Ludwigs Abenteuer – Folge 58

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Nach meinem Besuch bei Karlchen und dem gemeinsamen Urlaubstrip in die Toskana stand für mich beim folgenden Gastgeber Kunst und Kultur der alten Ägypter im Vordergrund. Eingeladen wurde ich nämlich ins Staatliche Museum Ägyptischer Kunst München – stellvertretend durch die Mitarbeiterin Roxane.

Die Anreise im Reisekistchen erfolgte ohne große Umwege direkt ins Museum, wo ich bereits erwartet und von Roxane herzlich begrüßt wurde.

Im Museum habe ich dann eine Woche verbracht und dabei die Gelegenheit gehabt, die gesamte Ausstellung ungestört und in fachkundiger Begleitung ausgiebig zu studieren. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht auch unbemerkt alleine durchs Museum geschlichen bin um herumwandelnde Mumien aufzuspüren. Die haben sich aber wirklich gut vor mir versteckt und ich konnte keine einzige finden. Aber pssssssst… Das mit dem alleine Herumschleichen darf natürlich niemand erfahren!
Bevor ich jedoch all die schönen Ausstellungsstücke bewundern durfte, wurde mir die auch in einem Museum notwendige und ausreichend vorhandene Büroarbeit präsentiert. Ich gebe zu, dass ich ungeduldig war, endlich in die Ausstellung zu kommen, aber als braver Gast fängt man natürlich gerne klein an und bestaunt die Büroausstattung. Spannender wurde es da dann schon, als ich mich spielerisch in ägyptische Umgebung begeben durfte um mich auf die nächsten Tage einzustimmen. Zusätzlich habe ich noch die ein oder andere Lektion im Schreiben und Lesen von Hieroglyphen bekommen. Talentiert wie ich nun mal bin, ist es mir nach kurzer Zeit gelungen meinen Namen in Hieroglyphen zu schreiben. Das tollste daran ist, dass man Ludwig Löwe tatsächlich jeweils mit einem Löwen beginnt.

Dann ging es auch endlich in die Ausstellung. Roxane hat mich in den nächsten Tagen immer wieder herumgeführt, mir alles gezeigt und ausgiebig erklärt. Ich glaube, dass sie das nicht zum ersten Mal gemacht hat. Okay, vielleicht zum ersten Mal mit einem abenteuerlustigen Reiselöwen.
Da die Ägypter schlaue Menschen mit einem Sinn für stolze Tiere waren, findet man in einer ägyptischen Ausstellung erfreulich viele Löwen. Ich brauche wohl nicht betonen, dass die mich am meisten begeistert haben. Allerdings habe ich es nicht geschafft, dieselbe elegante Pose einzunehmen wie die Löwen der Ägypter. Wieso klappt das bei mir nicht?

Neben den Löwen gab es noch viele weitere interessante Ausstellungsstücke zu bewundern. Statuen von Priestern, in Stein gemeißelte Hieroglyphen – die ich ja dank der Lehrstunde einigermaßen entziffern konnte – und noch viel viel mehr. Außerdem gibt es moderne Medienstationen, an denen man einiges lernen kann.

Die Priester der alten Ägypter haben übrigens tolle Felle – zum Glück aber kein Löwenfell – getragen. Da ich das sehr chic fand, hat Roxane mir kurzerhand auch einen Umhang aus Fell organisiert, mit dem ich dann einige Zeit durchs Museum stolziert bin. Selbstverständlich war mein Umhang nur ein Kunstfell. Kein anderes Tier musste für mein Kleidungsstück sein Leben geben!

In so einem Museum ist aber noch viel mehr los, als die reine Ausstellung. Abgesehen davon, dass man viel Platz hat, um einfach wild herumzutoben – was besonders am Ruhetag des Museums einen riesen Spaß gemacht hat. Dabei habe ich selbstverständlich gut aufgepasst, dass ich nichts kaputtmache!
Ach ja, an einem Tag fand sogar eine Tagung im Museum statt. Da bin ich natürlich auch hin.

Ich habe meine Besuchswoche aber nicht nur ausschließlich im Museum verbracht. Natürlich hat mich Roxane auch mit zu ihr und ihrer Familie nach Hause mitgenommen. Das war toll, denn zum einen hat Roxane einen sehr netten Stubentiger, mit dem ich mich sofort angefreundet habe, und zum anderen gab es bei ihr zuhause auch immer leckeres Futter in ausreichender Menge. An einem Tag wurde sogar nochmal gegrillt und da bin ich anschließend in ein kurzes aber intensives Fresskoma gefallen. 😉

Um meine Dankbarkeit über die Gastfreundschaft zu zeigen, habe ich mich wie immer bei meinen Gastgebern ein bisschen nützlich gemacht. So habe ich zum Beispiel kontrolliert, dass Roxanes netter Welpe seine Hausaufgaben ordentlich macht, habe beim Wochenendeinkauf geholfen und habe Roxane bei ihrem Sporttraining heftigst angefeuert und zu Höchstleistungen getrieben.

Den Weg zwischen Museum und Roxanes Zuhause haben wir mit der Tram bzw. U-Bahn zurückgelegt (einmal hat uns sogar der Welpe begleitet und mir im Vorbeifahren einige schöne Stellen in München gezeigt) und dabei auch ein klein wenig Sightseeing gemacht. Aber das war ja nicht der Schwerpunkt meines Besuchs und deshalb haben wir es damit auch nicht übertrieben.

Nach einer Woche war dann leider schon wieder die Zeit für den Abschied gekommen. Aber wie meistens habe ich ein paar schöne Erinnerungen an meinen Aufenthalt mitnehmen können. So ein Museum hat natürlich einen schönen Stempel – und der hat seinen Weg auch in meinen Reisepass hineingefunden. Außerdem habe ich einen tollen Glücksbringer bekommen – einen Skarabäus als Halsschmuck!

Was ich jetzt schon weiß: Ich darf Ende 2018 ein weiteres Mal zu Roxane ins Staatliche Museum für Ägyptische Kunst nach München kommen. Der Aufenthalt ist bereits fest in meinem Tourplan eingetragen. Mit etwas Glück komme ich pünktlich zur Halloween-Veranstaltung im Museum an. Es wäre doch gelacht, wenn ich dann nicht auch die herumirrenden Mumien finden würde.

Also dann bis nächstes Jahr – ich freue mich schon aufs Wiedersehen!

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Kategorie(n): Ludwig

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