Ludwigs Abenteuer – Folge 64

Meine Anreise aus Dresden zu Red Riding Hood nach Glaubitz fiel erfreulicherweise sehr kurz aus. Das lag natürlich hauptsächlich daran, dass die beiden Städte nur einen Katzen…äähhhh… Reiselöwensprung voneinander entfernt liegen. Nach weniger als 24 Stunden öffnete sich mein Reisekistchen bereits wieder und ich wurde von Red Riding Hood, Daniel dem Hamster und Alex dem Rentier herzlich begrüßt.
Nach einem kleinen Frühstückssnack habe ich mein Urlaubsquartier kurz erkundet und bin über eine riesige Geige gestolpert. Red Riding Hood hat mir dann aber erklärt, dass diese Geige eigentlich ein Kontrabass ist. Auf jeden Fall ganz schön groß dieses Instrument.
Da Red Riding Hood dann zur Arbeit nach Dresden musste, haben wir uns alle gemeinsam auf den Weg gemacht. Sie betreut unter anderem einen jungen Mann im Rolli bei seinen Freizeitaktivitäten, und mit ihm sind wir nach Meißen gefahren. Wir haben das Glockenspiel aus Porzellan, den Adventskalender des Rathauses, den Meißner Dom und das spiegelverkehrte Sachsenwappen gesehen. Danach waren wir dann noch auf dem Weihnachtsmarkt, um ein bisschen was zu futtern und zu trinken.
So ging der erste Tag meines Besuchs sehr schnell vorüber und zuhause bei Red Riding Hood sind wir nur noch müde ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück früh los. Mit dem Klienten von Red Riding Hood ging es zeitig zu einer Weihnachtsfeier. Wir haben uns ein selbstkomponiertes Musikstück angehört und zusammen gesungen. Danach gab es Kaffee und Kuchen. Anschließend wollten wir dann eigentlich zum Rollstuhl-Fußball, aber das war allerdings abgesagt worden. Also ging es mangels Alternative – im Kino wurde nämlich auch nichts Interessantes gezeigt – zu PizzaHut. Gehungert werden musste an diesem Tag also nicht! Zum Abschluss des Tages sind wir dann nochmal durch die Prager Straße – die Einkaufsstraße in Dresden – gelaufen.

Auch am folgenden Tag ging es wieder mit zur Arbeit nach Dresden. Dieses Mal aber zu einer anderen Klientin. Außerdem konnte ich einige Kolleginnen von Red Riding Hood kennenlernen. Oder sollte ich besser sagen, dass sie mich kennenlernen durften? Wie dem auch sei, es waren alle sehr freundlich zu mir und ich hatte den Eindruck, dass meine Gesellschaft von allen anderen als angenehm empfunden wurde. Als ich dann noch dabei geholfen habe, das Mittagessen zuzubereiten, war ich natürlich der Star schlechthin!
Was ich bis dahin ja gar nicht so betont hatte war, dass ich an diesem Tag Geburtstag hatte. Aber durch die vielen Glückwünsche, die mich per Twitter an diesem Tag erreichten, konnte ich das vor Red Riding Hood natürlich nicht geheim halten. Ich wollte sie ja nicht in die Verlegenheit bringen, für mich eine Geburtstagsfeier ausrichten zu müssen, aber das hat sie sich dann einfach nicht nehmen lassen. Also gab es nach der Arbeit Kuchen und Kerzen und eine kleine Feier zusammen mit Daniel und Alex. Danach haben wir vor dem Abendessen noch ein bisschen Rummikub gespielt.
Das Abendessen sollte mich dann so ein bisschen auf einen der nächsten Tage einstimmen. Es gab nämlich eine große Portion Riesaer Nudeln. Und Red Riding Hood hat mir versprochen, dass wir noch nach Riesa ins Nudelcenter fahren würden.
Zum Ausklang des Tages haben wir dann noch ein Asterix und Obelix im Fernseher angeschaut.

Die nächsten zwei Tage – Sonntag und Montag – haben wir dann ein bisschen ruhiger angehen lassen. Daran war unter anderem auch das schlechte Regenwetter schuld. So habe ich mit Alex und Daniel viel gefaulenzt und die diversen Weihnachtsleckereien genossen. Als dann Red Riding Hood anfing, Weihnachtspost und -päckchen fertig zu machen, haben wir dabei selbstverständlich fleißig geholfen.

Dienstags sind wir dann nach Riesa ins Nudelcenter gefahren. Da werden nicht nur Nudeln produziert, es gibt auch ein Museum über die Geschichte der Teigwaren. Wir haben viele interessante Ausstellungsstücke bewundern können. Zum Beispiel alte Waagen, Töpfe und Nudelmaschinen. Die Produktion haben wir uns danach auch noch anschauen dürfen, aber leider durfte dort nicht fotografiert werden. Dafür habe ich mich dann aber wenigstens im Besucherbuch verewigen dürfen.
Nachmittags sind wir dann noch mit dem Hund von Red Riding Hood (hatte ich schon erwähnt, dass sie einen Hund hat?) im Wald spazieren gegangen. Am Abend sind wir dann nochmal nach Dresden zum Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche, um uns mit Kollegen und dem Klienten von Red Riding Hood zu treffen.

Nachdem Alex, Daniel und ich Red Riding Hood mittwochs erst schnell zum Zahnarzt begleitet haben, sind wir anschließend nochmal nach Riesa gefahren. Dieses Mal war unser Ziel das örtliche Stadtmuseum, wo wir uns zuerst die Sonderausstellung „Teddy“ angeschaut haben. Wir konnten viele, und zum Teil schon sehr alte, Teddybären bewundern. Danach haben wir uns die reguläre Ausstellung des Museums angesehen. Das war quasi eine Reise durch die Geschichte von Sachsen und durch die Biedermeier-Zeit. Als besonderes Highlight gab es die Riesaer Klostermumien zu sehen, die nur selten für Besucher freigegeben werden. Alles in diesem Museum war wirklich sehr interessant.
Wieder zuhause in Glaubitz angekommen, mussten dann noch die restlichen Weihnachtspäckchen gepackt werden.

Der Donnerstag stand im Zeichen der Erholung. Nachdem wir erst kurz bei der Postfiliale eine Ladung der Weihnachtspost abgegeben hatten haben wir uns einen gemütlichen Tag mit Kuchen und DVDs gemacht.
Diese Erholung war auch bitter nötig, da Red Riding Hood für den Folgetag einen großen Hausputz geplant hatte. Dabei habe ich so gut wie es ging geholfen, aber die meiste Arbeit ist dann doch bei ihr hängen geblieben. Daniel, Alex und ich haben uns die meiste Zeit darauf konzentriert, nicht im Weg herumzustehen…

Samstags ging es dann auf die Suche nach einem schönen Tannenbaum. Unsere Suche war dann auch ziemlich schnell erfolgreich und so konnte sich dann auch dem normalen Wochenendeinkauf gewidmet werden. Nachdem auch der erledigt war sind wir auf den Glaubitzer Weihnachtsmarkt gegangen. Die Freiwillige Feuerwehr von Glaubitz hat Fahrten im Feuerwehrauto rund um den Ort angeboten. Mit Tatütata und allem Drum und Dran. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind auch eine Runde mitgefahren. Nach der wilden Fahrt haben wir uns dann mit einigen Freundinnen von Red Riding Hood getroffen. Ich war ihnen anscheinend auf den ersten Blick sympathisch und so haben sie es sich nicht nehmen lassen, mich den ganzen Abend mit Leckereien vom Weihnachtsmarkt zu verwöhnen. Sowas lasse ich mir bekanntlicherweise ja gerne gefallen.

Am Sonntag haben wir dann einen Tagesausflug nach Leipzig unternommen. Da haben wir selbstverständlich auch den Weihnachtsmarkt besucht und getestet, ob die Leckereien da genauso gut schmecken wie auf anderen Weihnachtsmärkten. Nach reichlich Maultaschen, Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Kräbbelchen (Quark-Gebäck-Bällchen in der Größe meines Kopfes) und Kinderpunsch habe ich mein Urteil dann gefällt. Ja – genauso lecker wie auf anderen Weihnachtsmärkten!
Wir waren dann noch in einem „Ossi-Laden“, wo es typische Produkte aus der DDR-Zeit gibt. Im Laden hatten sie einen feuerroten Feuerwehr-Trabi, der sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Den musste ich mir natürlich näher anschauen. Bei dieser Gelegenheit habe ich dann auch eine XXL-Ausgabe von Pittiplatsch kennenlernen dürfen. Danach waren wir dann noch in einem Lego-Laden, wo ich mir vorgenommen hatte, die vorhandenen Legosteine zu zählen. Aber weit bevor ich damit fertig war, sind wir leider schon wieder gegangen.
Nach einer Runde durch den Weihnachtsmarkt-Märchenwald und einer abschließenden Fahrt auf einem Karussell haben wir dann die Rückfahrt nach Glaubitz angetreten.
Abends wurde dann noch ein sehr alter Kinderfilm angeschaut, der von einem ebenso alten Projektor abgespielt und an die Wand geworfen wurde.

Und dann war auch schon wieder die Zeit des Abschiednehmens gekommen. Nach dem Frühstück haben wir noch schnell ein Gruppenfoto gemacht und Lebewohl gesagt. Danach bin ich in mein Reisekistchen geschlüpft und wurde von Red Riding Hood zur Post gebracht.
Good bye und vielen Dank für die schöne Zeit und die Gastfreundschaft!

Mit dem Ende des Besuchs bei Red Riding Hood war dann gleichzeitig auch meine dritte Twitter-Reise beendet. Von Glaubitz aus ging es zurück nach Hause, um mich ein bisschen zu erholen und auf den Beginn der vierten Twitter-Reise vorzubereiten…

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Kategorie(n): Ludwig

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