Ludwigs Abenteuer – Folge 82 – Teil II

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Nachdem der sportliche Teil des Hawaii-Aufenthalts damit erfolgreich erledigt war, standen uns nun noch dreieinhalb Wochen zur Erholung und zum Erleben von Abenteuern zur Verfügung. Und diese Zeit haben wir wirklich ausgenutzt. Ich weiß kaum, wo ich mit dem Erzählen anfangen soll. Vielleicht erstmal mit den Dingen, die sich zu einer täglichen Routine entwickelt haben:
So haben wir zum Beispiel jeden Tag nach besonderen Bäumen Ausschau gehalten, fotografiert und auf Twitter gepostet, um dem Sir Olli von Raabe eine Freude zu machen. Und ich glaube, das ist uns auch gelungen.
Wenn man sich am Meer bzw. auf einer Insel aufhält, dann gibt es immer herrliche Sonnenuntergänge zu erleben. Deshalb haben wir die auch nahezu jeden Tag beobachtet. Entweder am Strand oder von unserem Hotelzimmer aus.
An vielen unserer Urlaubstage waren wir mit den Waikiki Trolleys unterwegs. Das sind – teils recht alte, teils neuere – Hop-on Hop-off Busse. Schließlich kann man nicht alle Strecken zu Fuß bewältigen, und es hat auch immer Spaß gemacht, aus den Trolleys die Gegend zu bestaunen.
Zu den fast täglichen Aktivitäten gehörte für Turtler und mich auch das Klettern. Er hatte ja schon vor dem Urlaub gezeigt, dass er sehr talentiert dafür ist. Und während des Urlaubs ergaben sich unzählige Möglichkeiten, die Kletterfertigkeiten weiter zu verbessern. Insbesondere die vielen Palmen waren bestens dafür geeignet.

Zu einer Routine sind auch meine nächtlichen Streifzüge durch das Hotelzimmer geworden. Die Turtlegang einschließlich Mensch haben nachts immer tief und fest durchgeschlafen. Ich war zwischendurch immer mal wach und habe mich nach Futter umgeschaut. Nachdem Turtler das nach einigen Tagen mitbekommen hat, hat er abends immer absichtlich irgendwo einen leckeren Snack für mich deponiert. Total nett!

So eine tolle Reise braucht natürlich auch Erinnerungen. Und auch Mitbringsel und das Verschicken von Ansichtskarten gehören dazu. Deshalb haben wir uns auch um solche Dinge gekümmert. Unzählige Postkarten wurden gekauft, geschrieben und verschickt. Dazu wurden nach und nach die Souvenirs und Geschenke gekauft, die gefühlt allein einen ganzen Koffer gefüllt haben. Turtler und die Mensch haben insbesondere für meinen Freund und Mitbewohner Günni ganz tolle Sachen gekauft. Unter anderem zwei Sets Hawaiihemd mit Short. Klasse Outfits, über die sich Günni megamäßig gefreut hat. Und auch mein Menschen (also Tourmanager und Assistentin) haben wunderschöne Geschenke nach der Rückkehr von der Reise geschickt bekommen.

An einem Tag waren wir im Waikiki Aquarium, das zur Universität von Hawaii gehört. Dort gibt es unzählige Meeresbewohner zu bewundern. Natürlich viele Fische, aber auch Quallen, Seesterne, Korallen und auch Reptilien. Turtler und ich waren wirklich fasziniert von den vielen Tieren und wir konnten unsere Blicke kaum von den Aquarien abwenden. Wobei ich zwischendurch immer mal wieder den Verdacht hatte, dass uns die Fische genauso interessiert angestarrt haben wie wir sie.

Schon vor der Reise nach Honolulu hatte ich Turtler darum gebeten, dass er mir die Statue zeigt, die man immer im Fernsehen sieht, wenn ein Film oder eine Serie auf Hawaii spielt. Und da er mir das versprochen hat, sind wir natürlich hingefahren. Die Statue von King Kamehameha I. steht vor dem Hawaii Supreme Court – also vor dem obersten Gericht. Ganz in der Nähe ist der Iolani Palace, der Palast der letzten Monarchen von Hawaii. Den Palast haben wir dann auch besichtigt und viel über die früheren Monarchen der Inseln erfahren.

Turtler meinte an einem Morgen, dass es an der Zeit wäre, die Aussicht auf Honolulu zu genießen. Hörte sich gut an, aber von wo aus sollte man das denn machen? Turtler und die Mensch hatten natürlich einen Plan. Also ging es zum Diamond Head – dem rund 230 Meter hohen Krater eines erloschenen Vulkans. Dort angekommen ging es auf dem Diamond Head Trail gemütlich nach oben. Zwischendurch haben wir immer wieder Pausen eingelegt und uns umgeschaut. Aber die beste Aussicht hatte man natürlich ganz oben am Aussichtspunkt.
Nachdem wir dann wieder nach unten gewandert waren ging es zu einem nahegelegenen Farmersmarket, wo wir uns mit ein paar Snacks eingedeckt haben. Nach einer Fahrt mit einem der Trolleys ging es grob in Richtung Hotel zurück – jedoch nicht ohne einen Zwischenstopp an der Kahala Mall, um dort ein leckeres Bananeneis zu futtern. Bananeneis war übrigens eine sehr gute Empfehlung von Turtler. Er liebt es, und ich bin auch schnell auf den Geschmack gekommen. Daher haben wir in Honolulu auch einige davon verdrückt.

In Honolulu gibt es auch einen Sea Life Park. Keine Frage, dass wir auch dorthin einen Ausflug gemacht haben. Dort haben wir unter anderem Haie, Delfine, Robben, Pinguine und unzählige Fische besucht. Und natürlich auch Turtles. Große Meeresschildkröten, die im hawaiianischen übrigens Honu heißen. Die Honus durften wir dann sogar ganz aus der Nähe anschauen.

Auch dem Bishop Museum haben wir einen Besuch abgestattet. Es ist das Museum für Natur- und Kulturgeschichte des Bundesstaates Hawaii. Es gibt viele hawaiianische Objekte anzuschauen. Darunter auch viele, die dem Museum vor weit über einhundert Jahren von einer hawaiianischen Prinzessin vererbt wurden.

Irgendwie war es dann schon ein bisschen komisch, dass auf einmal Weihnachten war. Weihnachten mit Strand, Palmen, warmen Temperaturen und so weiter ist ja nicht das, was man so als mitteleuropäisch geprägter Löwe gewohnt ist. Aber eine schöne Erfahrung, Weihnachten auch mal so zu verbringen. Da Turtler ja ein hervorragender Organisator ist, hatten wir im Hotelzimmer sogar einen Mini-Weihnachtsbaum. Und so konnten wir auch ein bisschen Weihnachten feiern.

Weil trotz Weihnachten keine touristische Pause eingelegt wurde, waren wir auch an den Feiertagen aktiv. So sind wir am zweiten Weihnachtstag erst zum Aloha Tower – den man im Fernsehen oft sieht, wenn es um Hawaii geht – geschlendert und haben danach noch das Army Museum besucht, wo wir uns gepanzerte Fahrzeuge, Geschütze und auch Hubschrauber angesehen haben.

Schon von Beginn unseres Aufenthalts in Honolulu an hatten wir geplant, mal ins IHOP (International House Of Pancakes) zu gehen, um dort zu frühstücken. Und dann kam tatsächlich auch der Tag, an dem wir es geschafft haben. Bei einem nachweihnachtlichen Grinch-Menü mit grünen Minz-Pancakes haben wir uns so richtig die Bäuche vollgeschlagen. Das war richtig lecker!

O’ahu ist ja – wenn man aus der Stadt Honolulu hinausfährt – eine sehr grüne Insel, auf der es auch echten Regenwald gibt. Den mussten wir natürlich auch anschauen. Mit dem Bus sind wir bis an den Rand des Regenwalds gefahren und dann mutig hinein marschiert. Der offizielle Trail war leider wegen der Regenfälle, die es in den vorangegangenen Tagen auf diesem Teil der Insel gab, geschlossen. Aber wir ließen uns nicht abhalten und sind trotzdem über einen Trampelpfad ein Stück in den Regenwald hinein. Viel sattes Grün, eine feuchte Umgebung und viele Insekten begrüßten uns sofort. Irgendwie habe ich mir einen Regenwald genauso vorgestellt. Wir machten einige Fotos, posierten wie die übrigen Touristen und konnten uns an der Natur kaum satt sehen. Irgendwann entschlossen wir uns dann aber doch, wieder in die Zivilisation zurückzukehren.

An Silvester haben wir mittags – pünktlich zum Beginn des neuen Jahres in Deutschland – ein Picknick im Park veranstaltet. Danach wollten wir ein Fotoshooting machen, das ist aber leider wegen eines Regenschauers im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.
Das Silvesterfeuerwerk haben wir uns dann nachts am Strand angeschaut und waren einerseits glücklich, dass wir den Start in neue Jahr auf Hawaii verbringen konnten, aber andererseits auch ein wenig wehmütig, da der Aufenthalt in Honolulu ja doch so langsam dem Ende entgegen ging.
Zur Feier des neuen Jahres gab es nach dem Feuerwerk noch ein paar coole Drinks für uns alle.

Den Neujahrstag haben wir damit verbracht, einen ausgiebigen Abschiedsrundgang am Waikiki Beach zu machen, der aber an diesem Tag ziemlich überfüllt war. Deshalb haben wir dann lieber noch ein paar Einkäufe gemacht, denn es fehlten noch ein paar Souvenirs.

Am 02. Januar war dann der schlimme Tag der Abreise gekommen. Nach dem Kofferpacken ging es ein letztes Mal auf eine Runde in den Beach Park, an den Schildkrötenteich und zum Ali Wai Kanal, um von O’ahu Abschied zu nehmen. Für einen kleinen Imbiss am Beach Walk Cafe war dann gerade noch Zeit, bevor es Richtung Flughafen ging. Dort gab es glücklicherweise ein Buffet und einen Gin Tonic. Den hatte sich insbesondere die Mensch verdient, da sie bei der Security Koffertetris spielen musste. Einmal alles auspacken und anschließend wieder in den Koffer hineinstopfen.

Wie schon auf dem Hinflug haben wir in Los Angeles einen mehrstündigen Aufenthalt zum Umsteigen und Stärken gehabt, bevor dann zum vorletzten Mal ein Flugzeug bestiegen wurde. Zuvor waren wir aber noch auf der Besucherterrasse, um uns Flugzeuge anzugucken. Dann hat uns die Lufthansa zielstrebig zurück nach Deutschland gebracht. Auf diesem langen Flug wurden wir wieder reichlich verwöhnt, sodass die Zeit relativ schnell vorbeiging. In Frankfurt haben wir dann zum letzten Mal das Flugzeug gewechselt, sind in einer knappen halben Stunde nach Stuttgart gedüst und wurden von dort aus nach Turtletown chauffiert, wo wir alle ziemlich fertig von der Reise recht schnell unsere Augen zugemacht und geschlafen haben.

Die nächsten zwei Tage haben wir dann mehr oder weniger erfolgreich gegen den Jetlag und die damit einhergehende Müdigkeit gekämpft. Mit der Unterstützung von Fernseher und Snacks haben wir den Kampf schließlich gewonnen.

Und damit war dann auch mein bis hierhin längster Besuch auf meinen Reisen beendet. Mit vier Wochen auf Hawaii zweifellos ein absolutes und unvergessliches Highlight. Es war schon sehr schwer, mich nach so langer Zeit von BigTurtler, seiner Gang und der Mensch zu verabschieden. Aber wir konnten uns alle damit trösten, dass wir uns noch in diesem Jahr wiedersehen werden. Ich darf nämlich bei einer weiteren Urlaubsreise dabei sein. Eine Kreuzfahrt, bei der auch Schnuffel an Bord sein wird. Ein doppeltes Wiedersehen also. Diese Aussichten haben uns letztendlich den Abschied ein bisschen leichter gemacht…

Bye bye und bis bald, es war toll bei und mit euch!!!


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Kategorie(n): Ludwig

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