Ludwigs Abenteuer – Folge 72

Von der britischen Insel ging es weiter nach Butzbach zu Frank, Bruno Wuschel und all den anderen netten Gesellen, die ich ja schon Anfang 2017 bei meinem ersten Besuch kennenlernen durfte (siehe Abenteuer Folge 42).
Nach einer freundlichen Begrüßung mit viel Wiedersehens-Begeisterung wurde zu meinen Ehren eine Lasagne zubereitet. Nach vier Tagen im Reisekistchen hatte ich auch mächtig Hunger.

Die nächsten Tage haben die Menschen viel Zeit damit verbracht, im Garten einiges zu erledigen. Rasen mähen, umgraben, Blümchen pflanzen, säen, usw. Alles Arbeiten, bei denen Leo, mein löwiger Verwandter, die Wuschels und ich nicht wirklich viel helfen konnten. Also haben wir es uns bequem gemacht und einfach zugeschaut, moralisch unterstützt und uns zwischendurch auch ein bisschen über die Gartenprojekte schlau gemacht. Die Blümchenwiese wurde zum Beispiel für die Bienen angelegt…

Als Kontrastprogramm zur Gartenarbeit gab es an einem Tag handwerkliche Arbeit. In einer Armbanduhr musste die Batterie gewechselt werden. Da ich mich bei dieser Aktion wirklich gut einbringen konnte und anscheinend eine große Hilfe war, ging es nach getaner Arbeit in ein Eiscafé, wo es einen großen Eisbecher als Belohnung gab.

Dann war auf einmal mitten in der Woche Feiertag und festgelegt, dass es ein idealer Tag für einen Ausflug ist. Es ging in den Hessenpark – ein Freilichtmuseum in Neu-Aspach. Da war an diesem Tag einiges los, aber wir haben uns gut unter die anderen Besucher gemischt.
Im Freilichtmuseum gibt es wirklich viel Interessantes zu entdecken. Auch wenn man schon einmal da war. Vielleicht erinnert ihr euch – bei meinem ersten Besuch von Frank im letzten Jahr waren wir auch da.
Aber da es in so einem Museum immer wieder Neues zu sehen gibt, kann man auch mehrere Besuche dorthin unternehmen. Dieses Mal haben wir uns besonders intensiv mit einer alten Dampfmaschine – die früher von Pferden über die Felder gezogen wurde -, dem Thema Korbflechterei, Schmuckherstellung und alten Telefonen beschäftigt. Und nicht zu vergessen: ich habe auch ein paar nette Flauscher getroffen.

Ein paar Tage später sind wir nach Herborn gefahren. Dort war der sogenannte Erdbeer-Sonntag. Komisch eigentlich, diese Veranstaltung so zu nennen, denn es gab nur einen einzigen Stand mit frischen Erdbeeren. Und die waren noch nicht einmal ansprechend – wir haben verzichtet. Zum Glück gab es noch eine tolle Oldtimer-Ausstellung, wo wir uns viele hübsche Gefährte anschauen konnten. Und da Frank früher in Herborn gelebt hat, konnte er auch viel über die Stadt und ihre Plätze erzählen. Da gibt es zum Beispiel zwei Bürgerdenkmäler von insgesamt sechs mehr oder weniger berühmten Herbornern aus dem letzten Jahrhundert. Denen habe ich mich natürlich ordentlich vorgestellt.

Nach dem Ausflug nach Herborn haben wir es wieder ein paar Tage lang ruhiger angehen lassen. Die Menschen haben sich wieder viel dem Garten gewidmet und die Wuschels und ich haben dummes Zeug angest…ähhh Moment…haben brav zugeschaut oder uns mit gegenseitigem Erzählen von bisher erlebten Abenteuern beschäftigt.
An einem Nachmittag durfte ich im Fernseher eine Dokumentation über Löwen im Frankfurter Zoo anschauen. Das war schon schön anzuschauen aber ich bin froh, dass ich nicht in einem Zoo lebe, sondern in der Welt umherreisen darf.

Frank musste sich dann mal für zwei Tage von uns verabschieden, da er zu einer Untersuchung ins Krankenhaus musste. Wir wollten ja eigentlich alle mitkommen, aber er meinte, dass wir lieber zuhause bleiben sollten.
Nachdem sich Frank dann von seinem Krankenhaus-Kurzaufenthalt wieder erholt hatte, haben wir einen Spaziergang durch die Butzbacher Altstadt unternommen. Dort gibt es viele alte Fachwerkhäuser zu bestaunen. Dann sind wir noch zum Mathildenbrunnen gegangen und haben uns später in einem Café leckere heiße Getränke gegönnt. Ach ja… auf einem Spielplatz durften wir zwischendurch ein bisschen herumtoben und schaukeln. Das hat riesigen Spaß gemacht.

Ein paar Tage später gab es ein weiteres schönes Highlight. Einen Ausflug in den Opel Zoo nach Kronberg im Taunus. Hier haben wir uns einige Stunden lang die vielen Tiere angeschaut und auch noch ein bisschen was lernen können. Zum Beispiel über unterschiedliche Kopf-/Schädelformen und Gebisse bei Tieren.
Die Giraffen im Opel Zoo habe ich selbstverständlich von meinem besten Freund Günni Giraffe gegrüßt. Versteht sich von selbst, oder?

Ein Bekannter von Frank besitzt einen großen Kirschbaum, der unbedingt von seiner Last – den vielen reifen Sauerkirschen – befreit werden musste. Also sind wir an einem Tag dorthin spaziert, um unsere Hilfe anzubieten. Nachdem Bruno und ich erst eine Zeitlang im Baum herumgeklettert sind haben wir dann geholfen, die Kirschen zu ernten und in einen großen Eimer zu füllen. Zuhause sollte dann davon Marmelade produziert werden. Wegen der unbekannten Verträglichkeit zwischen Kirschsaft und Bären- bzw. Löwenfell durften Bruno und ich bei der Herstellung aber nur aus der Ferne zuschauen.

An einem der nächsten Tage war in Butzbach das jährliche Hexentreiben angesagt. Dabei handelt es sich um einen mittelalterlichen Markt mit vielen Verkaufsständen, Futterbuden und Musik. Mein besonderes Interesse galt einer großen Futterbude, an der gegrillte Fleischspieße verkauft wurden…
Gut gestärkt konnte ich mich dann auch mit einigen mittelalterlichen Bären bekanntmachen.
Als Erinnerung an diesen Tag und meinen zweiten Aufenthalt in Butzbach habe ich dann auch noch einen kleinen Hexenorden geschenkt bekommen.

An meinem letzten Besuchstag hatte Frank Geburtstag. Da war es natürlich klar, dass das sein Tag werden sollte. Deshalb war er auch mit der Menschin unterwegs und die Wuschels und ich haben uns einen gemütlichen Tag auf dem Sofa gemacht. Abends haben wir dann noch Fußball geschaut, aber das war nicht ganz so spannend wie erwartet…

Am nächsten Morgen wurde dann noch einmal sehr ausgiebig gefrühstückt und danach kam der große Abschied. Wir waren alle ein bisschen traurig, dass es für mich nun wieder ins Reisekistchen gehen musste. Vorher gab es noch einen Eintrag in mein Reisetagebuch und es wurde penibel geprüft, ob auch alle meine Reisesouvenirs und Reisebegleit-Utensilien im Paket verstaut worden waren.

Macht es gut liebe Wuschels, lieber Leo und natürlich liebe Menschen! Vielleicht gibt es ja irgendwann auch noch ein weiteres Wiedersehen während meiner Reisen…

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Auf meiner Abenteuerkarte könnt ihr euch auch übersichtlich anschauen, wo mich meine Reise bisher hingeführt hat und welche weiteren Zielorte bereits geplant sind.
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Kategorie(n): Ludwig

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