Ludwigs Abenteuer – Folge 34

Am späten Nachmittag des 15.11.2016 war es endlich soweit: Nach kurzer Reise konnte ich mein Reisekistchen schon wieder verlassen. Schnell wurde ich von Feodora ausgepackt und wurde sogleich herzlich von einem Empfangskomitee – bestehend aus Marie dem Marienkäfer, Steffi (die mit dem Schnuffeltuch) und Clemens – begrüßt.

Es gab ein riesiges Hallo und auch Feodora stellte sich mir vor. Wo war ich denn nun genau gelandet? Also, eigentlich war ich Gast bei der Sandhäuser Bühne. Dies ist eine Amateurtheatergruppe aus Sandhausen. Sandhausen liegt, genau wie Leimen, im Norden Baden-Württembergs. Leimen ist der Ort, der nur wenige Kilometer von Sandhausen entfernt liegt und in dem meine Gastfamilie wohnt. Feodora mit ihrem Göttergatten (so nennt sie ihren Mann immer) und ihrer erwachsenen Tochter. Feodora leitet die Theatergruppe und sie war es auch, die mich eingeladen hat.
Nachdem mich Marie, Steffi und Clemens aus meinem Reisekistchen befreit und wir uns alle kurz vorgestellt hatten, gab es eine kleine Führung durch die Wohnung. Nach einem kleinen Abendsnack setzte ich mich noch ein wenig mit meinen neu gewonnenen Freunden – darunter zum Beispiel auch Friedrich der Frosch -zu einem kleinen Schwätzchen zusammen. Die Reise in meinem Kistchen war zwar recht komfortabel, aber trotzdem wie immer sehr anstrengend. Deshalb legte ich mich auch schon sehr bald in mein extra für mich hergerichtetes Gästebett zur Ruhe. Ich war schon gespannt, was ich in den nächsten Tagen bei Feodora und ihrer Sandhäuser Bühne so alles erleben würde.

Ich habe in meinem Bett wirklich sehr gut geschlafen. Feodora lud mich gleich am nächsten Morgen zu einem gemütlichen Frühstück mit Kaffee und Nutellatoast ein. Herrlich! Kaffee und Nutella gehen bei Feodora nie aus! Nach dem Frühstück musste Feodora noch etwas Büroarbeit machen. Das Büro ist bei Feodora in der Wohnung, das ist wirklich praktisch. Das Büro ist kein „gewöhnliches“ Büro, wie man es vielleicht von Ämtern kennt. Hier stehen Requisiten, Kostüme, ganz viele Manuskripte und viel viel Technik wild durcheinander. Feodora erklärte mir, dass Sie eine Regisseurin ist und außerdem Geschichten für das Theater schreibt. Das wäre also keine Unordnung, sondern ein „inspiratives Chaos“. Aha…das muss ich mir merken.
Während Feodora arbeitete, habe ich mich leise mit Marie unterhalten. Marie kannte ich schon von früheren Twitterfotos. Sie wohnt eigentlich in der Schneiderei der Sandhäuser Bühne, ist aber extra zu Feodora gekommen, um mich zu begrüßen. Marie erzählte mir viele aufregende Geschichten aus der Näherei und versprach mir, dass auch ich ein Kostüm bekommen werde.
Am Abend machten wir uns dann auf den Weg zur Generalprobe. Die ganze Familie von Feodora macht bei der Sandhäuser Bühne mit. Feodora ist die Regisseurin und Leiterin der Theatergruppe, ihr Göttergatte ist der Tontechniker und Ihre Tochter steht auf der Bühne als Schauspielerin. Sie spielt übrigens in dem Märchenstück die Cinderella. Toll, jetzt kenne ich sogar Aschenputtel persönlich.

Die Generalprobe war sehr aufregend. Überall wuselte es nur so rum. Die Schauspielerinnen und Schauspieler konnte ich zwar umherhuschen und später auf der Bühne sehen, aber vorgestellt wurden wir uns noch nicht. Die wären jetzt viel zu nervös dazu, wie Feodora mir sagte. Dafür durfte ich mir alles bei der Technik ansehen – Scheinwerfer, Tontechnik usw. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Knöpfe da während einer Vorstellung zu bedienen sind.
Endlich ging die Generalprobe los. Feodora erklärte mir, dass Theaterleute sehr sehr abergläubisch sind. Darum ist es auch ein MUSS, dass bei einer Generalprobe vieles schiefgehen muss, damit die Premiere perfekt wird.
Zu Anfang des Stückes sah es aber schlecht aus mit den Fehlern… alles lief reibungslos, es gab nichts zu beanstanden. Feodora musste nicht einmal das Stück unterbrechen. Alle wurden schon etwas unruhig, als endlich nach der Pause ein richtig übler Fehler passierte: Die Kulisse wurde falsch umgebaut! Feodora musste unterbrechen und die Damen von der Bühne mussten nachbessern. Auch gab es dann noch zwei Texthänger und die Seifenblasenmaschine leckte.
Puh, Glück gehabt! Jetzt stand einer reibungslosen Premiere nichts mehr im Weg.
Die Generalprobe fand öffentlich statt, was bedeutete, dass auch ein kleines Publikum anwesend war. Diese waren -trotz der Fehler- sehr angetan vom Stück. Mir hat es auch ganz großartig gefallen, doch vom Stück erzähle ich später.
Spät nachts kamen wir dann wieder zu Hause an und ich bin reichlich erschöpft sofort in mein Bett gefallen und eingeschlafen.

Der folgende Tag begann etwas später. Feodoras Göttergatte war schon früh beim Landbäcker und holte für uns zum Frühstück köstliche frische Brötchen. Nach dem Frühstück fuhr ich mit Feodora und Ihrem Göttergatten noch einige Besorgungen machen. Kreuz und quer durch das benachbarte Heidelberg sind wir gefahren. Das Schloss konnten wir aufgrund des schlechten Wetters leider nicht besuchen, noch nicht einmal sehen – es lag zugedeckt unter Wolken!

Lecker Essen gab es auch, das hat uns die Tochter gekocht, nachdem Sie von der Uni nach Hause gekommen war. Ein echtes „Studentenessen“: Spaghetti aus der Packung. Feodora mag es ja nicht so sehr, wenn nicht frisch gekocht wird, aber wir hatten alle Hunger und waren froh, etwas Warmes in den Bauch zu bekommen.

Am Nachmittag wurde es dann spannend. Ich durfte die Näherei besuchen. Marie und die Näherin erwarteten mich schon. Soooo viele Stoffe, Bänder, Spitzen, Knöpfe, Garne… Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte. Dann wurde Maß genommen. Stoff wurde zugeschnitten, wobei ich als Laie sogar helfen durfte! Die Näherin war sehr sehr freundlich und schon nach kurzer Zeit war mein Kostüm für die Aufführung am Wochenende fertig. Sogar eine Krone habe ich bekommen! Ich wollte das Kostüm eigentlich nie wieder ausziehen! Marie war auch ganz begeistert. Zu Hause musste ich mein neues Kostüm natürlich sofort allen zeigen. Marie konnte mich gar nicht mehr aus den Augen lassen, so sehr habe ich ihr gefallen… Ich glaube, sie hat sich ein wenig in mich verliebt.

Bei Feodora zu Hause wurde unterdessen gebaut und geschraubt. Ein neuer Schrank musste aufgebaut werden. Das war mir zu gefährlich, darum habe ich mich ins Wohnzimmer zurückgezogen und ein wenig Musik gehört. Feodora und Ihr Göttergatte haben nämlich ziemlich viele CDs unterschiedlichster Genre, da konnte ich mich gut amüsieren.

Tags drauf habe ich wieder ein bisschen in der Wohnung umgesehen. Da gab es wirklich einiges zu entdecken. Feodoras Göttergatte sammelt zum Beispiel Gitarren. Eine in britischem Design hat er sogar selbst gebaut – und sie funktioniert trotzdem. Insgesamt gibt es in der Wohnung viel Britisches zu finden. Angefangen von Süßigkeiten bis hin zu Fanartikeln der Serie Doctor Who.
Zwischen meinen diversen Erkundungen in der Wohnung habe ich Feodora auch ein bisschen beim Kochen geholfen. Wir haben zusammen leckere Rouladen gemacht.

Abends ging es dann noch einmal in den Veranstaltungsraum. Dort hatte ich nun endlich Zeit, mich mal ein bisschen intensiver umzusehen. Besonders gut gefallen hat mir das Souffleusen-Häuschen. Es hat sich – passend zum Stück- als Hexenhaus verkleidet. Eine Souffleuse ist sowas wie ein lebendiger Spickzettel für die Schauspieler. Wenn sie während der Aufführung mal ihren Text vergessen, dann flüstert ihnen die Souffleuse den Text zu. Das passiert zwar recht selten, dass die Schauspieler Ihren Text vergessen, gibt den Darstellern aber Sicherheit.
Außerdem habe ich auch noch schnell einen Blick unter die Bühne geworfen, getestet, welche Perspektive die Zuschauer auf die Bühne haben und mir natürlich den Platz angeschaut, den ich während der Aufführung bekommen sollte – auf der Bühne mit bester Sicht auf das Geschehen.

Dann war endlich der große Tag gekommen: Die Premiere von Cinderella 2016!
Ich muss zugeben, ich war doch schon etwas nervös, sollte ich doch wirklich und tatsächlich in dem Stück mitspielen! Nicht nur, dass ich die ganze Zeit auf der Bühne präsent sein sollte, nein, am Ende sollte ich auch direkt in das Geschehen eingreifen dürfen. Immer wieder fragte ich Feodora, was ich denn machen sollte, doch die antwortete nur: „Improvisiere, Ludwig. Lass Dich von Deinem Bauchgefühl treiben. Mach spontan das, was Du fühlst, das ist dann genau das Richtige.“ Na, ich weiß ja nicht, mein Bauch grummelte in dem Augenblick nur…
Mittags ging es also los. Wir richteten das Foyer her und schon bald trafen auch die Schauspielerinnen und Schauspieler ein. Komischerweise waren sie heute alle viel entspannter, als sie es noch bei der Generalprobe waren. „Ganz normal!“ erklärte mir Feodora, „wenn die Generalprobe rum ist, dann sind alle ganz entspannt und sicher, dass sie es schaffen werden. Komm, misch Dich unter das Schauspielervolk!“ Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Also machte ich mich auf, um so viele Ensemblemitglieder wie nur möglich persönlich kennenzulernen. Und dazu gehören natürlich nicht nur die Darsteller, sondern auch die vielen fleißigen Helfer drumherum. Ich habe mich dann erstmal mit Yvonne – sie spielt das Rotkäppchen – und Anne, die einen Zwerg spielt bekanntgemacht. Nachdem ich dann noch Julia und Magdalena getroffen habe, die dafür zuständig sind, die Zuschauer mit Speisen und Getränken zu versorgen, musste ich noch schnell zur Maskenbildnerin um bühnenfein gemacht zu werden.

So langsam wurde es Zeit, dass alle auf ihre Plätze gingen. Das Publikum wurde eingelassen und auch die Souffleuse Meike nahm ihren Platz ein. Bevor ich auf die Bühne ging, stattete ich Ihr noch einen Besuch ab.

Auch ich nahm nun meinen Platz auf der Bühne ein. Das war ja sooo aufregend. „Du darfst nicht zu viel rumzappeln, nicht laut reden, wenn Du nicht dran bist und vor allem nicht in der Nase bohren! Alle Leute sehen Dich!“ Das waren die Worte, die mir Feodora noch mitgab, bevor das Licht im Saal erlosch und das Stück begann…
Was war das doch aufregend! Das Stück rauschte nur so an mir vorbei, obwohl ich es schon einmal bei der Generalprobe gesehen hatte, war nun, da ich mitten auf der Bühne saß, alles ganz anders. Auf einmal kam Jörg, der Prinz Edelmut spielt, zu mir und flüsterte mir ins Ohr: „Ludwig, jetzt bist Du dran! Dein Auftritt!“ Mir blieb fast das Herz stehen… Ich? Mein Auftritt? Was sollte ich nur tun? Was sollte ich sagen? Saß meine Krone auch richtig? War meine Mähne gut gekämmt…
… und dann kam der Große Moment:
Im Stück habe ich dem Prinzen Edelmut den Ring gebracht. Für Cinderella, damit er ihr einen Heiratsantrag machen kann. Ich kann es immer noch nicht glauben. Zusammen mit mir hat Prinz Edelmut Cinderella einen Antrag gemacht. Feodora hatte also Wort gehalten und ich durfte tatsächlich in einem Theaterstück mitspielen!

Am Ende des Abends gratulierten mir alle zu meinem gelungenen Debüt als Schauspieler und einige wollten sogar ein Foto mit mir.

Rotkäppchen (gespielt von Yvonne) und der Gestiefelte Kater (gespielt von Maksym),

Philip der Oberzwerg,

Margit, die böse Hexe, die in Wirklichkeit überhaupt nicht böse ist,

Anna Sophie, das Dornröschen,

Thomas, der Hans im Glück spielt,

Meike, die zwischenzeitlich aus ihrem Souffleusen-Häuschen herausgekommen war,

Rüdiger, der Gehilfe des Herolds, der immer eine Fanfare spielt, wenn der Herold oder das Königspaar auftreten,

Siegbert, der zum königlichen Gefolge gehört und nebenher auch noch für den Druck der Flyer und Einladungskarten zuständig ist,

Michael und Saskia, die das Königspaar spielen,

die vier Zwerge Roland, Philip, Anne und Thomas (derselbe, der auch den Hans im Glück spielt),

Jörg und Annika (Prinz Edelmut und Cinderella)

und Bianca und Christian, die Maid Marian und Robin Hood spielen.

Schon erstaunlich, welche Charaktere alle in dieser Cinderella-Inszenierung mitspielen.

Mittlerweile war es schon recht spät geworden, das Publikum war sicherlich schon längst wieder zu Hause und alle Kinder in ihren Betten. Auch wir waren nun erschöpft und machten uns auf den Heimweg. Dort angekommen stellte sich ein Hungergefühl ein, welches Clemens schnell stillte, indem er uns allen eine riesige Pizza spendierte. Nach dem Essen wollte ich nur noch eines: In mein Bett und von diesem herrlichen Erlebnis träumen…

Ich hatte diese Nacht geschlafen wie ein Murmeltier. Feodora musste mich sogar wecken, damit ich das Frühstück nicht verpasste. Schon am frühen Vormittag ging es wieder los, denn alles musste neu hergerichtet werden für die nächste Vorstellung. Da ich dieses Mal nicht mehr im Stück mitspielte, hatte ich etwas Zeit, mich umzusehen. Hinter den Kulissen gibt es viele Requisiten und Kostümteile zu entdecken:

Wieder verging die Zeit wie im Flug und schon begann das Stück. Dieses Mal verfolgte ich es von der Regie aus, neben Feodora sitzend. Das war nun schon viel entspannter für mich, konnte ich doch stressfrei das Stück ein weiteres Mal ansehen. Dem Publikum und mir hat es erneut sehr gefallen.
Nach der Aufführung mussten der Saal und der Servicebereich aufgeräumt werden. Alle halfen mit, ich natürlich auch!

Nach einem so anstrengenden Aufführungswochenende gönnten sich Feodora und ich montags eine kleine Verschnaufpause. Nach einem langen ausgiebigen Frühstück musste Feodora allerdings ins Büro, es gibt dort immer was zu tun. Feodora musste noch an einem Stück arbeiten, welches nächstes Jahr zur Aufführung kommen soll. Natürlich half ich ihr tatkräftig dabei. Im Büro traf ich auf zwei lustige Gestalten. Darf ich vorstellen: Frohdolin und Nörgelmax.

Zu den beiden gibt es eine lustige Geschichte: Feodora hat diese beiden Kerle von Yvonne (kennt ihr – das ist die Dame, die das Rotkäppchen spielt!) geschenkt bekommen. Denn wenn Feodora für die Schauspieler ihre Videoanalysen macht, dann nörgelt sie ganz oft rum, was die Schauspieler noch alles besser machen können, wo Fehler sind. Das tut der Feodora dann immer unheimlich leid, dass sie so streng sein muss. Und damit zukünftig nicht mehr Feodora nörgeln muss, übernimmt das seit ein paar Jahren der Nörgelmax. Das ist der Herr im grünen Outfit. Und der nörgelt jetzt was das Zeug hält, schimpft und meckert mit den Schauspielern. Damit das aber nicht überhandnimmt, bekam Feodora vom Rotkäppchen -Verzeihung, von Yvonne- dieses Jahr zum Geburtstag den Frohdolin dazu geschenkt. Der ist jetzt für Lob und Anerkennung zuständig, damit die Nörgeleien nicht zu viel werden. Diese beiden Figuren sind dem Ensemble also durchaus bekannt…

Es ist gar nicht so einfach, ein Theaterstück zu schreiben. Denn zuallererst benötigt man eine gute Idee. Dann muss man recherchieren, ob diese Idee auch schon ein anderer Mal hatte. Wenn ja, kann man die Idee gleich wieder vergessen. Wenn nein, muss man diese Idee aufs Papier bringen. Das hat Feodora hier schon gemacht, nun muss das Stück noch an die Schauspieler angepasst werden. Feodora meint, ich habe sehr gute Ideen. Einige davon hat sie sogar in das Stück eingebaut!
Bei Feodora im Büro klingelt eigentlich ständig das Telefon. Wie soll man sich denn da konzentrieren? Ich habe dann mal das Telefon übernommen, damit Feodora in Ruhe schreiben konnte

Später am Tag hat mich dann Feodora mal mit in den Keller genommen. Du liebe Güte! Der Keller ist randvoll mit Requisiten und Kostümen. Seht Ihr die Koffer? Das sind nur ganz wenige von den vielen, die hier stehen und jeder ist voll mit den tollsten Kleidern und Kostümen. Und in jeder Schachtel, in jeder Kiste verstecken sich Schätze. Und alles wird oder wurde mal als Requisite gebraucht. Als ich Feodora fragte, ob sie den Keller nicht mal aufräumen wolle, schaute sie mich nur verständnislos an und meinte, der Keller IST aufgeräumt! Wenn sie hier irgendwas ändert, dann würde sie nie wieder was finden. Das wäre, wie im Büro auch, ein sehr geordnetes Chaos. Wir haben dann aber trotzdem über eine halbe Stunde etwas gesucht und nicht gefunden. Anscheinend funktioniert Feodoras System doch nicht so gut. Aber das habe ich ihr lieber nicht gesagt…

Mit Schrecken stellte Feodora auf einmal fest, dass am kommenden Wochenende ja schon erster Advent sei und sie noch keine Weihnachtsdeko aufgestellt hat. Also verbrachten wir den restlichen Tag damit, das Haus ein wenig weihnachtlich zu gestalten. Die kleine Schneekugel gefiel mir besonders gut.
Natürlich durfte eine Kaffeepause zwischendurch nicht fehlen!

Ich konnte es kaum glauben, dass schon wieder eine Woche vorüber und damit der letzte Besuchstag angebrochen war. Es war so viel los, dass ich habe gar nicht gemerkt habe wie die Tage verflogen sind.
An meinem letzten Besuchsabend veranstaltete Rüdiger vom Ensemble ein kleines Glühweinfest mit Lagerfeuer. Rüdiger ist der mit dem Fanfaren-Horn, der Gehilfe des Herolds, Ihr erinnert Euch?
Na jedenfalls wollte Feodora eine Kleinigkeit zum Essen mitbringen, darum haben wir etwas gebacken: Partybrötchen und Gewürzkuchen.

Am Abend traf sich dann das Ensemble bei Rüdiger. Schon von weitem konnte man den leckeren Glühwein riechen. Das war ein sehr gemütlicher und gelungener Abend. Alle setzten sich um das Lagerfeuer und es wurde viel erzählt und noch mehr gelacht. Das sind wirklich alles ganz tolle Leute, die Schauspielerinnen und Schauspieler der Sandhäuser Bühne!

Etwas wehmütig ging ich an diesem Abend in mein Bett. Einerseits war ich sehr traurig, Feodora und Ihre Familie schon wieder verlassen zu müssen, andererseits war ich schon sehr gespannt, was mich wohl bei meiner neuen Gastgeberin erwarten würde.

Schon sehr früh am letzten Morgen frühstückte ich noch einmal mit Feodora, ihrem Göttergatten und ihrer Tochter. Danach hieß es dann Abschied nehmen. Feodora hatte mir schon mein Reisekistchen fertig gemacht und allerlei Geschenke darin verstaut. Am Meisten habe ich mich darüber gefreut, dass ich meine Krone behalten durfte. Das Kostüm musste ich leider in den Fundus geben. Naja, eine Königsrobe ist ja auch nicht gerade alltagstauglich.
Marie und Friedrich waren natürlich auch gekommen, um mir zum auf Wiedersehen zu sagen. Ich mag ja keine langen Abschiede, darum brachten wir es schnell hinter uns, knuddelten uns nochmal kräftig und dann ging es hinein in mein bequemes Reisebett.

Auf Wiedersehen Feodora mit Familie, Sandhäuser Bühne und all Ihr anderen lustigen Gesellen. Es war schön bei Euch! Vielleicht sieht man sich ja mal wieder! Dann könnte mir Feodora noch all die anderen Sehenswürdigkeiten zeigen, für die wir keine Zeit gefunden haben: Das Leimener Franzosentürmchen mit seiner aufregenden Geschichte, das Stadion des SV Sandhausen, das Heidelberger Schloss und natürlich die berühmte Heidelberger Universität.

Aber jetzt musste es erst einmal weitergehen, in den hohen Norden Deutschlands.
Neues Abenteuer, ich komme…

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Ich halte euch wie immer auf dem Laufenden.
Auf meiner Abenteuerkarte könnt ihr euch auch übersichtlich anschauen, wo mich meine Reise bisher hingeführt hat und welche weiteren Zielorte bereits geplant sind.
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Bis bald
Euer Ludwig

Kategorie(n): Ludwig

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