anschließend von Deck aus eine Seenotrettungsübung beobachtet haben, bei der ein Rettungshubschrauber eine schiffbrüchige Person aus dem Wasser geborgen hat.
Im Feldpostamt habe ich mir dann noch ein paar Postkarten mit Stempeln versehen lassen, bevor wir noch einen Abstecher zu den Gebirgsjägern gemacht haben. Dort habe ich mich in einem Tarnnetz versteckt und Numpsie hatte plötzlich Panik, weil sie mich nicht mehr sehen konnte. Aber mein Kichern hat mich dann doch schnell verraten und wir sind gut gelaunt weiter gezogen.
Beim Zoll gab es dann noch ein Zollboot zu besichtigen und ich habe dann auch noch schnell die Gelegenheit genutzt, mich mit Zolli, dem riesigen Playmobil-Zollmännchen, anzufreunden.

Die große Windjammerparade der Kieler Woche wurde dieses Jahr von der MIR angeführt, die zu den größten Segelschiffen der Welt gehört. Die mussten wir uns natürlich auch aus der Nähe betrachten. Von einer großen Schiffsschraube an Land konnte ich die MIR eine ganze Zeit lang bestaunen. Ein wirklich sehr schönes Schiff!
Dort wo die MIR festgemacht hatte, haben wir uns auch noch weiter umgesehen und einen Schmied entdeckt, der mir einen Seelöwen-Schlüsselanhänger gedengelt hat. Ich bin schließlich mittlerweile Seelöwe ehrenhalber.
Danach konnten wir beobachten, wie der Segler ATLANTIS im engen Bootshafen ein Wendemanöver durchgeführt hat. Lob an den Kapitän – das hätte ich kaum besser hinbekommen.
Nach so viel Besichtigung war dann man wieder eine Snackpause dringend angeraten. Numpsie hat mich mit einer großen Portion Spießbraten und „Pfaffenglück“ – einem mit Käse überbackenen Brot – versorgt. Danach war ich etwas geschafft und habe ein bisschen in einem AIDA-Liegestuhl gechillt, um den Tag ausklingen zu lassen.

Am vorletzten Tag der Kieler Woche konnten wir beobachten, wie die ganzen Ballone von einem weit entfernten Feld gestartet sind. Ein tolles Bild mit so vielen Ballonen. Dann haben wir den Auftritt der North Friesians Dudelsackspieler genossen, und ich habe im Anschluss noch Kontakte zu einzelnen Mitgliedern der Gruppe knüpfen können. Freundlicherweise durfte ich auch mal versuchen, einen Dudelsack zu spielen, aber ich glaube, dass mein Lungenvolumen ungünstig klein ist, um ein solches Instrument vernünftig zu spielen.

Und dann ging die Kieler Woche schon langsam dem Ende entgegen. Daher haben wir die letzte Gelegenheit genutzt, um nochmal auf den internationalen Markt zu gehen, wo es reichlich Leckereien aus allen möglichen Ländern zu verputzen gab. Auf der Rathausbühne spielte eine Big Band und dazu wurde reichlich getanzt. Nachdem unsere Bäuche voll und Füße/Tatzen platt waren, haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, sind aber schnell wieder an einer anderen Bühne hängengeblieben, weil dort gute Musik gespielt wurde.
Zum krönenden Abschluss der Kieler Woche gab es dann nochmal einen Backfisch für mich.

Die Kieler Woche war dann zwar schon wieder Geschichte, aber erfreulicherweise hatte ich noch eine ganze Woche Zeit, um mit Numpsie und Eventi noch ein paar weitere Abenteuer zu erleben.

An einem Tag sind wir zum Kanalcafé am Nord-Ostsee-Kanal gegangen und haben uns dort Eiskaffee gegönnt, während ich mit der Hilfe von Numpsie ein paar Postkarten an meine Freunde verschickt habe. Und selbstverständlich haben wir auch die vielen Schiffe beobachtet.

In einer Mittagspause sind wir zum Schleusenpark spaziert und haben uns das Nixenbad angeschaut. Das ist eine Akustikinstallation mit einer „singenden Nixe“.

An einem Abend sind wir nochmal an den Strand gegangen. In der Nähe vom Bülker Leuchtturm haben Eventi und ich Steinfiguren gebaut. Es heißt, dass der Erbauer einer Steinfigur wieder zurück nach Kiel kommt, wenn seine Figur nicht umfällt. Und da mein Steintürmchen sogar dem starken Wind getrotzt hat, ist ein weiterer Besuch in Kiel damit vorprogrammiert.
Nach einer kleinen Stärkung mit Kaiserschmarrn, einigen weiteren Postkarten und einer lehrreichen Lektion Norddeutsch in einem Strandpavillion hat Eventi darauf gedrängt, dass wir nochmal ans Wasser gehen. Eventi hatte nämlich eine tolle Überraschung für mich: einen aufblasbaren Schwimm-Flamingo, den ich natürlich sofort testen musste. Also den Flamingo aufgepustet und ab ins Wasser damit. Das war ein Spaß!

An meinem letzten Besuchswochenende haben wir dann noch eine Tour nach Düsseldorf und Dortmund unternommen. Die Fahrt am Freitag dauerte etwas länger als geplant, da es eine Teilsperrung im Elbtunnel gab und wir so allein bis hinter Hamburg mehr als drei Stunden gebraucht haben. Zur Aufheiterung haben wir dann unterwegs chinesisches Futter besorgt und uns ein paar Sportwagen angeschaut, die an unserer Raststätte ausgestellt waren. Nach einer Runde Kicker haben wir dann die Fahrt nach Düsseldorf fortgesetzt. Nach dem Einchecken im Hotel sind wir dann nur noch müde ins Bett gefallen…

Samstags sind wir dann nach Dortmund zum Pokemon Go Fest gefahren und hatten dort bei schönstem Wetter viel Spaß. Abends gab es dann noch Pizza in Düsseldorf.

Am Sonntag haben wir dann Düsseldorf erkundet. Wir sind durch die Innenstadt und an der Rheinpromenade entlang spaziert und haben uns zum Beispiel den Landtag von NRW und den Medienhafen angeschaut. Da zufälligerweise das Frankreich-Fest in Düsseldorf war, gab es entsprechende Köstlichkeiten aus Frankreich zu genießen.
Bevor es dann wieder in Richtung Kiel ging, habe ich noch Claude kennengelernt, der mit einem Koffer auf dem Dach seines Autos durch die Gegend reist. Auch eine interessante Variante.
Wenn wir etwas mehr Zeit gehabt hätten, dann hätten wir vielleicht noch Günni und meine Menschen treffen können. Schließlich waren wir ja ziemlich nah an meinem Zuhause.

Der Montag stand dann im Zeichen des Abschiednehmens. Zum Glück musste ich nicht ins Reisekistchen, denn meine nächste Gastgeberin hat mich in Kiel abgeholt. Nachdem mich Eventi zum Abschied nochmal schön frisiert hat, haben wir uns auf den Weg gemacht, um uns mit Piri, ihrer Mutter und Jo zu treffen, wo ich dann mit meinem ganzen Reisegepäck übergeben wurde und verzugslos mein nächstes Abenteuer beginnen konnte.

Da mich Numpsie zwischenzeitlich bereits wieder eingeladen hat – wir werden Anfang 2020 gemeinsam nach Spanien reisen – hat sich die Prophezeiung des standhaften Steinstapels quasi schon erfüllt.

Also bis bald…


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Kategorie(n): Ludwig

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