Ludwigs Abenteuer – Folge 85

Nach acht langen Tagen und Nächten im Reisekistchen kam ich endlich bei meinem nächsten Gastgeber in England an. Mr. Quacks, bei dem ich ja bereits zu Gast sein durfte, erwartete mich gemeinsam mit Sprout dem Dachs, den Guernsey Bears, Clarence & Friends und deren „Mitarbeiter“ für Online-Angelegenheiten Pete. Das war ein tolles Wiedersehen! Mr. Quacks war übrigens sehr angetan vom neuen Innendesign meines Reisekistchens mit den Bildern. Bei einem kleinen Begrüßungsdrink wollten alle ein paar Geschichten von meinem kürzlichen Abenteuer in der Antarktis hören. Da habe ich doch gerne ein bisschen von erzählt. Anschließend wurde noch ein bisschen Taschengeld für die bevorstehende Reise gezählt und untereinander aufgeteilt. Ich habe auch etwas bekommen, damit ich meinem Freund Günni eine Postkarte schicken kann – die liebt er ja so sehr.

Da bis zur Reise noch ein paar Tage Zeit waren, haben wir noch ein bisschen was in England unternehmen können. Das hatten wir uns auch verdient, da wir einen Tag mit Pete auf der Arbeit waren, um ihn fleißig zu unterstützen, und dann auch noch Pläne für die Reise geschmiedet hatten, um die Zeit am Urlaubsort bestmöglich auszunutzen.

Am ersten Ausflugstag sind wir vormittags nach Cambridge gefahren, um uns dort das Gelände der berühmten Universität anzuschauen. Das war wirklich sehr beeindruckend. Es gibt dort unter anderem eine eigene Kirche – die King’s College Chapel – und einen sehr schönen botanischen Garten. Beides haben wir uns etwas intensiver angeschaut.

Von Cambridge aus sind wir dann weiter nach Duxford ins Imperial War Museum gefahren. Das Museum ist auf einem ehemaligen Militärflughafen und gehört als Außenstelle zum London Imperial War Museum. Der Schwerpunkt des Museums liegt auf Flugzeugen. In der Hauptsache natürlich Militärflugzeuge, aber auch eine Concorde kann man hier besichtigen. In der durfte ich sogar ins Cockpit hinein. Im Museum waren wir dann noch mit Truffles the Sheep und Bella and Barty verabredet. Die habe ich ja bei meinem ersten Trip nach England im Oktober 2017 kennengelernt (siehe Abenteuer Folge 60) und wir haben uns alle sehr gefreut, dass wir uns wieder einmal treffen konnten. Als Andenken an den Besuch im Museum und an das Wiedersehen hat mir Truffles zum Abschied eine lustige Spielzeugfeder aus dem Museumsshop geschenkt. Vielen Dank dafür!

Am nächsten Tag sind wir dann nach Lavenham gefahren. Das ist ein kleines Dorf, in dem es viele mittelalterliche Fachwerkhäuser gibt, die teilweise im Laufe der Jahre etwas aus der Form geraten sind und mittlerweile ziemlich schräg und schief dastehen. Deswegen wird es wohl auch gerne als Filmkulisse genutzt. Unter anderem konnte ich in Lavenham das Wohnhaus von Harry Potter anschauen. Aber auch das alte Gildehaus der Wollhändler und die sogenannte Wollkirche waren sehr interessant. Im Gildehaus sind eine Ausstellung über die Gilde der Wollhändler und eine Wechselausstellung, die wir uns natürlich auch angesehen haben. Die Wechselausstellung beschäftigte sich mit dem Thema Eisenbahn in Lavenham, die es bis 1965 gab.

Schon einen Tag später war dann Abflug nach Italien. Genauer gesagt nach Venedig. Also ging es morgens erstmal nach London zum Flughafen und dann ab Richtung Italien. Es war ein sehr ruhiger Flug und die Zeit ging schnell vorbei – ich bin da ja mittlerweile deutlich längere Flugreisen gewöhnt.
Mit einem Boot ging es dann weiter in die Lagunenstadt, wo wir als allererstes im Hotel eingecheckt haben. Aber für mehr als Koffer abstellen und mal schnell im Zimmer umschauen haben wir uns keine Zeit genommen. Denn wir wollten ja viel von Venedig sehen. Also ging es gleich wieder auf Tour. Insgesamt sechs Tage haben wir dann Venedig einschließlich einiger der kleinen Inseln in der Lagune erkundet…

Einer unserer ersten Anlaufpunkte war der Markusplatz mit der Markuskirche. Zum Glück war nicht gerade Hochwasserzeit, denn dann hätten wir natürlich nicht so viel sehen können und ich habe ja auch (noch) keine Gummistiefel. Aber das Wetter war hervorragend und so sind wir gut gelaunt in der Masse der Touristen abgetaucht.

Direkt neben der Markuskirche befindet sich der Dogenpalast, der mit der berühmten Seufzerbrücke mit dem Gefängnis verbunden ist. An der Seufzerbrücke muss man zeitweise regelrecht anstehen, um ein Foto machen zu können. Jeder Tourist möchte sich hier fotografieren lassen.

Worum ich Pete im Vorfeld gebeten hatte, war ein Foto von mir mit der Rialtobrücke. Diesen Wunsch hat er mir selbstverständlich erfüllt, und so war auch diese ganz besondere Brücke einer unserer vorrangigen Anlaufpunkte. Von der Brücke aus kann man auch sehr schön das wuselige Treiben auf dem Canale Grande beobachten. Das hätte ich auch noch viel länger machen können, aber es gab ja noch mehr zu sehen.

Natürlich haben wir uns die Bauwerke Venedigs nicht nur von außen angeschaut. Einige haben wir auch von innen besichtigt. So zum Beispiel die Kirche Santa Maria Gloriosa die Frari, die Scuola Grande di San Rocco und das Opernhaus von Venedig. Ich muss schon sagen, dass die Venezianer damals teilweise schon ganz schön protzig gebaut haben. Aber das ist ganz gut so, denn dann haben wir Touristen heute wenigstens eine ganze Menge zu bestaunen.

Die kleine Insel San Giorgio, die dem Markusplatz gegenüberliegt, haben wir besucht, um unter anderem vom Glockenturm der Kirche auf den Markusplatz herüberschauen zu können. Ein wirklich fantastischer Blick, der für uns dann auch noch vollkommen wolkenfrei war.

Auf der Insel Torcello durfte ich auf einem ganz besonderen Platz probesitzen. Ein steinerner Thron, der angeblich der Thron von Attila dem Hunnen gewesen sein soll. Auf Dauer nicht wirklich bequem, aber für das Fotoshooting war es okay. Sehr sympathisch war allerdings der steinerne Artgenosse von mir, den wir auch auf der Insel entdeckt haben.

Die Insel Burano ist bekannt für die dort hergestellte Spitze. Mich hat aber mehr die auf der Insel hergestellte Pizza mit Würstchen interessiert, die Leopold und ich verdrücken durften.

Murano ist ja bekanntermaßen ein Zentrum der Glasmanufaktur. In den Geschäften sieht man viele liebevoll hergestellte Figuren, man wird aber durchaus weniger liebevoll darauf aufmerksam gemacht, dass das Fotografieren nicht erwünscht ist. Trotzdem musste ein Foto mit Pinguinen natürlich sein, denn seit meinem Aufenthalt in der Antarktis bin ich ja bekanntlich Pinguin-Fan.
Glücklicherweise gibt es auch außerhalb der Geschäfte Sachen aus Murano-Glas zu bewundern, die man ungehindert fotografieren kann. Zum Beispiel ein riesiger Tannenbaum aus buntem Glas.

Was natürlich während unseres Aufenthalts in Venedig nicht zu kurz kam, waren Pizza, Pasta, Wein und guter Kaffee. Davon gab es jeden Tag reichlich, aber die inhalierten Kalorien wurden ja schnell wieder weggelaufen – also zumindest von Pete.

Man wurde ja auch immer zum Essen verführt. Zum Beispiel auf dem Rialtomarkt. Wer bekommt denn da keinen Hunger?

Was wir besonders großen Spaß in Venedig gemacht hat, waren die vielen Fahrten mit den Wasserbussen. Was in anderen Städten die Linienbusse sind, sind hier in Venedig die Wasserbusse. Also quasi ÖPNV auf dem Wasser. Und dazu gibt es dann auch noch die herrlichen Ausblicke auf die Sehenswürdigkeiten von Venedig.

Nach knapp einer Woche war dann die Zeit für den Rückflug nach London gekommen. Aber wir hatten zum Glück viel von Venedig sehen können und hatten reichlich schöne Erinnerungen und Fotos im Gepäck.
Noch am gleichen Tag hat mich Pete dann persönlich zu meinem nächsten Gastgeber gebracht. So ist mir dieses Mal ein Transport im dunklen Reisekistchen erspart geblieben.
Vielen Dank Pete, Mr. Quacks und allen anderen der Gang für die schönen Tage und die spannenden Abenteuer.


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Kategorie(n): Ludwig

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