Ludwigs Abenteuer – Folge 63

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Nach nur einem Tag im Reisekistchen bin ich bereits bei meiner nächsten Gastgeberin, Steph!, in Dresden angekommen. Nach einer überschaubaren Zwischenlagerung bei einer Nachbarin wurde ich abends abgeholt und herzlich begrüßt. Nach einem ganz kurzen Kennenlernen ging es schnell eine Runde zum Einkaufen, damit wenigstens eine Kleinigkeit an Futter für den Abend zur Verfügung stand.
Nach einem kleinen Obstsalat wurde ich dann mit zwei Bewohnern von Steph! bekannt gemacht – Mr. Gumpelfuchs und Taps, der mir im wahrsten Sinne des Wortes auf Augenhöhe begegnete. Den Abend haben wir dann ganz gemütlich bei ein paar Serienfolgen im Bett ausklingen lassen.

Am nächsten Tag haben wir einen Spaziergang an die Elbe gemacht und sind am Käthe-Kollwitz-Ufer entlang. Im Sommer ist es bestimmt noch viel schöner dort, aber auch im Herbst kann man dort toll entlang wandern. Am Johannstädter Fährgarten kann man bei schönen Sommerwetter draußen sitzen und sich ein leckeres Getränk gönnen. Aber dafür war es uns dann doch zu kalt. Also sind wir weiter und haben uns ein interessantes namenloses Kunstwerk, das direkt an der Elbe steht, angeschaut und ich bin ein bisschen darauf herumgeturnt.
Anschließend sind wir dann in die Stadt gegangen und Steph! hat mir gezeigt, wo einst eine ganz berühmte Ampel stand. Berühmt wurde sie, weil sie immer nur rot gezeigt hat. Und das sollte tatsächlich so sein…fast 30 Jahre lang. Manchmal sind die Menschen schon verrückt.
Danach ging es weiter zur Albertbrücke, von wo aus man einen tollen Blick auf die Altstadt von Dresden hat.

Weiter ging es dann mit der Straßenbahn Richtung Technische Universität (TU). Steph! hat selbstverständlich ganz schnell bei den Verkehrsbetrieben nachgefragt, ob ich auch ein Ticket brauche, aber ich durfte tatsächlich umsonst mitfahren – vielen Dank dafür.
Ein Teil der TU ist in einem ehemaligen Landgerichtsgebäude untergebracht. Offiziell ist es der Schumann-Bau. Aber wegen des Baustils, der Größe und den unendlichen Möglichkeiten sich darin zu verlaufen nennen die Studenten ihn Hogwarts. Harry Potter war aber weit und breit nicht zu sehen.
Steph! ist überzeugt davon, dass es im Café von „Hogwarts“ den besten Kaffee der ganzen Uni gibt. Um es mir zu beweisen sind wir dann dorthin und haben einen großen Kaffee mit viel Herz getrunken. Ja, der war wirklich sehr lecker.
Nach dem heißen Getränk mussten wir dann noch ein bisschen was arbeiten. Nämlich als Wahlhelfer für die Uniwahlen. Meine Aufgabe war es, die Kekse und den Glühwein am Stand zu bewachen, damit niemand Unberechtigtes davon nascht. Ich war aber berechtigt. Deshalb mussten die Kekse oft nachgefüllt werden – auch wenn minutenlang niemand an den Stand kam…*kicher*
Nach getaner Arbeit sind wir wieder zurück in die Stadt und haben uns zuerst den großen Weihnachtsbaum im Hauptbahnhof angeschaut. Weiter ging es zum berühmten Striezelmarkt, der an diesem Tag eröffnet worden war. Da es aber ziemlich kalt war, und wir darauf irgendwie nicht vorbereitet waren, haben wir uns nur ganz kurz umgeguckt, ein paar Fotos gemacht und uns vorgenommen, an einem anderen Tag nochmal wiederzukommen.

Am nächsten Tag ging es dann gleich wieder zur Uni. Unter anderem waren wir im Seminar „Interkulturelle Kommunikation“. Neben der Möglichkeit, den anderen Anwesenden ein bisschen von meinen Reisen zu berichten, habe ich mich um wichtige Notizen gekümmert, damit Steph! das Seminar später noch nachvollziehen kann. Wichtig an so einem Unitag ist natürlich das Mittagessen. Also haben wir uns in der Mensa in ein löwengerechtes Fresskoma gefuttert, um den weiteren Tag überstehen zu können.
Am Abend war dann noch ein bisschen Wellness zum Ausklang des Tages angesagt. Steph! hat mich herrlich verwöhnt und gepflegt.

Den nächsten Tag, es war der 1. Dezember und damit der erste Tag für den Adventskalender, haben wir dann mit einigen anderen Menschen verbracht. Sie gehören – genau wie Steph! – zu einer Forschungsgruppe der Uni. Geforscht wurde an diesem Tag auf den verschiedenen Dresdner Weihnachtsmärkten durch Beobachtung anderer Menschen. Wir waren auf dem bekannten Striezelmarkt, einem Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche und auf einem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Da konnte man überall wirklich gut beobachten, aber auch beobachtet werden.
Mein touristisches Highlight an diesem Tag war die Frauenkirche. Einmal in einer Miniaturversion auf einem Stadtmodell und dann die echte Frauenkirche. Laut einem geheimen Gesetz hat man die Stadt Dresden erst dann richtig besucht, wenn man auch die Frauenkirche gesehen hat.
Bei unserem Streifzug durch die Stadt sind wir auch am größten Porzellanbild der Welt vorbeigekommen. Mehr als 23.000 Fliesen aus Meißner Porzellan bilden das Gemälde auf einer Länge von über einhundert Metern.
Apropos Gemälde…auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt sind Steph! und ich dann selbst zum Gemälde geworden. Dort konnte man sich nämlich in einem Bilderrahmen fotografieren lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes sind wir bei dieser Aktion auch nicht aus dem Rahmen gefallen.
Zum Abschluss haben wir noch Ritter Frost in seiner tiefgekühlten Rüstung kennengelernt. Dem armen Kerl war bestimmt ganz schön kalt. Mich hat es alleine bei dem Anblick gefröstelt.

Samstags hat Steph! dann einen feinen Stoff gekauft und mir davon ein elegantes Accessoire geschneidert: eine Krawatte. Sie sagte mir, dass ich so etwas am darauffolgenden Tag dringend benötigen würde. Was sie mit mir vorhatte, hat sie aber da noch nicht verraten. So konnte ich den Tag damit verbringen, zu raten, was das wohl für ein Abenteuer werden würde…

Sonntags sind wir dann mittags los zur Semperoper. Dort hat Steph! das Geheimnis dann gelüftet. Sie hatte Karten für eine Vorstellung des Nussknackers. Da wir noch ein bisschen Zeit bis zum Einlass in die Semperoper hatten, konnten wir die Wintersonne noch genießen und uns rund um die Oper noch ein wenig umschauen. Als wir dann rein durften wurde ich von allen für mein Outfit gelobt. Im Saal hatten wir wirklich einen tollen Platz und konnten wunderbar auf die Bühne schauen. Schade nur, dass man während der Vorführung keine Fotos machen durfte.
Nach der wirklich schönen Veranstaltung haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Dresdner Zwinger gemacht, bevor es dann anschließend wieder nach Hause ging.

An den beiden letzten Tagen meines Besuchs bin ich dann mit Steph! zur Arbeit ins Büro, wo ich ihr ein bisschen zur Hand gegangen bin. Den Weg zur Arbeit habe ich im warmen Schal sehr genossen. Eine tolle Art, einen Reiselöwen zu transportieren.
Montags war im Büro ziemlich viel los, am Dienstag war es dagegen sehr ruhig. Da konnten wir auch mal ein wenig die Arbeit an Seite legen und uns mit dem Hören von Podcasts beschäftigen.

Und dann war die Besuchswoche bei Steph! auch schon wieder vorbei. Nach einem letzten Snack musste ich dann zusammen mit einem bisschen Reiseproviant und einer frischen Eintragung im Reisepass – als Ehrenstudent der TU Dresden! – wieder ins Reisekistchen und mich auf den nächsten Besuch vorbereiten.

Vielen Dank liebe Steph! für die Gastfreundschaft. Es war eine sehr schöne Woche bei dir in Dresden!!!

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Kategorie(n): Ludwig

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