Ludwigs Abenteuer – Folge 53

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Nach einer eintägigen innerschweizerischen Reise im Reisekistchen kam ich bereits dienstags am zweiten Ort meinen dritten Twitter Reise in Sarmenstorf bei „Verená Erhárðdottir“ und „Igor Mortis“ an. Als sich mein Reisekistchen öffnete, schauten mich bereits einige Augenpaare interessiert und aufgeregt an. Anscheinend wurde ich sehnlichst erwartet.
Nach der allgemeinen Begrüßung wurde mir gleich ein Ehrenplatz zugewiesen und ein leckeres Getränk serviert.
Gut erholt von der kurzen Reise habe ich dann einen ersten kurzen Blick in das Arbeitszimmer von Igor Mortis geworfen. Sehr interessant, was es dort zu sehen gab. Da war mir schon klar, dass ich mir einem anderen Tag nochmal ein bisschen mehr Zeit für eine Erkundung in diesem Zimmer nehmen sollte. Aber am ersten Besuchstag gab es diese Zeit nicht, denn auf dem Balkon wurde bereits der Grill angeworfen. Nach einer riesigen Cervelat-Bratwurst bin ich dann müde und erschöpft in ein kleines Fresskoma gefallen, dass bis zum nächsten Morgen andauerte.

Den nächsten Tag haben wir etwas ruhiger angehen lassen. Nach einem kurzen Klönschnack mit Eule und Elchi habe ich Verena beim Kuchenbacken geholfen. Ein Erdbeerkuchen der Extraklasse ist es geworden, der natürlich auch gleich aufgegessen werden musste.
Am Abend habe ich dann noch einen schönen Sonnenuntergang bewundern können.

Donnerstags hat Verena dann eine kleine Wanderung mit mir durch den Ort unternommen. Als wir bei der Wendelinskapelle ankamen, hat Verena mir die Sage erzählt, die es zu der Kapelle gibt. Demnach wurden einst zwei Pilger überfallen und enthauptet. Sie wanderten aber mit den Köpfen unter den Armen weiter und suchten sich einen Unterschlupf. Und genau an diesem Ort wurde dann später die Kapelle erbaut. Irgendwie ein bisschen gruselig die Geschichte, oder?
Wir sind dann noch weiter zum höchsten Punkt des Ortes gelaufen, von wo aus man eine fantastische Aussicht – unter anderem auch auf den Hallwilersee – hat.
Ziemlich geschafft von der Wanderung und den sommerlichen Temperaturen kamen wir wieder zuhause an und haben und erstmal ein wenig erholen müssen.
Erst zum Abendessen wurde ich wieder etwas aktiver. Schließlich wollte ich Verena ein bisschen helfen. Daher habe ich mich fleißig um den Joghurt-Dip fürs Essen gekümmert. Ich glaube, dass er allen geschmeckt hat.

Der Freitag war dann ein richtig schöner Faulenzertag. Ich habe ein bisschen über Verenas Heimat gelesen und mich mit reichlich Eis verwöhnen lassen. So kann man auch schonmal einen ganzen Tag mit Nichtstun verbringen…

Samstags, also an dem Tag an dem man eigentlich Ruhe und Entspannung erwarten würde, bin ich dann nach dem morgendlichen Kaffeetrinken mit Igor Mortis zur Arbeit gefahren. In einem besonders eleganten Transporttäschchen hat er mich mitgenommen und mir an seinem Arbeitsplatz alles gezeigt. Als ich dann einen Gabelstapler entdeckt habe, war ich nicht mehr zu halten. Ich musste Igor Mortis unbedingt zeigen, dass mir Schafi bei meinen Besuchen das Staplerfahren beigebracht hat (siehe Abenteuer Folge 8 und Folge 48). Also haben wir gleich mal eine – mehr oder weniger flotte – Runde gedreht.
Als aushelfender Arbeitslöwe war ich natürlich verpflichtet, die vorgeschriebenen Pausen während der Arbeitszeit einzuhalten. Dafür hat mir Igor Mortis extra ein Pausenkistchen bereitgestellt. Nett, oder?

Nach so einem anstrengenden Wochenendarbeitstag war mir dann sonntags danach, wieder etwas zu entspannen. Ich konnte Verena und Igor Mortis nach dem Frühstück dazu überreden, mir eine ganze Schüssel Chips zu spendieren und mich damit vor den Fernseher zu setzen. Unter anderem gab es Star Trek zu sehen.

Den Montag hat Verena mit einer Laufrunde begonnen, bei der ich sie begleiten durfte. Wir kamen an vielen schönen Aussichtspunkten vorbei und haben sogar ein Storchennest gesehen.
Nach dem Sport hat Verena dann an einem Text für den Geschichtsmontag gearbeitet. Ich habe dabei für sie ein bisschen der Recherche übernehmen dürfen.
Anschließend hatte ich dann endlich die Gelegenheit, mich ein bisschen intensiver im Arbeitszimmer von Igor Mortis umzuschauen. Er ist ja ein echter Technikfreak. Daher gab es in seiner „Schatzkammer“ auch viele tolle Dinge zu sehen. Alte Computer samt Zubehör und Literatur, dass schon ein wenig an Technikmuseum erinnerte, Joysticks mit scheinbar unendlich vielen Knöpfen und Schaltern und noch vieles mehr. Mein persönliches Highlight war aber eine beleuchtete Tastatur. Und die war nicht nur einfach so beleuchtet…die Beleuchtung hat sogar die Farbe gewechselt.
Und dann gab es da noch etwas ganz Besonderes. Den Todesstern aus Star Wars. Wobei ich zugeben muss, dass er im Film doch etwas größer wirkt!
Eines der Magazine, das ich in der Schatzkammer entdeckt hatte, durfte ich dann anschließend mit auf den Balkon nehmen. Ich glaube, dass ich stundenlang darin herumgeblättert habe…

Dienstags habe ich Verena ausgiebig bei der Bildbearbeitung am Computer geholfen. Für eine Gute-Nacht-Geschichte, die Verena für ihre Nichte schreibt, braucht sie auch einige Bilder. Da die Nichte in Flensburg wohnt, spielt auch die Geschichte dort und es kommt der Idstedt-Löwe darin vor. Na, erinnert ihr euch? Den habe ich in Flensburg auch schon besucht. Nämlich als ich zu Gast bei Bernd Fim war (siehe Abenteuer Folge 19)!
Dabei zu helfen, Fotos von Löwen zu bearbeiten, macht mir natürlich besonders großen Spaß. Daher war das wirklich eine ganz tolle Beschäftigung an diesem Tag. Die einzige Frage die ich mir abends gestellt habe: warum hat Verena keine Gute-Nacht-Geschichte für ihre Nichte geschrieben, in der ich vorkomme??? Das hätte doch auch mal was.

Mittwochs hat Verena dann einen Ausflug mit mir gemacht. Da es eine Überraschung werden sollte, hat sie mir das Ziel nicht verraten. Aber noch bevor wir am Ziel ankamen, kam mir die Gegend sehr bekannt vor. Da war ich doch schon mal ganz am Anfang meiner Reisen. Und tatsächlich: Verena ist mit mir zu Tiffy und Herrn Biber gefahren. Meine allerersten Gastgeber auf meinen Reisen (siehe Abenteuer Folge 3). Was für eine tolle Überraschung und riesige Wiedersehensfreude! Herr Biber war natürlich ganz gespannt, was ich über den Verlauf meiner Reisen so alles zu erzählen hatte. Und auch Tiffy hat immer wieder gespannt zugehört, wobei sie sich natürlich etwas intensiver mit Verena unterhalten hat.
Nach diesem sensationellen Ausflug habe ich dann abends noch kurz für ein Foto für den #Lampendienstag bei Instagram Modell gestanden.

Am Donnerstag haben Verena, Igor Mortis und ich dann einen tollen Ausflug gemacht. Los ging es mit einem Besuch des Tierparks Waltenschwil, wo wir uns die Tiere intensiv angeschaut haben. Im Anschluss daran sind wir zum Freiämter Sagenweg, der ganz in der Nähe des Tierparks ist. Sehr idyllisch gelegen zeigt der Weg insgesamt zwölf Sagen. Die ganzen Kunstwerke wurden von Künstlern aus der Region angefertigt. Nachdem wir den Sagenweg ausgiebig erkundet hatten, sind wir dann zum Hallwilersee gefahren und haben es uns auf der Aussichtsterrasse des Hotels Delphin bei Rüeblikuchen und Suure Moscht (Apfelwein) gut gehen lassen. Das war alles mal wieder sehr lecker!

Tags drauf sind Verena und Igor Mortis dann mit mir zur Bäckerei Ruckli in Sarmenstorf gegangen. Dort gibt es viele leckere Sachen – insbesondere auch Eis. Wir haben uns zu einem Kaffee ein Gummibärli-Eis gegönnt. Ich war ja anfangs etwas skeptisch wegen der Geschmacksrichtung, aber es war doch sehr lecker.
Da es dann nachmittags zu regnen anfing, haben wir es uns zuhause gemütlich gemacht und den Regen vom überdachten Balkon aus beobachtet. Außerdem habe ich mal wieder die Gelegenheit genutzt, um mit den kleinen Mitbewohnern von Verena und Igor Mortis zu spielen.

Samstag war dann wieder Backtag. Verena und ich haben einen Obstkuchen gebacken, der dann stückchenweise unter riesigen Bergen von Sahne versteckt und anschließend aufgefuttert wurde.

Am letzten Tag vor meiner Weiterreise ist Verena mit mir mit Bus und Bahn nach Muri gefahren. Im alten Kloster von Muri gibt es eine Sammlung medizinhistorischer Bücher, die Verena mir unbedingt zeigen wollte. Neben den „echten“ alten Büchern gibt aus eine ganze Reihe digital aufbereiteter Ausstellungsstücke. Insgesamt alles schön arrangiert und auch für Nicht-Mediziner und Nicht-Historiker gut verständlich und sehr interessant.
In einer Sonderausstellung zu Maria Sibylla Merians Lebenswerk gab es dann noch viele Zeichnungen von Pflanzen und schönen Schmetterlinge der Künstlerin zu bestaunen.
Nachdem wir uns dann bei einem Tee und einem sensationell leckeren Schokokuss gestärkt hatten, haben wir uns noch die Klosterkirche aus dem 11. Jahrhundert angeschaut.
Zurück aus Muri sind wir dann abends noch zu Freunden von Verena und Igor Mortis, die auch in Sarmenstorf leben. Dort gab es für mich noch ein ganz besonderes Abenteuer. Ich durfte mir den Ort aus der Vogelperspektive anschauen. Dazu habe ich mich mit meiner Sicherheitsleine unter eine Drohne gehangen und bin hoch in die die Lüfte aufgestiegen. Man war das ein Spaß!
Am Abend haben Verena und Igor Mortis dann noch eine kleine Abschiedsparty mit Feuerwerk für mich veranstaltet. Und schon war der letzte Abend in Sarmenstorf vorbei.

Montags, kurz vor meiner Abreise, sind wir dann noch zur Gemeindeverwaltung gegangen. Wir wollten mal vorsichtig nachfragen, ob ich vielleicht einen Stempel in meinen Reisepass bekommen könnte. Die Mitarbeiter dort waren etwas amüsiert über den Wunsch, haben dann aber ganz unkompliziert einen Stempel in meinen Pass gedrückt. Und damit war der Besuch bei Verena und Igor Mortis vorbei. Aber ein weiterer Besuch ist bereits geplant. Im April 2018 komme ich wieder vorbei. Ich freue mich schon jetzt auf das Wiedersehen!

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Kategorie(n): Ludwig

Eine Antwort auf Ludwigs Abenteuer – Folge 53

  1. Hach… Das war eine tolle Zeit mit dir. Lieben Dank für deinen Besuch und bis April 2018.

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