Ludwigs Abenteuer – Folge 57

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Von meinem letzten Gastgeber war es zwar nur ein Katzen- bzw. Löwensprung zu „Karlchen“, aber trotzdem hat die Etappe im Reisekistchen zwei Tage lang gedauert. Ob es daran lag, dass ich nicht mit meinem üblichen Reiseunternehmer unterwegs war?

Bei Karlchen angekommen war die Wiedersehensfreude groß, denn wir kennen uns ja schon seit meinem ersten Besuch bei ihr (siehe Abenteuer Folge 7). Dementsprechend zutraulich waren dann auch Tim und Krümel, die beiden Katzen von Karlchen. Und einen Tiger gibt es im Haushalt von Karlchen mittlerweile auch. Mit dem habe ich mich natürlich auch sofort angefreundet. Er heißt übrigens Struppi und hat mich an Baron Struppi erinnert, den ich ja auch schon besucht habe. Möglicherweise tragen sie nicht nur den gleichen Namen, sondern sind sogar miteinander verwandt…

Die ersten Tage meines Besuchs bei Karlchen haben wir ruhig und entspannt angehen lassen. Ich habe viel mit den Katzen und Struppi gekuschelt und ihnen von meinen bisherigen Abenteuern erzählt. Das hat sie sehr interessiert, aber Tim ist während meiner Erzählungen immer eingeschlafen. Ich wäre wohl ein guter Gute-Nacht-Geschichten-Erzähler geworden, glaube ich.

An einem Tag ist Karlchen mit Kuba – er ist ein großer freundlicher Hund, mit dem sie oft spazieren geht – und mir zum See in Bad Saarow gefahren. Nach einem kleinen Spaziergang waren wir in einem Lokal am Ufer und haben den Abend genossen. Als kleines Dankeschön für den Ausflug und damit auch Karlchen etwas vom normalen Arbeitsstress entlastet wurde, habe ich sie am darauffolgenden Tag auf die Arbeit begleitet und sie dort tatkräftig unterstützt.

Und dann war es endlich soweit: Abreise in den Urlaub. Es war nämlich von Anfang an geplant, dass ich Karlchen gemeinsam mit Struppi in den Urlaub nach Italien begleiten würde. Mit dem Flugzeug ging es in einer ersten Etappe nach München. Vor dem Flug sind Struppi und ich am Flughafen noch mal gut gefüttert worden, denn heutzutage ist die Verpflegung an Bord – wenn überhaupt noch vorhanden – je eher spärlich.

Die zweite Etappe der Anreise nach Italien haben wir dann einen Tag später mit dem Auto bewältigt. Ich war ja schon ein bisschen erschrocken, als wir am Brenner nur schlappe 6,5 Grad und während des größten Teils der Fahrt viel Regen hatten. Ich war eigentlich auf Sommerurlaub eingestellt. Aber an unserem Urlaubsziel in Tirrenia in der Toskana angekommen, war das Wetter dann zum Glück doch sommerlich schön. Wäre der Reiseproviant nicht so lecker gewesen, wäre die Anreise echt ein kleiner Negativpunkt geworden…

Im Hotel in Tirrenia angekommen haben wir dann sofort die Bar gestürmt, um auf einen schönen Urlaub anzustoßen. Der Plan für die nächsten Tage wurde dabei nochmal besprochen und ausgearbeitet. Wir wollten viel Zeit am Strand verbringen, viel leckeres Essen genießen und natürlich auch den ein oder anderen Ausflug machen. Und was soll ich sagen…diesen Plan haben wir dann auch konsequent umgesetzt. Was gutes Essen und Getränke angeht, haben wir selbstverständlich noch am ersten Abend mit der Umsetzung des Plans angefangen.

Als erstes haben wir dann am Tag nach der Anreise in der Toskana etwas Zeit am Strand verbracht und die Sonne genossen. Struppi und ich haben zwischendurch noch einen Rettungsschwimmerkurs besucht und natürlich beide mit Bravour bestanden. Karlchen war ganz schön stolz auf uns. Zur Belohnung durfte ich dann sogar am Strand ein bisschen Videos schauen.

Worauf ich mich vor Beginn der Reise am meisten gefreut hatte stand dann auch recht zügig auf unserem Tagesprogramm – ein Ausflug nach Pisa. Pisa war nur wenige Kilometer von unserem Hotel entfernt und dementsprechend waren wir schnell vor Ort. Unser erstes Anlaufziel dort war natürlich dieser schiefe Turm, den wir uns unbedingt anschauen wollten. Also ich muss sagen, dass der wirklich ganz schön schief in der Gegend herumsteht. Ich hatte schon ein bisschen Bammel, dass er ausgerechnet am Tag unseres Besuchs umfallen könnte. Aber er ist zum Glück stehengeblieben. Nach den obligatorischen Ich-stütze-den-Turm-damit-er-nicht-umfällt-Fotos haben wir uns weiter in Pisa umgesehen. Dabei sind wir auch bei der Universität vorbeigekommen. Nachdem ich mich dort kurz vorgestellt habe, wurde mir doch tatsächlich eine Ehrendoktorwürde verliehen. Die müssen schon von mir und meinen Abenteuern gehört haben. Anders kann ich mir diese Ehre nicht erklären.

Außer Pisa haben wir uns dann auch noch Lucca angeschaut. Er sehr nett anzuschauendes Städtchen, dass auch nur ein paar Kilometer weiter als Pisa von unserem Hotel entfernt war. Dort haben wir uns eine riesige echt italienische Pizza gegönnt. Man war die lecker. Struppi und ich hätten glatt noch eine zweite verdrücken können. Aber Karlchen hat uns ein bisschen eingebremst, damit wir uns nicht kugelrund futtern. Schließlich wollten wir am späten Nachmittag dann wieder an den Strand.

Mit einigen weiteren Stunden am Strand ging dann die Urlaubswoche in der Toskana wie im Fluge vorüber. Wo ist nur die ganze Zeit so schnell hin? Aber immerhin konnten wir noch ein bisschen Sonne tanken und die Zeit genießen.

Hier habe ich auch noch ein paar weitere Eindrücke von den Leckereien, die uns im Hotel so serviert wurden:

Die Rückreise ging dann wieder mit dem Auto bis nach München und von dort weiter mit dem Flugzeug. Irgendwie haben wir es aber geschafft, zu spät am Flughafen anzukommen. So konnte Karlchen den Koffer nicht mehr aufgeben und wir mussten ihn als Handgepäck mitnehmen. Dafür war er ja eigentlich viel zu groß, aber ich konnte das mit meinem Charme für Karlchen klären.

Nachdem wir wieder bei Karlchen zuhause waren, wurden wir von Tim und Krümel erst einmal mit Missachtung gestraft. Die beiden waren wohl ein bisschen sauer, dass wir sie nicht mitgenommen hatten. Aber nach kurzer Zeit war ihr Frust schon wieder verflogen und sie waren zutraulich wie immer. Den beiden habe ich dann fast die ganze Nacht vom Urlaub erzählt. Ich musste mich ein bisschen sputen, denn schon einen Tag nach der Rückkehr aus dem Urlaub war auch schon wieder Abreise von Karlchen geplant. Sie schon ziemlich traurig, als sie mich ins Reisekistchen gesetzt hat und hätte es gerne gesehen, wenn ich meinen Aufenthalt bei ihr spontan noch ein bisschen verlängert hätte. Aber das war natürlich nicht möglich. Mein Tourplan ist ja recht eng gestrickt und der nächste Gastgeber erwartete mich ja pünktlich. So wurde es dann Zeit Abschied zu nehmen – aber vielleicht sehen wir uns ja ein drittes Mal wieder…

Bye bye Karlchen, Tim, Krümel und Struppi. Grüßt Kuba nochmal von mir!

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Kategorie(n): Ludwig

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