Ludwigs Abenteuer – Folge 76

Nach meinem Besuch bei Ruerfisch in Cottbus bin ich zum vierten Mal nach Schwarzenburg / Schweiz zu Andrea gereist. Bei ihr bin ich ja mittlerweile schon Stammgast. Oder gehöre ich vielleicht sogar schon zur Familie? Wenn nicht, dann wird es nicht mehr lange damit dauern.
Die Anreise war wegen des Grenzübertritts EU/Nicht-EU leider wieder etwas langwieriger. Aber nach acht Tagen im Reisekistchen wurde ich dann dienstags endlich bei Andrea zugestellt. Zur Begrüßung hat mir Andrea ein paar herzhafte Muffins mit Speck und Käse gebacken, denn nach so langer Zeit im Reisekistchen war ich ziemlich ausgehungert.
Den ersten Tag haben wir dann auch nur damit verbracht, unser Wiedersehen zu genießen, und zu berichten, was wir so in letzter Zeit alles erlebt hatten.

Am nächsten Tag ging es nach Riffenmatt zum Essen ins Restaurant Löwen und anschließend haben wir einen kurzen Abstecher nach Ottenleuenbad gemacht.
Wieder zu Hause gabs noch ein paar selbstgepflückte Himbeeren aus dem Garten.

Den Donnerstagmorgen hat Andrea dazu genutzt, das Anlegen meines Sicherheitsgeschirrs auszuprobieren. Ich glaube, dass sie daran fast verzweifelt wäre. Ist anscheinend doch nicht so einfach, wie ich es selbst immer empfinde.
Nach den Sicherheitsgeschirrübungen sind wir dann zum Essen nach Solothurn gefahren. Ins Restaurant Löwen in der Löwengasse – passender geht’s wohl kaum!
Gut gestärkt sind wir dann ins Naturmuseum gegangen. Gut eineinhalb Stunden sind wir durch die Ausstellung und haben uns alles ganz genau angeschaut. Die vielen ausgestopften Tiere haben mich echt beeindruckt, aber so ein dauerhaftes Dasein in einem Museum kann ich mir für mich nicht vorstellen. Das wäre mir dann nach einiger Zeit bestimmt zu langweilig…
Abends gab es dann noch ein bisschen Fußball im Fernsehen.

Am Freitag ist Andrea dann mit mir einigen anderen plüschigen Begleitern nach Murten gefahren. Ziel war ein VW-Käfer-Treffen. Da wir aber zeitig losgefahren sind, war vor dem Anschauen der Autos noch Zeit für ein Essen, einen Spaziergang und den Besuch eines Ladens mit Postkarten und Souvenirs. Als dann endlich die Zeit da war, um die alten Autos anzuschauen, wollte das Wetter nicht mehr mitspielen. Es fing an zu regnen und zu gewittern. So mussten wir uns dann ins Trockene retten und einen günstigen Zeitpunkt für die Rückfahrt abpassen.
Den Samstag haben wir dann überwiegend zuhause verbracht. Nach einem kleinen Einkauf gab es viel Sport im Fernsehen zu gucken. Ich habe wie immer fleißig geholfen, Andreas Favoriten anzufeuern und das hat auch mal wieder wunderbar geholfen.
Sonntags sind wir dann ein weiteres Mal nach Solothurn gefahren. Da es an diesem Tag geklappt hatte, mir das Sicherheitsgeschirr anzulegen, konnte ich in der Verenaschlucht die Aussicht mal aus einer ganz anderen Perspektive genießen – baumelnd über einem kleinen Wasserfall.
Und mit diesem Ausflug ging dann die erste Besuchswoche bei Andrea zu Ende.

Die neue Woche starteten wir mit einer Fahrt zur Axalp oberhalb von Brienz, um dort den Schnitzlerweg, einen Rundweg mit etwa 100 geschnitzten Holzskulpturen, zu besichtigen. Damit waren wir den ganzen Nachmittag beschäftigt. Man kommt nämlich aus dem Staunen gar nicht heraus, was man alles für tolle Figuren aus einem Holzstamm schnitzen kann. Ist schon sehr beeindruckend!

Dienstags waren wir dann im Shoppyland in Urtenen-Schönbühl. Das Shoppyland ist das älteste Einkaufszentrum in der Region. Dort kann man sich eine ganze zeitlang aufhalten und es gibt viel anzuschauen. So ging der Tag mal wieder schnell vorbei.
Für den Mittwoch war wieder ein größerer Ausflug geplant. Wir fuhren nach Augst, um die alte Römerstadt Augusta Raurica zu besichtigen. Dort haben wir uns insbesondere den Außenanlagen und dem zur Römerstadt dazugehörigen Tierpark gewidmet. Auf den Besuch des Museums haben wir verzichtet. Als wir alles angeschaut hatten, waren wir ziemlich erledigt und wollten nur wieder nach Hause, denn es war doch wirklich sehr heiß an diesem Tag. Und wenn selbst Andrea, die heiße Temperaturen liebt, das sagt, dann war es wirklich heiß!

Die folgenden Tage haben wir dann etwas ruhiger angehen lassen. Ein paar Einkäufe, Spaziergänge ins Dorf, viele Leckereien zwischendurch und einfach auch ein wenig faulenzen.
Andrea wollte meinen Reisepass im Dorf abstempeln lassen, aber die wollten das tatsächlich nicht machen. Außerdem stellten wir bei der Gelegenheit fest, dass mein Reisepass tatsächlich mittlerweile schon voll ist – was sagt man dazu?
Sonntags sind wir zum Kuchenessen nach Aarberg gefahren. Andrea und ihre Eltern fahren dort häufiger hin, weil man an der Aare auch einfach schön Spazierengehen kann. Weil es an diesem Tag auch wieder sehr warm war, habe ich mir während des Ausflugs auch noch ein kurzes aber erfrischendes Bad gegönnt.

Meine dritte Besuchswoche stand dann ganz im Zeichen einer mehrtägigen Busreise nach Südtirol. Nach einem schnellen und vor allem frühen Kaffee ging es montags um 05.30 Uhr mit dem Bus los. Da das Wetter an diesem Tag schön mitspielte, konnten wir den Sonnenaufgang aus dem Bus heraus beobachten und haben uns unserem ersten Zwischenziel entgegen chauffieren lassen. Eine erste Kaffeepause haben wir noch in der Schweiz gemacht, das Mittagessen gab es dann bereits in Österreich.
Nach dem Essen ging es weiter bis zu einem Zwischenstopp in Graun im Vinschgau. Dort haben wir uns den im Reschensee versunkenen Kirchturm angesehen. Naja,…okay…der Kirchturm ist nicht wirklich versunken, sondern das Wasser des Stausees wurde 1950 soweit aufgestaut, dass dort wo es früher einen ganzen Ort gab jetzt nur noch die Spitze der Kirche aus dem See herausragt. Selbstverständlich wollen hier alle Touristen mal gucken und fotografieren…
Anschließend ging die Fahrt weiter bis nach Südtirol. Nach insgesamt zwölf Stunden – neun davon im Reisebus – kamen wir endlich am Ziel in Wolkenstein / St. Cristina im Grödnertal an. Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, haben wir erstmal den schönen Blick auf die Berge auf uns wirken lassen.

Dienstags haben wir dann einen Ausflug zur Seiser Alm gemacht. Nach ein paar technischen Störungen und entsprechender Verzögerung kamen wir an der Bergstation der Gondelbahn – der so genannten Umlaufbahn – an. Nach einer kleinen Wanderung haben wir uns ein Mittagessen gegönnt und sind anschließend wieder mit der Gondelbahn zur Talstation gefahren. Nach einem kleinen Abstecher nach Kastelruth mit Shopping-Pause sind wir noch in eine Schnitzerei und anschließend wieder ins Hotel gefahren. Von dort aus konnte man dann noch schön ein bisschen durch die Gegend laufen, alles erkunden und die schönen Aussichten genießen. Wegen eines rüpelhaften Radfahrers hatte Andrea dann auch noch einen kleinen Unfall, bei dem sie sich einige Schürfwunden und einen verstauchten Knöchel eingehandelt hat. Sowas muss man nun wirklich nicht haben – besonders nicht im Urlaub.
Für den Mittwoch war eine Dolomitenrundfahrt mit fünf Pässen angesagt; die so genannte „Fahrt rund um die Sella“. Natürlich wurde die Fahrt regelmäßig unterbrochen, um entweder einfach die Aussicht genießen zu können, oder für Kaffeepausen und Mittagessen. Insgesamt waren wir einige Stunden unterwegs, aber es war wirklich eine tolle Fahrt mit vielen schönen landschaftlichen Eindrücken.
Nach der Rückkehr gab es dann noch ein bisschen Kaffee, Kuchen und Eis. Aber nicht zu viel, denn das Abendessen unter dem Motto „Tiroler Abend“ wartete ja auch noch auf uns. Gut gestärkt haben wir dann abends noch einige Postkarten geschrieben.

Am Donnerstag wurde dann das Wetter leider schlechter, denn es zog Regen auf. Der eigentlich geplante Ausflug zum Antholzer See und zum Pragser Wildsee wurde spontan etwas abgeändert und so sind wir nach dem Besuch des Antholzer Sees schon wieder zurück Richtung Wolkenstein gefahren. Unterwegs meinte dann der Bus, dass seine Klimaanlage mal auslaufen könnte. Und das genau über unseren Plätzen. Andreas Vater hat dann tatsächlich einen Regenschirm aufgespannt. Jaaa, ganz genau! Im Bus.
Nach der Rückkehr zum Hotel waren wir dann noch etwas im Ort unterwegs und haben unser Abendessen dieses Mal nicht im Hotel, sondern in einer Pizzeria gehabt. Später im Hotel wurde dann noch ein bisschen Fernsehen geschaut.
Freitags ging es dann schon früh wieder los in den Bus, den die Rückreise nach Schwarzenburg stand auf dem Programm. Die Fahrt hat sich ganz schön gezogen und so kamen wir erst abends um neun bei Andrea zuhause an.
Samstags und sonntags haben wir uns dann von der anstrengenden Busfahrt erholt und uns zwei ruhige Tage gemacht. Natürlich mit ein bisschen Fernsehprogramm und einigen leckeren Snacks zwischendurch.
Und damit waren dann meine knapp drei Wochen Besuchszeit bei Andrea vorbei. Montags ging es dann im Reisekistchen zur Post, und ich musste meine Freunde aus Schwarzenburg zum vierten Mal wieder verlassen. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass Andrea mich irgendwann nochmal zu einem Besuch einladen wird. Schließlich war ich bisher immer brav, und ihr haben meine Besuche auch sehr viel Spaß gemacht.

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Kategorie(n): Ludwig

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