Ludwigs Abenteuer – Folge 83

Nach meinem langen Besuch bei BigTurtler und dem gemeinsamen langen Aufenthalt auf O’ahu ging es für mich weiter zu Violinista ins Saarland. Zusammen mit ihr sollte es in Kürze wieder über den Atlantik in die USA gehen. Aber dazu später mehr.

Nach meiner Ankunft in Saarbrücken und einer freundlichen Begrüßung hat Violinista erstmal mein Reisekistchen mit den darin befindlichen Reiseutensilien inspiziert. Sie war dann kurz irritiert und meinte dann lachend, dass ja doch nur Schokolade in dem kleinen silbernen Päckchen sei. Hmmm, was hatte sie wohl zuerst gedacht, was da drin sein könnte? Ich weiß es nicht…
Zur Stärkung gab es dann ein leckeres Abendessen und anschließend ein paar kühle Getränke – saarländisches Bier – in Gesellschaft eines anderen kleinen netten Kerls.

Am nächsten Tag hatte Violinista eine Verabredung zum Mittagessen mit ihrer Lieblingskollegin. Ich durfte natürlich mit, und ihr einen guten Tag wünschen. Und natürlich auch am Mittagessen teilnehmen. Danach musste Violinista noch ein bisschen arbeiten – Geigenunterricht in einer Streicherklasse und anschließend noch Privatschüler zuhause. Und auch da durfte ich mit dabei sein und mich selbst auch ein bisschen am Musizieren versuchen. Violinista hat mir eine kleine Geige zur Verfügung gestellt, die jedoch für mich noch immer das Format eines Kontrabasses hatte. Zwischendurch waren wir noch Einkaufen und ich durfte mir das Bier fürs Abendessen aussuchen. Ich habe mich da einfach am Namen orientiert.

Den folgenden Tag hat Violinsta dazu genutzt, mir ein bisschen was von Saarbrücken zu zeigen. Vorher sind wir aber noch gemeinsam zum Friseur gefahren. Während Violinista tatsächlich frisiert wurde, ging es bei mir nur darum, die richtige Perücke für den Tag auszuwählen, damit ich beim anschließenden Sightseeing keine kalten Ohren bekomme.
Bestens frisiert sind wir dann in Saarbrücken ein bisschen umhergelaufen und Violinista hat mich unter anderem zur Ludwigskirche geführt.
Wir mussten dann aber irgendwann wieder schnell nach Hause, da noch ein paar Privatschüler Geige und Blockflöte lernen wollten.

Tags drauf waren die Handwerker im Haus. Um bei dem geschäftigen Treiben nicht zu stören habe ich es mir in meinem Liegestuhl bequem gemacht und ein bisschen in Erinnerungen an Hawaii geschwelgt. Und da zum Glück auch noch ein bisschen vom Reiseproviant übrig war, hatte ich keine Probleme, mich ruhig und unbemerkt zu beschäftigen.
Später ging es dann noch zu Besuch zur Mama von Violinista ins Seniorenhaus. Dafür hatte ich mich extra ein bisschen aufgehübscht. Das kam in der Tat gut bei Mama-Violinista an.
Abends gab es dann noch ein bisschen Sport im Fernseher zu gucken. In passendem winterlichem Outfit haben wir Skispringen angeschaut.

In den folgenden Tagen merkte man dann immer deutlicher, dass die verbleibende Zeit bis zum Beginn der Abreise in die USA doch merklich knapp wurde für die noch geplanten Aktivitäten und Dinge, die zwingend noch zu erledigen waren. Es waren noch Unterrichte zu halten, die Musikschule zu besuchen – wo ich nebenbei bemerkt als Ehrenschüler aufgenommen worden bin – und Violinista hatte sich auch noch vorgenommen, das Anlegen meines Sicherheitsgeschirrs zu üben. Und vergessen werden durfte natürlich die Chorprobe auf gar keinen Fall. Die war besonders wichtig, denn der Hauptgrund der bevorstehenden Reise war ja gerade eben das Singen im Chor. Und abgerundet wurde die Zeit bis zur Abreise dann noch von einem Besuch beim Max Ophüls Filmfestival, wo ich es fast geschafft hätte, mich auf den roten Teppich zu schleichen. Aber leider hatte ich mein Sicherheitsgeschirr an und Violinista konnte mich so an der kurzen Leine zurückhalten. Warum sie das gemacht hat weiß ich aber nicht. Die Fotografen hätten sich doch bestimmt über mein Erscheinen gefreut.

Und dann war es endlich so weit. Aufbruch nach New York City in die USA. Ich war zwar erst vor wenigen Monaten dort, aber damals ja nur auf eine kurze Stippvisite als Start- und Endpunkt der Kreuzfahrt mit Schnuffel (siehe Abenteuer Folge 79).
Schon einen Tag vor dem Abflug ging es mit dem Zug von Saarbrücken nach Frankfurt. Nach einer geruhsamen Nacht im Hotel, wo ich im Zimmer ein eigenes riesiges Bett zur Verfügung hatte, ging es dann in den Flieger und rüber in die USA. Nach dem üblichen Einreiseprozedere konnten wir dann zielstrebig zu unserem Hotel fahren, das direkt am Times Square gelegen war. Also nicht gerade die schlechteste Gegend in der Stadt. Trotz Müdigkeit wegen des langen Flugs und der Zeitverschiebung ging es kurz nach dem Einchecken ins Hotel auf eine erste kleine Erkundungstour durch die nähere Umgebung.

Die ersten Tage standen dann ganz im Zeichen des Hauptgrundes für die Reise. Die Teilnahme des Chores, in dem Violinista mitsingt, am Konzert zum 75. Geburtstag von Sir Karl Jenkins in der berühmten Carnegie Hall. Dafür musste natürlich noch ein bisschen geprobt werden, bevor dann eine große Generalprobe und danach erst das richtige Konzert stattfinden konnten. Generalprobe und Konzert sollten eigentlich für mich tabu sein, da keine Löwen dazu zugelassen waren. Violinista hat es dann aber ermöglichen können, dass ich dabei sein dufte. Das war wirklich toll und es hat mir ganz besonders viel Spaß gemacht, die ganzen Chormitglieder zu beobachten. Ihren Stolz konnte man deutlich in ihren Gesichtern sehen. Das war natürlich auch bei Violinista der Fall.
Nachdem das ausverkaufte Konzert unter großem Applaus der Zuschauer zu Ende gegangen war, gab es noch eine große Aftershow-Party mit Buffet und reichlich Trinkbarem. Das war eine sehr gesellige Veranstaltung, bei der wir alle viel Spaß hatten.

Da wir von der Party ziemlich angeschlagen waren, wurde am nächsten Tag erstmal bis mittags geschlafen, um fit für den restlichen Tag zu sein. Während für die anderen Mitglieder von Violinistas Chor schon wieder Rückreise angesagt war, fing für uns jetzt der touristische Teil der Reise an.
Wir starteten also am frühen Nachmittag und machten uns auf zur Südspitze von Manhattan. Von dort aus ging es mit der Fähre nach Staten Island. Das besonders schöne an der Fahrt ist, dass man an der Freiheitsstatue vorbeikommt und zudem auch einen tollen Blick auf Südmanhattan mit seiner Skyline werfen kann. Nach dem Verlassen der Fähre haben wir uns dann St. George, einen Stadtteil von Staten Island, genauer angesehen und sind auch in einem Lokal zum Essen eingekehrt, um uns etwas zu stärken.

Anschließend ging es wieder zurück nach Manhattan. Dort haben wir bei Vollmond und klirrender Kälte einen Spaziergang über die fast menschenleere Brooklyn Bridge gemacht. Nach dem Abendessen sind wir dann mit der Metro wieder zurück zum Times Square gefahren. Dort habe ich die Werbung für das Musical König der Löwen gesehen, und vorgeschlagen dort hinzugehen. Aber Violinista hatte bereits Tickets fürs Musical am nächsten Abend. Jedoch nicht König der Löwen sondern Phantom der Oper.

Wie geplant ging es dann am nächsten Tag – nach vorheriger ausgiebiger Faulenzerei – ins Musical Phantom der Oper. Das war sehr schön, und ich war auch nicht länger traurig darüber, den König der Löwen nicht zu sehen. Im Publikum habe ich dann noch eine Maklerin aus Los Angeles kennengelernt, die sich sofort in verliebt hat. Aber unsere Wege mussten sich schon schnell wieder trennen, denn Violinista hatte mir noch ein Eis vor dem Rückweg zum Hotel versprochen…

Dann gab es noch ein weiteres kulturelles Highlight: ein Besuch der Metropolitan Opera. Ein sehr schöner Abend, der einen gebührenden Abschluss unseres New York Aufenthalts bildete. Denn schon war die Woche wieder vorbei und der Rückreisetag stand quasi vor der Hoteltür.

Vom Rückflug selbst habe ich dann gar nicht mehr so viel mitbekommen. Nachdem wir zum Flughafen gefahren waren und noch ein bisschen Flugzeuge geguckt haben, ging es dann in die Maschine und schon kurz nach dem Start hat mich dann die Müdigkeit etwas übermannt. Violinista hat mich dann kurz mal für einen Snack geweckt und danach habe ich bis zur Landung weitergedöst. Irgendwann waren wir dann wieder in Frankfurt und ein paar Stündchen später letztendlich dann zurück in Saarbrücken.

Zwar verblieb noch ein Wochenende bei Violinista, aber wir mussten uns beide von den Erlebnissen in New York City und vom Jetlag erholen. Daher haben wir einfach nur gefaulenzt und bis zu meiner Abreise ansonsten nichts mehr unternommen. Aber so ein wenig Ruhe muss zwischendurch auch mal sein…

Nachdem wir uns dann voneinander verabschiedet hatten und Violinista mich mit meinem Reisekistchen zur Post gebracht hatte, kam schon ein bisschen Aufregung wegen meiner kommenden Abenteuer auf. Pinguine in der Antarktis und noch viel mehr. Mit dem Ausmalen meiner nächsten Abenteuer konnte ich mir die Zeit im Reisekistchen gut vertreiben…


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Kategorie(n): Ludwig

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